Palma zu Fuß entdecken (Spanien): Stadtrundgang

Palma Sehenswürdigkeiten: Was du in der Inselhauptstadt sehen kannst
Die wichtigsten Palma Sehenswürdigkeiten reichen von der gotischen Kathedrale La Seu und dem Königspalast La Almudaina bis zu mittelalterlichen Befestigungen, Klöstern und Gebäuden des Modernisme. Viele Orte liegen in und um die Altstadt und lassen sich zu einem abwechslungsreichen Palma Stadtrundgang verbinden. Neywo bietet dafür einen kostenlosen Audioguide für Palma mit 91 erzählten Orten.
Palma ist die Hauptstadt der Balearen und vereint auf engem Raum verschiedene Schichten ihrer Geschichte: muslimische und christliche Bauwerke, mittelalterliche Stadtmauern, gotische Kirchen und moderne Kunst. Wenn du überlegst, was tun in Palma, ist ein Rundgang durch das historische Zentrum ein guter Ausgangspunkt.
Palma Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte
Kathedrale von Palma – La Seu
Direkt an der Strandpromenade erhebt sich die Kathedrale von Palma, die vor Ort La Seu genannt wird. Sie liegt zwischen dem Königspalast La Almudaina und dem Bischofspalast; zu ihren Füßen verlaufen die alten Stadtmauern, dahinter erstreckt sich das Mittelmeer.
Der Bau begann 1229, kurz nachdem König Jakob I. von Aragón Mallorca erobert hatte. Einer Legende zufolge gelobte er die Errichtung einer Kathedrale, nachdem er einen heftigen Sturm auf See überlebt hatte. 1346 wurde La Seu von seinem Enkel Jakob III. geweiht, doch die Arbeiten dauerten bis weit ins 17. Jahrhundert. Auch heute finden Restaurierungen und Erneuerungen statt.
Das Gotteshaus steht an der Stelle einer Moschee aus der muslimischen Herrschaftszeit und gilt als herausragendes Beispiel katalanischer oder levantinischer Gotik. Das Hauptschiff ist etwa 44 Meter hoch, das Gebäude ungefähr 120 Meter lang und 40 Meter breit. Seit 1931 ist die Kathedrale als historisch-künstlerisches Denkmal geschützt.
Königspalast La Almudaina
Gegenüber der Kathedrale liegt der Königspalast La Almudaina. Seine Geschichte reicht von antiken römischen Fundamenten über eine muslimische Festung bis zum mittelalterlichen Palast.
Der Bau des heutigen Palastes begann 1281, als König Jaume II. die muslimische Anlage umgestalten ließ. Unter Sancho I. und Jaume III. wurden die Arbeiten fortgesetzt und 1343 abgeschlossen. Ein Jahrhundert lang war La Almudaina Sitz des Königreichs Mallorca; 1349 ging der Palast an die Krone von Aragón über.
Heute ist La Almudaina eine der offiziellen Residenzen der spanischen Königsfamilie und wird von Patrimonio Nacional betreut.
Burg Bellver
Südwestlich des Stadtzentrums thront die Burg Bellver auf einem Hügel. Von hier aus reicht der Blick über Palma, den Hafen und die Tramuntana-Berge. Die gotische Festung wurde Anfang des 14. Jahrhunderts im Auftrag von König Jakob II. von Mallorca errichtet.
Besonders auffällig ist ihr vollkommen kreisrunder Grundriss. Bellver gehört damit zu den wenigen Rundburgen Europas. Der Name geht auf das mittelalterliche katalanische „bell veer“ zurück und bedeutet „schöne Aussicht“. Achte beim Rundgang auf die romanischen Arkaden im unteren Bereich. Die Burg beherbergt heute das Historische Museum von Palma.
Gran Hotel
An der Plaza Weyler steht das Gran Hotel, eines der bedeutenden Gebäude des Modernisme in Palma. Lluís Domènech i Montaner entwarf die reich verzierte Fassade mit Skulpturen und Keramiken. Das Hotel wurde am 9. Februar 1903 eröffnet und galt zeitweise als luxuriösestes Hotel der Insel sowie bis zur Eröffnung des Ritz in Madrid als bestes Hotel Spaniens.
Zur ursprünglichen Ausstattung gehörten eigene Stromgeneratoren, Warmwasser, Heizung und ein Aufzug. Nach der Schließung 1941 übernahm der Staat das Gebäude. Heute befindet sich dort das Kulturzentrum CaixaForum.
Oratori de Sant Feliu
Das Oratori de Sant Feliu ist eine kleine Kirche im historischen Zentrum. Der eher bescheidene Sakralbau bildet einen ruhigen Kontrast zu den großen Monumenten rund um La Seu und La Almudaina.
Convent de les Caputxines
Versteckt in der Pfarrei Sant Jaume liegt das Convent de les Caputxines, auch Convent de la Puríssima Concepció genannt. Das historische Kloster wurde 1662 gegründet und ist bis heute aktiv.
Ursprünglich lebten hier Kapuziner-Klarissen. Heute wird die Anlage von Franziskanerinnen des Dritten Ordens betreut. Gerade die abgeschirmte Lage macht das Kloster zu einer stillen Station zwischen den belebteren Straßen der Altstadt.
Convent de Santa Teresa
Zwischen der Rambla und den ruhigeren Straßen Horts und de les Tereses befindet sich das Convent de Santa Teresa. Leonor Ortiz gründete das Kloster 1613 in ihrem eigenen Haus. Der Bau begann 1616, die heutige Kirche wurde 1648 fertiggestellt.
Die Kirche besitzt den Grundriss eines lateinischen Kreuzes, ein Langhaus mit Tonnengewölbe und eine Kuppel auf Pendentifs. Auf der Fassade steht eine Statue der heiligen Teresa. Zum Komplex gehören außerdem ein rechteckiger Kreuzgang mit gedrückten Bögen und ein Kapitelsaal mit Rippengewölbe.
Torre de Paraires
Der Torre de Paraires bewachte einst gemeinsam mit dem Torre de Portopí den Eingang zum alten Hafen. Zwischen den Türmen konnte eine schwere Kette gespannt werden, um die Hafeneinfahrt zu schließen.
In Dokumenten wird der quadratische Turm erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Um 1470 diente er als Quarantänestation und erhielt deshalb den Beinamen „Stopptornet“. Später verlor er durch den Bau der Fortaleza de Sant Carles an militärischer Bedeutung. Mehrere Stockwerke mit Schießscharten und eine in die Mauer eingebaute Treppe sind erhalten. 1876 wurde der Turm zum historisch-künstlerischen Denkmal erklärt.
Centro de Historia y Cultura Militar
Das Museum für Geschichte und Militärkultur befindet sich in den ehemaligen Klostergebäuden der Kirche Santa Margalida. Die Kirche zählt zu den wenigen erhaltenen Beispielen früher städtischer Gotik auf Mallorca.
Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage als Kloster für Augustinerinnen gegründet und diente der Gemeinschaft mehr als fünfhundert Jahre lang. Im 19. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung in ein Militärkrankenhaus. Heute bewahrt das Museum Objekte aus der militärischen Vergangenheit Mallorcas.
Kirche Santa Eulalia
Die Kirche Santa Eulalia steht auf einem kleinen Platz in der Altstadt und gehört zu den frühesten christlichen Kirchen, die nach der katalanischen Eroberung von 1229 auf Mallorca errichtet wurden. Sie entstand auf den Grundmauern einer ehemaligen muslimischen Moschee und wird bereits 1236 als eine der vier ursprünglichen Pfarreien der Insel erwähnt.
Im 13. Jahrhundert fanden hier bedeutende Zeremonien statt, darunter 1256 der Privilegieneid und 1276 die Krönung von Jakob II. von Mallorca. Die gotische Kirche wurde über mehrere Jahrhunderte hinweg vollendet: Die Kapelle Santa Lucia entstand 1414, das Dach wurde erst 1570 fertiggestellt.
El Temple
El Temple, auch Castell del Temple genannt, bewachte einst den östlichen Zugang zu Palma. Erhalten sind unter anderem eine spätromanische Kapelle, Teile der ursprünglichen Mauer und die beiden Tortürme, die als Torres del Temple bekannt sind.
Die Befestigungsanlage stammt aus dem 12. Jahrhundert. Nach der Eroberung Mallorcas 1229 übergab Jakob I. den Ort den Templern. Sie wandelten die Moschee in eine romanische Kapelle um. Nach der Auflösung des Templerordens 1311 ging die Anlage an die Johanniter über. Später diente sie als Gefängnis, Sitz der Inquisition und Kaserne.
Weitere Kirchen und Klöster beim Palma Stadtrundgang
Auch abseits der bekanntesten Bauwerke gibt es beim Palma zu Fuß erkunden viel zu entdecken:
- Die Església de Santa Creu ist eine der ältesten Pfarrkirchen Palmas. Unter ihrem Chor liegt die Krypta von Sant Llorenç.
- Die Església de Santa Fe de Palma im Viertel Calatrava stammt aus dem 14. Jahrhundert und gilt als Kulturgut der Stadt.
- Sant Antoni de Viana, auch Sant Antoniet genannt, geht auf ein 1230 gegründetes Kloster der Antonianer zurück. Der frühere Kreuzgang ist als besuchbarer Raum erhalten.
- Das Sant-Jeroni-Kloster wurde im 15. Jahrhundert für Hieronymitinnen gegründet und war bis zum Umzug der Gemeinschaft 2015 ununterbrochen bewohnt.
- Die Església de Santa Creu und Santa Eulalia zeigen besonders deutlich die Prägung Palmas durch die katalanische Gotik.
Palma Audioguide: Palma mit Neywo entdecken
Neywo bietet einen kostenlosen Palma Audioguide mit sechs Spaziergängen, einer Busroute und einer Fahrradroute. Insgesamt führen die Touren zu 91 erzählten Orten. Die sechs Spaziergänge sind zwischen 1,15 und 4,52 Kilometer lang und dauern zwischen 59 und 116 Minuten. Sie behandeln unter anderem La Seu und die Könige von Mallorca, Kaufmannspaläste und den Modernisme, Bastionen und den Hafen, Klöster sowie die Burg Bellver und die Küste von Portopí.
Zusätzlich gibt es eine 5,6 Kilometer lange Busroute mit 24 Minuten Dauer und sechs erzählten Stopps sowie eine 4,1 Kilometer lange Fahrradroute mit 20 Minuten Dauer und drei erzählten Stopps. Die Geschichten werden abgespielt, sobald du den jeweiligen Ort erreichst. Du bestimmst dein eigenes Tempo – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan.
Lade Neywo herunter und erkunde Palma Schritt für Schritt: Die App erzählt dir die Geschichte jedes Ortes, sobald du dort ankommst. Die Erzählungen sind in elf Sprachen verfügbar. Auch Mahon, Ibiza und Ciutadella kannst du mit Neywo entdecken.
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8 Touren in Palma, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
La Seu und die Könige von Mallorca
Beginne mit einem schwingenden Calder-Mobile in den königlichen Gärten. Besuche anschließend den Palast der mallorquinischen Könige, den Palau March und die Kathedrale am Meer, deren Bau vier Jahrhunderte dauerte. Überquere den Platz zum Palau del Consell und zur Plaça de Cort, dem Herzen der Altstadt, mit ihrem 600 Jahre alten Olivenbaum. Schlendere weiter durch Innenhöfe, ein Museum für zeitgenössische Kunst in einem Adelspalast, das Museu de Mallorca, gotische Kirchen, die auf ehemaligen Moscheen errichtet wurden, und die Franziskanerbasilika.
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Kaufmannspaläste und modernistisches Palma
Folge den alten Kaufmannsstraßen vom Innenhof des Can Solleric bis zum Gran Hotel, Palmas erstem Wahrzeichen des Modernisme. Unterwegs kommst du an barocken Palästen, einer gotischen Kirche und dem Principal-Theater vorbei, dann am Juan-March-Museum. Zum Abschluss spazierst du zwischen den Palästen Can Vivot, Can Catlar, Can Olesa und Can Oleo.
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Bastionen, Seefahrer und zeitgenössische Kunst
Spaziere am westlichen Rand der Altstadt entlang, wo die Renaissance-Mauern auf das Meer treffen. Sieh die gotische Seehandelsbörse, eine Kirche des Malteserordens und die Bastion Es Baluard, heute ein Museum für moderne Kunst mit Blick über die Bucht.
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Klöster, Kreuzgänge und die Basilika Sant Miquel
Erkunde den ruhigeren Norden der Altstadt, in dem Klöster und Kirchen das Straßenbild prägen. Besuche die gotische Església de la Sang, die Concepció und La Misericòrdia, anschließend Kapuziner- und Karmeliterklöster, eine Basilika aus dem 13. Jahrhundert sowie Kirchen, die dem heiligen Philipp Neri und der heiligen Margareta geweiht sind.
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Calatrava, Templer und Klöster im Osten
Durchquere das Viertel Calatrava in Richtung des östlichen Stadtrands. Komm an den ehemaligen Getreide- und Strohplätzen, dem Standort der Festung der Templer und einer Reihe stiller Klöster und Kirchen vorbei.
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Burg Bellver und die Küste von Portopí
Beginne bei der runden gotischen Burg Bellver über der Bucht, steig hinunter zur lebhaften Plaça Gomila und folge anschließend der Küste bis zur alten Hafeneinfahrt: zum Wachturm Torre de Paraires, zum Leuchtturm von Portopí, zum Fort San Carlos und zur königlichen Sommerresidenz Marivent.
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EMT-Linie 35: Von der Kathedrale zur Aquariumküste
Palmas Stadtbus 35 fährt von der Plaça de la Reina neben der Kathedrale ab, kommt am Calder-Mobile, an den Palästen der Altstadt und am Gran Hotel vorbei und folgt anschließend der Uferpromenade bis zum Aquàrium. Fahr mit, um Altstadt und Strandviertel auf einmal zu sehen.
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Tour öffnen: EMT-Linie 35: Von der Kathedrale zur Aquariumküste - Mit dem Rad
Passeig Marítim mit dem Rad: Am Wasser zu den alten Mauern
Radle auf den ebenen Radwegen an Palmas Bucht von Es Molinar bis zur Altstadt. Beende die Route am Consolat de Mar und an der Bastion Es Baluard, während die Kathedrale über dem Hafen aufragt.
Teatre del Mar · Consolat de Mar de Palma · Es Baluard
Tour öffnen: Passeig Marítim mit dem Rad: Am Wasser zu den alten Mauern
Palma mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Palma einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







