# Kyoto zu Fuß entdecken (Japan): Stadtrundgang

**Kyoto Sehenswürdigkeiten: die wichtigsten Tempel, Gärten und Viertel**

Kyoto gehört zu den eindrucksvollsten Reisezielen Japans: Die Stadt verbindet buddhistische Tempel, Zen-Gärten, Shintō-Schreine und historische Viertel mit lebendigen Flussufern und modernen Museen. Wer Kyoto besucht, entdeckt nicht nur einzelne Bauwerke, sondern eine dicht miteinander verbundene Kulturlandschaft. Für die wichtigsten Kyoto Sehenswürdigkeiten gibt es bei Neywo einen kostenlosen Audioguide mit 295 erzählten Orten.

## Was tun in Kyoto? Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

### Ryōan-ji und der berühmte Zen-Steingarten

Ryōan-ji ist einer der bekanntesten Zen-Tempel Kyotos und gehört zur Myōshin-ji-Schule des Rinzai-Zweigs. Berühmt ist vor allem sein Kare-sansui-Garten: Größere Felsgruppen liegen in einem Feld aus sorgfältig ausgewählten Kieseln, deren lineare Muster regelmäßig geharkt werden.

Wasser und üppige Bepflanzung fehlen bewusst. Dadurch konzentriert sich der Blick auf die Steine und die Muster – eine Gestaltung, die mit Kontemplation und Meditation verbunden ist. Tempel und Garten sind als historische Denkmäler des alten Kyoto Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ryōan-ji wurde 1450 von Hosokawa Katsumoto gegründet.

### Kinkaku-ji, der Goldene Pavillon

Der Kinkaku-ji ist offiziell als Rokuon-ji bekannt und gehört zu den berühmtesten Zen-Tempeln Kyotos. Sein geläufiger Name bezieht sich auf den Kinkaku, den Goldenen Pavillon. Das Gebäude dient als Reliquienhalle, Shariden genannt, und seine beiden oberen Etagen sind mit Blattgold bedeckt.

Die Geschichte des Tempels ist eng mit Ashikaga Yoshimitsu, dem dritten Shogun des Muromachi-Shogunats, verbunden. Seine Villa am Kitayama-Berg wurde nach seinem Tod in einen Tempel umgewandelt. Der heutige Pavillon ist allerdings ein Wiederaufbau: Das Original wurde 1950 durch Brandstiftung zerstört, 1955 entstand der heutige Bau. Rokuon-ji gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

### Kiyomizu-dera in Higashiyama

Kiyomizu-dera liegt im östlichen Teil Kyotos und ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel der Stadt. Der Name bedeutet „Reines-Wasser-Kloster“. Der Ort ist seit Langem mit der Verehrung von Kannon, dem Bodhisattva des Mitgefühls, verbunden. Das Hauptbildnis ist eine verborgene Statue der elfgesichtigen Kannon.

Das Tempelgelände umfasst etwa 130.000 Quadratmeter und ist weit mehr als ein einzelnes Gebäude. Nach der Überlieferung wurde Kiyomizu-dera um das Jahr 778 vom Mönch Enchin gegründet. Damit zählt er zu den wenigen Tempeln Kyotos, die bereits vor der Gründung der Hauptstadt Heian-kyō existierten. Wer Kyoto zu Fuß erkunden möchte, findet hier ein weitläufiges Gelände mit einer besonders langen religiösen und kulturellen Geschichte.

### Chion-in und das große Sanmon-Tor

Chion-in ist das Hauptquartier der japanischen Jōdo-shū, der Schule des Reinen Landes. Der große Tempelkomplex umfasst zwei Orte, die mit dem Gründer Hōnen verbunden sind: den Ort, an dem er lebte und lehrte, und den Ort seines Todes.

Besonders eindrucksvoll ist das Sanmon, das Haupttor. Tokugawa Hidetada ließ es 1621 erbauen. Das zweistöckige Holztor ist etwa 24 Meter hoch und 50 Meter breit; sein Dach ist mit etwa 70.000 Ziegeln gedeckt. Im oberen Stockwerk befinden sich unter anderem eine Darstellung des Buddha Shakyamuni und sechzehn Arhats.

### Kōdai-ji: Tempel und Gedenkstätte

Der Zen-Tempel Kōdai-ji im Viertel Higashiyama ist eng mit Toyotomi Hideyoshi und seiner Ehefrau Kita-no-Mandokoro verbunden, die später als Kōdai-in bekannt war. Sie gründete den Tempel 1606, um für die friedvolle Ruhe ihres verstorbenen Ehemanns zu beten.

Die Gärten wurden von Kobori Enshū gestaltet und als national ausgewiesenes Landschaftsschönheitsgebiet anerkannt. Kōdai-ji ist außerdem für die Verwendung von Maki-e bekannt, einer dekorativen Lacktechnik, die hier mit dem Momoyama-Stil verbunden ist.

### Ginkaku-ji und die Higashiyama-Kultur

Der Ginkaku-ji, der Silberne Pavillon, heißt offiziell Jishō-ji. Der Rinzai-Tempel gehört zu den Bauwerken, die mit der Higashiyama-Kultur der Muromachi-Zeit verbunden sind. Gegründet wurde er von Ashikaga Yoshimasa, dem achten Shogun des Muromachi-Shogunats.

Der Name Ginkaku-ji geht auf die Kannon-Halle zurück, die als Silberner Pavillon bezeichnet wird. Zusammen mit dem Goldenen Pavillon und dem Flugwolken-Pavillon des Nishi Hongan-ji zählt sie zu den drei berühmten Pavillons Kyotos. Der Tempel ist ebenfalls Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Denkmäler des alten Kyoto“.

### Daigo-ji am Berg Daigo

Daigo-ji ist ein bedeutender Shingon-buddhistischer Tempel südöstlich der Stadt. Sein Gelände erstreckt sich über den Berg Daigo und umfasst mehr als 6,6 Millionen Quadratmeter. Zum Tempel gehören etwa 150.000 Schätze, darunter Nationale Schätze und wichtige Kulturgüter, sowie sechs Gebäude, die als japanische Nationale Schätze ausgewiesen sind.

Bekannt ist Daigo-ji außerdem als Schauplatz von Toyotomi Hideyoshis berühmtem Kirschblütenbetrachtungsereignis, dem Daigo-Kirschblütenfest. Der Tempel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Historische Denkmäler des alten Kyoto“.

### Arashiyama und der Bambuswald

Der Bambuswald von Arashiyama, auch Arashiyama Bamboo Grove oder Sagano Bamboo Forest genannt, gehört zu den charakteristischsten Orten Kyotos. Hoher Mōsō-Bambus säumt mehrere Wege und bildet einen natürlichen Durchgang, den man zu Fuß erkundet.

Der Wald liegt in der Nähe des Tenryū-ji-Tempels und des Nonomiya-Schreins und ist Teil des größeren Gebiets Arashiyama. Hier steht nicht ein einzelnes Gebäude im Mittelpunkt, sondern der Weg selbst: Zwischen den hohen Bambushalmen entsteht eine markante Landschaft, die zu den bekanntesten Spaziergängen der Stadt gehört.

### Der Kamo-Fluss

Der Kamo-Fluss, auch Kamogawa genannt, ist einer der offenen Aufenthaltsorte Kyotos. Wege begleiten das Ufer, und Trittsteine schaffen einfache Übergänge an Stellen, an denen das Wasser meist weniger als einen Meter tief ist.

Im Sommer öffnen Restaurants ihre Balkone zum Fluss. Auch unabhängig davon laden die Ufer dazu ein, spazieren zu gehen, zu verweilen und den ruhigen Rhythmus von Wasser und Stadt zu beobachten.

### Weitere Museen und Orte der Stadtgeschichte

Kyoto lässt sich nicht allein über Tempel und Schreine verstehen. Das Lake Biwa Canal Museum nahe dem Murin-an-Garten erzählt die Geschichte des Kanals, der den Biwa-See mit Kyoto verbindet. Es wurde am 9. August 1989 zum hundertjährigen Jubiläum der Vollendung des Kanals eröffnet.

Das Ninna-ji Reihōkan ist ein Museum im Bezirk Ukyō-ku. Weitere kleinere Stationen sind das Shō Museum und das Raku Museum. Wer sich für die Wege durch die Stadt interessiert, trifft außerdem auf die Station Nijōjō-mae der Tōzai-Linie. Ihr Name bedeutet „vor Nijō“.

## Kyoto Stadtrundgang mit Audioguide

Neywo bietet sechs Spaziergänge, eine Busroute und eine Fahrradroute durch Kyoto. Die Geschichten beginnen jeweils, sobald man den entsprechenden Ort erreicht. So lässt sich die Stadt im eigenen Tempo erkunden – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan.

### Spaziergänge

- **„Pilger, Affen und eine weinende Kirsche: Südliches Higashiyama“** – 3,18 km, 117 Minuten, 8 erzählte Stationen  
- **„Gold, Stein und Zen: Vom Kinkaku-ji zum Ryōan-ji“** – 3,17 km, 110 Minuten, 5 Stationen  
- **„Bambus, Moos und Ahorn: Arashiyama und Sagano“** – 4,22 km, 113 Minuten, 8 Stationen  
- **„Von Kyotos Küche zu den Geishas in Gion: Innenstadt und Vergnügungsviertel“** – 4,1 km, 118 Minuten, 10 Stationen  
- **„Zehntausend Tore und kaiserliche Gräber: Vom Fushimi Inari zum Sennyū-ji“** – 4,77 km, 114 Minuten, 8 Stationen  
- **„Die Gärten von Daitoku-ji und das Jizō des Nagelziehens“** – 3,83 km, 106 Minuten, 7 Stationen  

### Bus- und Fahrradroute

- **Buslinie 46: Gion, der alte Palaststandort und das Jizō des Nagelziehens** – 11,2 km, 48 Minuten, 11 Stationen  
- **„Entlang des Kamo-Flusses“** – Fahrradroute über 6,3 km, 32 Minuten, 4 Stationen  

Mit dem kostenlosen Kyoto Audioguide von Neywo lassen sich insgesamt 295 Orte entdecken. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Für weitere Reiseziele in [Japan](https://neywo.com/de/destinations/japan.md) können außerdem [Kobe](https://neywo.com/de/destinations/japan/kobe.md), [Koya](https://neywo.com/de/destinations/japan/koya.md) und [Miyajima](https://neywo.com/de/destinations/japan/miyajima.md) interessant sein.

## Orte mit Audioguide in Kyoto

8 Orte in Kyoto mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

- Ryōan-ji
- Kinkaku-ji
- Kiyomizu-dera
- Daigo-ji
- Ginkaku-ji
- Bahnhof Nijōjō-mae
- Kamo
- Chion-in

## Touren auf eigene Faust in Kyoto

8 Touren in Kyoto, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

- [Pilger, Affen und eine Trauerkirsche: Südliches Higashiyama](https://app.neywo.com/tours/kyoto/pilgrims-monkeys-and-a-weeping-cherry-southern?lang=de) — Zu Fuß, 3,2 km · 117 Min. · 8 Stopps: Kiyomizu-dera, Dreijährige Steigung, Yasaka Kōshin-dō, Kōdai-ji, Maruyama-Park (Kyōto), Nō-Bühne, Yasaka-Schrein, Chion-in, Shōren-in
- [Gold, Stein und Zen: Vom Kinkaku-ji zum Ryōan-ji](https://app.neywo.com/tours/kyoto/gold-stone-and-zen-kinkaku-ji-to-ryoan-ji?lang=de) — Zu Fuß, 3,2 km · 110 Min. · 5 Stopps: Kinkaku-ji, Kyoto-Museum für Weltfrieden, Ryōan-ji, Ninna-ji Reihōkan, Myōkō-ji
- [Bambus, Moos und Ahorn: Arashiyama und Sagano](https://app.neywo.com/tours/kyoto/bamboo-moss-and-maple-arashiyama-and-sagano?lang=de) — Zu Fuß, 4,2 km · 113 Min. · 8 Stopps: Bahnhof Arashiyama, Bambuswald, Ōkōchi Sansō, Nonomiya-Schrein, Jōjakkō-ji, Nison-in, Giō-ji, Adashino Nenbutsu-ji
- [Von Kyōtos Küche ins Geisha-Viertel Gion: Zentrum und Vergnügungsviertel](https://app.neywo.com/tours/kyoto/kyotos-kitchen-to-geisha-gion-downtown-and-the?lang=de) — Zu Fuß, 4,1 km · 118 Min. · 10 Stopps: Chisō Gallery, Rokkaku-dō, Museum von Kyoto, Nishiki-Markt, Nishiki Tenmangū, Art Complex 1928, Römisch-katholische Kirche Kawaramachi, Takase-Kanal, Gion Kaikan, Gion
- [Zehntausend Tore und Kaisergräber: Vom Fushimi Inari zum Sennyū-ji](https://app.neywo.com/tours/kyoto/ten-thousand-gates-and-imperial-tombs-fushimi?lang=de) — Zu Fuß, 4,8 km · 114 Min. · 8 Stopps: Fushimi Inari-Taisha, Tōfuku-ji, Funda-in, Takio-Schrein, Hōon-in, Imakumano-Schrein, Unryū-in, Sennyū-ji
- [Die Gärten von Daitoku-ji und der Nägel ziehende Jizō](https://app.neywo.com/tours/kyoto/daitoku-ji-gardens-and-the-nail-pulling-jizo?lang=de) — Zu Fuß, 3,8 km · 106 Min. · 7 Stopps: Imamiya-Schrein, Kōtō-in, Ryōgen-in, Jōbon Rendai-ji, Shakuzō-ji, Daihōon-ji, Hirano-Schrein
- [Bus 46: Gion, das alte Palastgelände und der Tempel des Nägel ziehenden Jizō](https://app.neywo.com/tours/kyoto/bus-46-gion-the-old-palace-site-and-the-temple-of?lang=de) — Im Bus, 11,2 km · 48 Min. · 11 Stopps: Yūrinkan-Museum, Gion Kaikan, Gion, Takase-Kanal, Kyoto Art Center, Heian-Palast, Fukushō-ji, Daihōon-ji, Shakuzō-ji, Jōbon Rendai-ji, Koryo Museum of Art
- [Am Kamo entlang](https://app.neywo.com/tours/kyoto/along-the-kamo-river?lang=de) — Mit dem Rad, 6,3 km · 32 Min. · 4 Stopps: Takase-Kanal, Takase-Kanal, Kitamura Museum, Koryo Museum of Art

## Kyoto mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Kyoto einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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