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Pondicherry zu Fuß entdecken (Indien): Stadtrundgang

Pondicherry Sehenswürdigkeiten: Was du in Puducherry sehen kannst

Pondicherry, offiziell Puducherry, ist eine Küstenstadt im Südosten Indiens und die Hauptstadt des Unionsterritoriums Puducherry. Französische Kolonialgeschichte, tamilische Traditionen, hinduistische und christliche Sakralbauten sowie wichtige archäologische Fundstätten machen die Stadt besonders vielseitig. Für einen ersten Überblick gibt es bei Neywo einen kostenlosen Audioguide für Pondicherry mit 11 erzählten Orten.

Pondicherry Sehenswürdigkeiten und die wichtigsten Orte

Französisches Erbe und die Kathedralen

Pondicherry war einst die Hauptstadt von Französisch-Indien. Dieser Einfluss gehört bis heute zum kulturellen Gedächtnis der Stadt und zeigt sich besonders in den Kirchen und im historischen Stadtbild.

Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis steht in der Mission Street im Zentrum von Puducherry. Das heutige Gebäude wurde 1791 während der französischen Niederlassung in Indien fertiggestellt. Sein Stil wird als jesuitischer Barock beschrieben. Lokal ist die Kirche als Samba Kovil bekannt – der Name geht auf „Saint Paul’s Kovil“ zurück, wobei „Kovil“ Kirche bedeutet.

In der Weißen Stadt liegt die Kirche Unserer Lieben Frau von den Engeln, auch Église Notre-Dame des Anges oder Dumas-Kirche genannt. Sie wurde 1855 unter Napoleon III. nach Plänen von Louis Guerre errichtet. Der griechisch-römische, neoklassizistische Stil hebt sie sichtbar hervor. Bekannt ist die Kirche außerdem für Messen auf Französisch, Tamil und Englisch. Deshalb wird sie auch als Weiße Kapelle oder Kaps Koil bezeichnet.

Eine weitere markante Kirche ist die Basilika vom Heiligen Herzen Jesu am südlichen Boulevard nahe dem Bahnhof. Ihr orientalisch-neugotischer Stil und die farbigen Glasfenster mit Szenen aus dem Leben Christi prägen das Innere. Der Bau begann 1902 und wurde 1907 vollendet. Die erste Messe fand noch im selben Jahr statt.

Manakula-Vinayagar-Tempel

Der Manakula-Vinayagar-Tempel, auch Sri-Manakula-Vinayagar-Tempel, ist Ganesha gewidmet und zählt zu den bekannten Pilgerstätten von Puducherry. Der Tempel bestand bereits vor der Ankunft der Franzosen und wird als vor 1666 bestehend beschrieben.

Im Inneren bedecken farbenfrohe Darstellungen von Ganesha die Decke; auch die Wände zeigen lebhafte Szenen. Der Name soll sich aus „Manal Kulathu Vinayagar“ entwickelt haben, einer Bezeichnung, die Ganesha mit einem Sandteich verbindet. Trotz früherer Versuche, den Tempel während der Amtszeit von Dupleix zu zerstören, blieb er erhalten.

Meeran-Moschee

Die Meeran-Moschee, auch Meerapalli oder Mirapalli genannt, ist eine Sufi-Moschee in Pondicherry. Sie wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts erbaut. Eine andere Überlieferung schreibt ihren Bau dem Nawab von Arcot zu und datiert ihn etwa 350 Jahre zurück. Ihre stille Präsenz erinnert an die lange Geschichte muslimischen Gebets in der Stadt.

Museen und die Geschichte von Puducherry

Das Museum von Pondicherry verbindet Kunst und Geschichte. Besonders bemerkenswert ist die Sammlung von 81 Chola-Bronzen, die im Wachsausschmelzverfahren hergestellt wurden und aus der Zeit des Chola-Reichs stammen. Das Museum zeigt außerdem Fundstücke aus Arikamedu, einem antiken griechischen beziehungsweise yavana Handelsplatz nördlich des heutigen Pondicherry.

Das Puducherry Museum bewahrt das kulturelle Erbe der Region unter dem Department of Art and Culture der Regierung von Puducherry. Die Geschichte von Puducherry reicht mindestens bis ins zweite Jahrhundert vor der Gemeinsamen Zeitrechnung zurück. In antiken griechischen und römischen geografischen Berichten wurde der Hafen als Poduke erwähnt. Die Geschichte der Stadt ist damit auch eine Geschichte des Zusammentreffens verschiedener Kulturen und Völker.

Sri Aurobindo Ashram

Das Sri Aurobindo Ashram liegt mitten in Pondicherry und ist eine spirituelle Gemeinschaft, die Besucher aus aller Welt anzieht. Es ist eng mit dem indischen Philosophen Sri Aurobindo und Mirra Alfassa, bekannt als die Mutter, verbunden.

Das Ashram wurde 1926 gegründet. Es ist kein abgelegenes Rückzugszentrum, sondern eine lebendige Gemeinschaft, in der spirituelles Leben, Bildung und städtischer Alltag zusammenkommen. Etwa 1.200 Menschen gehören zum Ashram; das Sri Aurobindo International Centre of Education hat mehr als 400 Schüler.

Leuchtturm von Pondicherry

Der Leuchtturm von Pondicherry, auch Puducherry Kalangarai Vilakkam genannt, ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Der heutige Leuchtturm wurde 1979 erbaut und ergänzt die Sehenswürdigkeiten rund um die Küste von Puducherry.

Arikamedu: Archäologie südlich der Stadt

Etwas südlich von Pondicherry liegt in Kakkayanthope die archäologische Stätte Arikamedu. Wo heute eine ruhige Landschaft zu sehen ist, befand sich einst ein bedeutender Ort des Überseehandels.

Die ersten großen Ausgrabungen leitete Sir Mortimer Wheeler 1945; Jean-Marie Casal setzte die Arbeiten zwischen 1947 und 1950 fort. Wheeler deutete Arikamedu als griechischen beziehungsweise yavana Handelsplatz aus der Zeit von Kaiser Augustus. Spätere Untersuchungen von Vimala Begley zwischen 1989 und 1992 erweiterten dieses Bild. Heute wird die Siedlung vom zweiten Jahrhundert vor Christus bis ins achte Jahrhundert nach Christus datiert.

Zu den wichtigen Funden gehören indopazifische Perlen sowie rote und schwarze Keramik. Diese Keramik, im Tamil als Pandukal oder „alte Steine“ bezeichnet, wurde zur Markierung von Gräbern verwendet und war bereits vor der Handelsplatz-Periode in Arikamedu vorhanden.

Was tun in Pondicherry? Die Stadt zu Fuß erkunden

Ein Pondicherry Stadtrundgang verbindet mehrere der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf engem Raum: das Sri Aurobindo Ashram, den Manakula-Vinayagar-Tempel, das Museum von Pondicherry, die Kirche Unserer Lieben Frau von den Engeln, die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis, die Basilika vom Heiligen Herzen Jesu und den Leuchtturm.

Pondicherry zu Fuß zu erkunden, macht die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse besonders anschaulich. Auf dem Weg liegen hinduistische, muslimische und christliche Gotteshäuser ebenso wie Museen und Orte, die an die französische Vergangenheit der Stadt erinnern.

Pondicherry ist außerdem ein guter Ausgangspunkt, um weitere Orte in Indien kennenzulernen. Wer verschiedene Regionen des Landes vergleichen möchte, findet beispielsweise mit [Chennai] nicht in den erlaubten Links und [Jaipur] nicht in den erlaubten Links keine verlinkbaren Einträge in dieser Auswahl; als weitere Ziele stehen unter anderem Hyderabad, Kolkata und Shimla zur Verfügung.

Pondicherry mit Neywo entdecken

Mit Neywo kannst du Pondicherry auf eigene Faust entdecken: Der kostenlose Audioguide erzählt 11 Orte, sobald du sie erreichst. Die App bietet einen Rundgang mit 4,33 Kilometern Länge, 97 Minuten Dauer und sieben erzählten Stationen.

Die Geschichten spielen an den jeweiligen Orten ab, während du dich in deinem eigenen Tempo fortbewegst – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Lade Neywo herunter und erkunde Pondicherry zu Fuß, während die Stadtgeschichte genau dort erzählt wird, wo sie stattfindet.

Orte mit Audioguide in Pondicherry

8 Orte in Pondicherry mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Pondicherry

1 Tour in Pondicherry, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Pondicherry: Ashram, Tempel und französische Kirchen

    Ein gemächlicher Spaziergang durch das alte französische Viertel und die tamilische Stadt. Du startest im Sri-Aurobindo-Ashram, besuchst den alten Ganesha-Tempel, der schon vor der Ankunft der Franzosen bestand, und siehst im Museum Chola-Bronzen. Anschließend folgst du den Boulevards vorbei an drei katholischen Kirchen in drei Stilrichtungen bis zum Leuchtturm an der Uferpromenade.

    4,3 km · 97 Min. · 7 Stopps

    Sri Aurobindo Ashram · Manakula-Vinayagar-Tempel · Pondicherry Museum · Unserer Lieben Frau von den Engeln, Puducherry · Kathedrale der unbefleckten Empfängnis, Puducherry · Basilika des Heiligsten Herzens Jesu …

    Tour öffnen: Pondicherry: Ashram, Tempel und französische Kirchen

Pondicherry mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Pondicherry einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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