Tiraspol Sehenswürdigkeiten (Republik Moldau): Audioguide
Tiraspol Sehenswürdigkeiten: Was du in der Stadt sehen kannst
Tiraspol ist die Hauptstadt Transnistriens und eine Stadt, deren Stadtbild von Festungsgeschichte, sowjetischer Vergangenheit und orthodoxer Tradition geprägt ist. Zu den wichtigsten Tiraspol Sehenswürdigkeiten gehören die historische Festung, Museen, Kirchen, Theater und weitläufige Parks. Ein kostenloser Tiraspol Audioguide von Neywo begleitet dich dabei mit 12 gesprochenen Orten.
Tiraspol Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte
Festung von Tiraspol
Die Festung von Tiraspol, auch Mittlere Festung genannt, gehört zu den bedeutendsten Verteidigungsanlagen des 18. Jahrhunderts am linken Ufer des Dnister. Sie wurde zwischen 1792 und 1793 unter dem Kommando des russischen Generals Alexander Suworow errichtet. Der Entwurf stammte vom französischen Architekten François Sainte de Wollant.
Die Stadt Tiraspol entstand rund um die Mauern dieser Festung und wurde auf Erlass Katharinas der Großen gegründet. Wer Tiraspol zu Fuß erkundet, beginnt hier deshalb an einem Ort, der eng mit der Entstehung der Stadt verbunden ist.
Borodino-Platz
Der Borodino-Platz im westlichen Teil Tiraspols gilt als ältester Platz der Stadt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lag hier das Zentrum der Festung. Damit ist der Platz einer der Orte, an denen Tiraspols Geschichte besonders deutlich sichtbar wird.
In seiner Umgebung liegen die Karl-Liebknecht-Straße, die Prawda-Straße, die Rajewski-Gasse und die Krupskaja-Straße. Direkt am Platz befindet sich außerdem das Haus der Offiziere der Russischen Armee. Nicht weit entfernt wurde der russische Dekabrist und Dichter Wladimir Rajewski innerhalb der Festung vier Jahre lang festgehalten.
Kirche der Altgläubigen
Die Kirche der Altgläubigen in der Lunatscharski-Straße ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung in Moldau. Das Kirchengebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und gehört zu den besonderen religiösen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Bemerkenswert ist, dass sie die einzige Kirche in Tiraspol ist, die während der sowjetischen Jahre nie geschlossen wurde. Sie sollte nicht mit der Edinoverie-Pokrowskaja-Kirche verwechselt werden, die 1934 zerstört wurde.
Ehemaliges Kino „Oktober“
Das Gebäude des ehemaligen Kinos „Oktober“ erinnert an die sowjetische Epoche Tiraspols. Seinen Namen erhielt das Kino nach der Oktoberrevolution von 1917, einem Ereignis, das zur Machtübernahme der Bolschewiki und später zur Gründung der Sowjetunion führte.
Der Ort steht damit nicht nur für ein früheres Kino, sondern auch für die politische Geschichte, die das Stadtbild und die Identität Tiraspols lange geprägt hat.
Kotowski-Museum
Das Kotowski-Museum befindet sich im ehemaligen Stadthotel „Paris“. Es ist dem roten Kommandeur Grigori Kotowski und den Einsätzen seiner Kavalleriebrigade in Moldawien und der Ukraine während des Bürgerkriegs gewidmet.
Das Museum gilt als eine der bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten Tiraspols. Sein Standort verbindet die Militärgeschichte der Region mit einem Gebäude, das selbst eine ungewöhnliche Vergangenheit als Hotel mit dem Namen der französischen Hauptstadt besitzt.
Frauenkloster der Darstellung der Gottesmutter und des heiligen Pachomius
Mitten im Pokrowski-Park liegt das Frauenkloster der Darstellung der Gottesmutter und des heiligen Pachomius. Es ist auch als Wwedensko-Pachomijewski-Kloster bekannt und gehört zur Diözese Tiraspol der Moldauischen Orthodoxen Kirche, die dem Moskauer Patriarchat untersteht.
Das Kloster bildet einen religiösen Kontrast zu den militärischen und sowjetischen Erinnerungsorten der Stadt.
Staatliche Schewtschenko-Universität Transnistrien
Die Staatliche Schewtschenko-Universität Transnistrien ist die größte Hochschule Transnistriens und gilt als älteste Universität in Moldau. Ihre Geschichte begann 1930 mit der Gründung eines Instituts für öffentliche Bildung auf Grundlage einer örtlichen pädagogischen Fachschule.
1933 wurde die Einrichtung in das Moldauische Pädagogische Institut umgewandelt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von 1941 bis 1944 nach Buguruslan in der Region Orenburg evakuiert. Später entwickelte sie sich zum Staatlichen Pädagogischen Taras-Schewtschenko-Institut von Tiraspol. Heute besteht die Universität aus zwölf über die Stadt verteilten Gebäuden und bietet Vollzeit- und Teilzeitstudiengänge an.
Staatliches Dramatheater Nadeschda Aronetzkaja
Das Staatliche Dramatheater Nadeschda Aronetzkaja zählt zu den ältesten Theatern Moldaus und ist ein historisches sowie architektonisches Denkmal von nationaler Bedeutung. Es öffnete Anfang der 1930er-Jahre erstmals seine Türen, als Tiraspol die Hauptstadt der Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik war.
Aus dem ursprünglichen Theaterstudio entwickelte sich zunächst ein städtisches Dramatheater und später ein republikanisches Theater für Drama und Komödie.
Siegespark
Der Siegespark ist der wichtigste Kultur- und Erholungspark Tiraspols. Seit 1947 gehört er zu den beliebtesten Treffpunkten der Stadt. Die weitläufige Grünanlage umfasst 15 Hektar und bietet mitten in Tiraspol Raum zum Spazierengehen, Erholen und Abschalten.
Einheimische nennen den Park manchmal auch Dschungelpark. Er zeigt eine ruhigere, alltägliche Seite der Stadt und ergänzt die historischen Stationen im Zentrum.
Kirche des Schutzes der Gottesmutter
Die orthodoxe Kirche des Schutzes der Gottesmutter ist vor Ort als Pokrowskaja-Kirche bekannt. Sie gehört zur Eparchie Tiraspol und Dubăsari innerhalb der Moldauischen Metropolie der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Bevor die Kathedrale der Geburt Christi fertiggestellt wurde, war sie der wichtigste orthodoxe Gottesdienstort der Stadt. Ihre Geschichte macht deutlich, welche zentrale Rolle sie einst im religiösen Leben Tiraspols spielte.
Die Moldauische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik
Wer die Geschichte Tiraspols und Transnistriens verstehen möchte, begegnet auch der früheren Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik. Sie bestand vom 12. Oktober 1924 bis zum 2. August 1940 als autonome Republik innerhalb der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik.
Ihr Gebiet umfasste den linksufrigen Teil des heutigen Moldaus, also den größten Teil des heutigen Transnistriens, sowie mehrere Bezirke in der heutigen ukrainischen Region Odessa. Die Republik war ein politisches Projekt der bolschewistischen Nationalitätenpolitik. Sie sollte pro-sowjetische Stimmungen in Bessarabien stärken und als Ausgangspunkt für sowjetischen Einfluss in Richtung Balkan dienen.
Tiraspol zu Fuß erkunden mit Neywo
Wenn du Tiraspol auf eigene Faust entdecken möchtest, bietet Neywo zwei geführte Spaziergänge an. Die erste Route führt auf 5 Kilometern in 105 Minuten von der Festung von Tiraspol über den Borodino-Platz, die Kirche der Altgläubigen und das ehemalige Kino „Oktober“ zum Kotowski-Museum. Dabei gibt es fünf erzählte Stationen.
Die zweite Route ist 1,88 Kilometer lang, dauert 47 Minuten und umfasst vier Stationen. Sie verbindet das Frauenkloster, die Schewtschenko-Universität, das Staatliche Dramatheater Nadeschda Aronetzkaja und den Siegespark.
Die Neywo-App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die gesprochenen Geschichten sind in 11 Sprachen verfügbar. So kannst du Tiraspol individuell entdecken und die Stadt mit einem kostenlosen Audioguide für die Republik Moldau verbinden – oder deine Reise mit einem Besuch in Chisinau ergänzen.
Orte mit Audioguide in Tiraspol
8 Orte in Tiraspol mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Festung Tiraspol
Kotovsky-Museum in Tiraspol
Altgläubigenkirche in Tiraspol
Transnistrische Staatliche Taras-Schewtschenko-Universität
Kloster der Darstellung Mariens und des heiligen Pachomius
Siegespark in Tiraspol
Moldauische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik
Kirche der Fürbitte der Gottesmutter in Tiraspol
Touren auf eigene Faust in Tiraspol
2 Touren in Tiraspol, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Von Suworows Festung zum Kotowski-Museum: das imperiale Tiraspol
Tiraspol entstand rund um eine russische Festung aus dem 18. Jahrhundert am Dnister, und seine ältesten Straßen zeugen noch heute von dieser imperialen Vergangenheit. Du gehst von der Festung und dem Borodino-Platz, auf dem Kutusows Denkmal steht, nach Osten zur Altgläubigenkirche, die während der Sowjetzeit nie geschlossen wurde, zu einem sowjetischen Kino und zum Museum der Roten Kavallerie in einem ehemaligen Hotel.
Festung Tiraspol · Denkmal für die Kolchosbauern · Altgläubigenkirche in Tiraspol · Denkmal für die Kolchosbauern · Kotovsky-Museum in Tiraspol
Tour öffnen: Von Suworows Festung zum Kotowski-Museum: das imperiale Tiraspol - Zu Fuß
Kloster, Campus und Bühne: Tiraspols grüner Osten
Ein ruhiger Spaziergang durch die östliche Hälfte Tiraspols: ein Frauenkloster im Pokrowski-Park, die älteste Universität Moldaus, das Schauspieltheater aus den ersten Jahren der Republik als Hauptstadt und schließlich die grünen Wege des Siegesparks, der vor Ort als Jungle Park bekannt ist.
Kloster der Darstellung Mariens und des heiligen Pachomius · Transnistrische Staatliche Taras-Schewtschenko-Universität · Staatliches Dramatheater Nadejda Aronetskaya · Siegespark in Tiraspol
Tour öffnen: Kloster, Campus und Bühne: Tiraspols grüner Osten
Tiraspol mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Tiraspol einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.