Kashan Sehenswürdigkeiten (Iran): Audioguide
Kashan Sehenswürdigkeiten: Was du in der historischen Stadt sehen kannst
Kashan gehört zu den eindrucksvollsten Kulturzielen im Iran. Die Stadt verbindet jahrtausendealte Siedlungsgeschichte mit persischen Gärten, Moscheen, einem historischen Basar und prächtigen Wohnhäusern. Mit dem kostenlosen Neywo-Audioguide für Kashan kannst du 18 Orte entdecken und ihre Geschichten direkt vor Ort hören.
Die wichtigsten Kashan Sehenswürdigkeiten
Tepe Sialk: mehr als 7.500 Jahre Geschichte
Tepe Sialk liegt in der Nähe des Fin-Gartens und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten auf dem iranischen Plateau. Die Anlage besteht aus einem nördlichen und einem südlichen Hügel, die etwa 600 Meter voneinander entfernt liegen.
Die Fundschichten reichen von der Jungsteinzeit über die Kupfersteinzeit und die protoelamische Zeit bis zur Eisenzeit. Die ältesten bekannten Überreste auf dem nördlichen Hügel stammen ungefähr aus der Zeit zwischen 6000 und 5700 v. Chr. Auf dem südlichen Hügel liegt eine große, stufenförmige Lehmziegelplattform, die häufig als Zikkurat von Sialk bezeichnet wird. Vorsichtiger wird sie heute als zikkuratähnliche Struktur beschrieben; ihre Errichtung wird auf etwa 2900 v. Chr. datiert.
Jalali-Burg und Eishäuser
Im Stadtgebiet von Kashan erinnert die Jalali-Burg, auf Persisch Qaleh-ye Jalali, gemeinsam mit den nahe gelegenen Eishäusern an die seldschukische Vergangenheit der Stadt. Die historische Anlage ist als iranisches Nationalerbe anerkannt.
Ameri-Haus: ein weitläufiges Herrenhaus
Das Ameri-Haus an der Alavi-Straße gehört zu den berühmten historischen Wohnhäusern Kashans. Die Anlage wurde ursprünglich während der Zand-Ära als Familiensitz von Agha Ameri, dem Gouverneur von Kashan, erbaut. Nach Schäden durch ein Erdbeben im 18. Jahrhundert wurde sie im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut und während der Kadscharenzeit erweitert.
Besonders anschaulich ist die Anordnung rund um mehrere Innenhöfe. Das Haus umfasst etwa 7000 Quadratmeter und 85 Zimmer. Zu den Bereichen gehören unter anderem Wasserhöfe, Iwane, Räume mit drei Türen und Empfangsräume mit sieben Türen. Die sorgfältig aufeinander abgestimmte Architektur vermittelt einen Eindruck von der Größe eines bedeutenden iranischen Herrenhauses.
Agha-Bozorg-Moschee und Koranschule
Die Agha-Bozorg-Moschee im Zentrum von Kashan verbindet eine Moschee mit einer Madrasa, also einer religiösen Schule. Der Komplex steht mit Mulla Mahdi Naraqi dem Zweiten in Verbindung, der als Agha Bozorg bekannt war.
Eine Inschrift datiert das Gebäude auf das Jahr 1248 des islamischen Kalenders, also auf 1832 oder 1833. Andere Hinweise legen den Bau in die Jahre zwischen 1844 und 1850, während der Herrschaft von Mohammad Shah Qajar. Als Baumeister gilt Ustad Haj Sa’ban-ali. Direkt neben der Anlage liegt das Mausoleum von Khaje Taj od-Din, das im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde.
Dschame-Moschee von Kashan
Die Dschame-Moschee von Kashan, auch Zentrale Moschee von Kashan genannt, gilt als ältestes Bauwerk der Stadt. Ihre Ursprünge reichen in die Seldschukenzeit zurück. An der Südostecke ragt das einzige Ziegelminarett über das Gebäude hinaus. Eine kufische Inschrift nennt das Jahr 466 der Hidschra, also 1074.
Der Innenraum ist schlicht gegliedert: Im Hof liegt ein Wasserbecken, davor befindet sich ein Iwan, der in den kuppelüberwölbten Innenraum führt. Zur Moschee gehören außerdem zwei große Gebetshallen auf Höhe des Hofes sowie eine unterirdische Winterhalle.
Basar von Kashan
Der überdachte Basar im Zentrum ist weit mehr als eine Einkaufsstraße. Sein Hauptdurchgang ist ungefähr drei Kilometer lang. Der Komplex wird mit der Safawidenzeit verbunden, soll aber ältere seldschukische Ursprünge haben. Während der Safawidenzeit wurde er renoviert.
Bei einem Rundgang zeigt sich, wie viele Funktionen hier zusammenkommen: Der Basar umfasst Moscheen, Grabmäler, Arkadengänge, Bäder und Wasserreservoirs aus verschiedenen Epochen. Zu den besonderen Bereichen gehören die Karawanserei Amin od-Dowleh, die Timcheh und das Saray-e Bakhshi.
Meydan-Moschee am Sang-e-Ghadimi-Platz
Die Meydan-Moschee steht an der Südseite des Sang-e-Ghadimi-Platzes direkt neben dem Basar. Ihr ursprünglicher Bau stammt wahrscheinlich aus der Seldschukenzeit. Nach ihrer Zerstörung während des Mongoleneinfalls wurde sie unter Khwaja Emad al-Din wiederaufgebaut und instand gesetzt.
Achte auf das Eingangsportal mit seiner traditionellen iranischen Bautechnik. Die Moschee besaß ursprünglich hohe Iwane, einen großen Innenhof, einen überwölbten Innenraum, einen Schabestan und einen Saal mit Wasserbecken. Besonders berühmt war einst der mit kunstvollen Keramikfliesen verkleidete Mihrab.
Tabrizi-Moschee
Die Tabrizi-Moschee, auch Tabriziha-Moschee genannt, liegt im Malek-Basarche und stammt aus der Kadscharenzeit. Sie wurde 1797 von Mohammad Hosseyn Tabrizi fertiggestellt.
Am Portal fallen Keramikfliesen im Haft-Rang-Stil auf, dessen Name „sieben Farben“ bedeutet. Im Gebetssaal wird die Decke von 18 Bögen getragen. Ziegel, Keramikfliesen und Inschriften prägen den Innenraum; Koranverse erscheinen in weißer Nasch-Schrift auf ultramarinblauem Grund.
Soltani-, Al-Nabi-, Al-Husayn- und Baba-Wali-Moschee
Bei einem Rundgang durch Kashan begegnen dir außerdem mehrere weitere Moscheen. Die Soltani-Moschee liegt nur wenige Schritte vom Basarbereich entfernt und ist als iranisches nationales Kulturerbe anerkannt. Die Al-Nabi-Moschee und die Al-Husayn-Moschee an der Amir-Kabir-Straße gehören ebenfalls zu den Gotteshäusern der Stadt.
Die Baba-Wali-Moschee steht unter besonderem Schutz und ist als iranisches nationales Kulturerbe anerkannt. Diese kleineren Stationen ergänzen den Rundgang durch die historischen Viertel Kashans.
Mausoleum von Qazi Asad und Vali-Soltan-Platz
Am Ende der Fazel-Naraqi-Straße liegt das Mausoleum von Qazi Asad, auf Persisch Aramgah-e Qazi Asad. Die Stätte ist als iranisches nationales Kulturerbe anerkannt.
Im Zentrum des Vali-Soltan-Viertels befindet sich der gleichnamige historische Platz aus der Safawidenzeit. In seiner Mitte steht eine Plattform, die früher für Trauerzeremonien, Ta’zieh-Aufführungen und ähnliche Veranstaltungen genutzt wurde. Der Platz ist als iranisches nationales Kulturerbe eingetragen.
Fin-Garten
Der Fin-Garten, Bagh-e Fin, gehört zu den berühmtesten historischen persischen Gärten Kashans. Wasser, Bäume, geschlossene Höfe und elegante Gebäude bilden eine ausgewogene Anlage, deren Geschichte bis in die Safawidenzeit zurückreicht. Die heute erhaltene Anlage wurde 1590 fertiggestellt.
Becken, Kanäle, Springbrunnen und fließendes Wasser bestimmen die Gestaltung. Hohe alte Bäume sorgen für Schatten, während Mauern, Türme und der zentrale Innenhof dem Garten einen abgeschlossenen Charakter geben. Der Fin-Garten gehört zu einer Gruppe von neun persischen Gärten, die in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden.
Was tun in Kashan? Die Stadt zu Fuß erkunden
Ein Kashan-Stadtrundgang führt dich besonders dicht an die Geschichte der Stadt heran: von der Jalali-Burg und dem Ameri-Haus zu den Moscheen, dem Basar und den historischen Plätzen. Auch der Fin-Garten und Tepe Sialk zeigen, dass Kashans Geschichte weit über die prächtigen Wohnhäuser und religiösen Bauten hinausreicht.
Wenn du anschließend Isfahan, Tehran, Yazd oder Kerman besuchst, bietet Kashan einen eigenständigen Blick auf die Architektur und Geschichte des Iran.
Kashan mit dem kostenlosen Neywo-Audioguide entdecken
Neywo bietet in Kashan einen kostenlosen Audioguide mit 18 erzählten Orten. Dazu gehört ein Rundgang über 4,29 km mit einer Dauer von 117 Minuten und 10 kommentierten Stationen. Die Route führt unter anderem zur Hosseiniyeh Shahzadeh Ali Akbar, zum Mausoleum von Qazi Asad, zur Jalali-Burg, zum Ameri-Haus, zur Agha-Bozorg-Moschee, zur Dschame-Moschee, zur Soltani-Moschee, zur Tabrizi-Moschee, zum Basar und zur Meydan-Moschee.
Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Audiobeschreibungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Lade Neywo herunter und erkunde Kashan zu Fuß, während die Geschichten genau dort beginnen, wo du sie brauchst.
Orte mit Audioguide in Kashan
8 Orte in Kashan mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Kashan
1 Tour in Kashan, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Kashans historisches Herz: Herrenhäuser, Moscheen und der große Basar
Durchquere Kashans Altstadt vom Platz Vali Soltan bis zum überdachten Basar. Besichtige das Ameri-Haus, ein Herrenhaus mit 85 Zimmern, besuche die seldschukische Burg und ihre Eishäuser, die Agha-Bzorg-Madrasa und die Jameh-Moschee mit ihrem einzigen Ziegelminarett. Anschließend kannst du dich in den mit Fliesen verzierten Moscheen des Basars verlieren.
Moschee und Hosseiniyeh des Propheten · Mausoleum von Qazi Asad · Dschalali-Burg · Grīče-Park · Agha-Bozorg-Moschee · Freitagsmoschee von Kaschan …
Tour öffnen: Kashans historisches Herz: Herrenhäuser, Moscheen und der große Basar
Kashan mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Kashan einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







