Was tun in Wallonien? Städte in Belgien
7 Städte in Wallonien, Belgien.
Wallonien Sehenswürdigkeiten: Städte, Landschaften und Industriegeschichte
Wallonien ist die südliche Region von Belgien und verbindet Flusstäler, fruchtbare Hochebenen, bewaldete Ardennen und ein bedeutendes industrielles Erbe. Wer Wallonien besucht, entdeckt historische Städte an Sambre und Maas ebenso wie Landschaften, die den Charakter der Region bis heute prägen. Für unterwegs bietet Neywo kostenlose Audioguides für 7 Städte in Wallonien mit insgesamt 349 erzählten Orten.
Was tun in Wallonien? Die wichtigsten Städte und Orte
Das Tal der Sambre und der Maas bildet einen natürlichen Korridor durch das Herz Walloniens. Viele größere Städte entstanden entlang dieser Linie von Osten nach Westen. Kohle, Eisen und Glas machten die Region zu einer der großen Industrielandschaften Europas; zugleich reichen ihre Geschichte und ihre Sehenswürdigkeiten weit ins Mittelalter zurück.
Charleroi: Walloniens industrielles Erbe
Charleroi ist die bevölkerungsreichste Stadt Walloniens und eng mit Kohlebergbau, Glasherstellung und der Industriegeschichte des Borinage verbunden. Im Stadtgebiet liegen unter anderem das Bois du Cazier, das Cartier Castle, das Schloss Monceau-sur-Sambre und der Belfried von Charleroi. Charleroi besitzt außerdem als einzige Stadt der Region ein U-Bahn-System. Der Neywo-Audioguide erzählt hier von 38 Orten.
Lüttich: Hochöfen, Kathedrale und Fürstbischöfe
Lüttich liegt am Flusskorridor und war ein wichtiger Ort der Metallverarbeitung. Die Eisenmeister der Stadt entwickelten ein Hochofenverfahren zur Veredelung von Erz. Zu den erzählten Orten gehören die Kathedrale von Lüttich, der Palast der Fürstbischöfe, das Château de Fayenbois und das Château de Péralta. Mit 169 Orten bietet Lüttich den umfangreichsten Neywo-Audioguide in Wallonien. Die Stadt besitzt zudem einen bedeutenden Binnenhafen.
Namur: Hauptstadt an Sambre und Maas
Namur ist die Hauptstadt Walloniens und liegt an der Stelle, an der die Flüsse die Stadtlandschaft und ihre Geschichte besonders deutlich bestimmen. Die Zitadelle von Namur gehört zu den wichtigsten Orten der Stadt. Auch die Kathedrale Saint-Aubin, die Halle al’Chair und die Kirche Notre-Dame-du-Rosaire de Wierde sind Teil des Audioguides mit 52 erzählten Orten.
Dinant: Mittelalterliche Metallverarbeitung im Maastal
Dinant liegt im Tal der Maas. Bereits im Mittelalter war der Ort ein Zentrum der Messing- und Bronzeverarbeitung. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Stiftskirche Unserer Lieben Frau von Dinant, die Abtei Unserer Lieben Frau in Leffe, das Schloss Crèvecœur und das Schloss Walzin. Der Audioguide führt zu 17 erzählten Orten.
Mons: Belfried, Stiftskirche und Mundaneum
Mons verbindet Stadtgeschichte mit kulturellen Orten wie dem Mundaneum, dem Belfried von Mons und der Stiftskirche Sainte-Waudru. Auch die Chapelle Saint-Calixte gehört zum Audioguide. Insgesamt werden in Mons 40 Orte erzählt.
Tournai: Kathedrale und Kunst
Tournai liegt im Westen Walloniens und gehört zu den geschichtsträchtigen Städten der Region. Die Kathedrale von Tournai, das Centre de la Marionnette, das Musée des Beaux-Arts und die Église Saint-Brice geben Einblicke in das kulturelle Erbe der Stadt. Der Neywo-Audioguide umfasst 26 erzählte Orte.
Rochefort: Schlösser und Grotten
Rochefort liegt weiter südlich und verbindet Natur mit Geschichte. Der Audioguide erzählt vom Château de Rochefort, vom Schloss Lavaux-Sainte-Anne, vom Castle of Villers-sur-Lesse und vom Gebiet der Grotten von Han. Insgesamt sind in Rochefort 7 Orte verfügbar.
Landschaften und Geschichte von Wallonien
Wallonien lässt sich auch über seine Landschaften verstehen. Nördlich des Flusskorridors liegt das Zentrale Belgische Plateau, eine relativ flache und fruchtbare Region mit intensiver Landwirtschaft. Südlich davon wird das Gelände rauer und die Landwirtschaft extensiver. Im Süden und Südosten beginnen die Ardennen: ein bewaldetes Hochland, das dünner besiedelt ist als die Flusstäler und das Plateau.
Diese Unterschiede erklären, warum Wallonien mehrere Gesichter hat. Entlang von Sambre und Maas liegen Industriestädte, im Norden erstrecken sich kultivierte Felder, und weiter südlich prägen Wälder und Hochebenen das Bild. Die Region ist ein Binnenland und umfasst mehr als die Hälfte des belgischen Staatsgebiets, während dort weniger als ein Drittel der belgischen Bevölkerung lebt. Viele Menschen konzentrieren sich auf den historischen Städtegürtel; dahinter liegen weitläufige Landschaften.
Die industrielle Entwicklung begann nicht erst mit der Industriellen Revolution. Im Mittelalter waren Huy, Dinant und Chimay Zentren der Messing- und Bronzeverarbeitung. Später machten Kohle und Eisen Wallonien zu einem der wichtigsten Industriegebiete Europas. Rund um Charleroi und im Borinage entstanden Kohlebergbau und Glasherstellung, während Lüttich für seine Eisenverarbeitung bekannt wurde. Wallonien entwickelte sich zum ersten vollständig industrialisierten Gebiet auf dem europäischen Kontinent.
Der Wohlstand zog über Generationen viele Menschen aus dem ärmeren, landwirtschaftlich geprägten Flandern an. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Schwerindustrie jedoch deutlich zurückgegangen. Das industrielle Rückgrat bleibt trotzdem ein zentraler Bestandteil der wallonischen Identität: Die Täler, in denen einst Bergwerke und Stahlwerke lagen, verbinden noch heute viele Menschen mit der Geschichte der Region.
Sprache und Identität in Wallonien
Französisch ist in ganz Wallonien Amtssprache und die am häufigsten gehörte Sprache. Im Osten verwaltet eine deutschsprachige Gemeinschaft neun Gemeinden. Daneben gehören Regionalsprachen wie Wallonisch, Picardisch, Lothringisch, Champenois und Luxemburgisch zur Geschichte einzelner Gebiete. Ihr Gebrauch ist mit der Ausweitung des französischen Bildungswesens zurückgegangen, sie sind jedoch offiziell anerkannt.
Auch das belgische Französisch besitzt einen eigenen Klang und Wortschatz. In Wallonien wird beispielsweise septante für siebzig und nonante für neunzig verwendet. Sprache ist damit nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch ein Ausdruck regionaler Zugehörigkeit und Geschichte.
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