Suriname Reiseführer: Stadtrundgänge mit Audioguide
1 Stadt in Suriname.
Suriname Sehenswürdigkeiten: Was du in dem südamerikanischen Land entdecken kannst
Suriname ist ein kleines Land an der Nordküste Südamerikas, das von Flüssen, Regenwald und einer außergewöhnlich vielfältigen Gesellschaft geprägt ist. Mehr als 90 Prozent des Staatsgebiets sind von Regenwald bedeckt, während sich das städtische Leben vor allem in Paramaribo konzentriert. Wer Suriname besucht, entdeckt daher nicht nur Natur, sondern auch eine Geschichte, in der indigene Kulturen, europäische Kolonialmächte, afrikanische Diaspora und asiatische Einwanderung miteinander verbunden sind. Neywo bietet einen kostenlosen Audioguide für 1 Stadt in Suriname mit 29 erzählten Orten und 2 Spaziergängen – verfügbar in 11 Sprachen.
Suriname Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten
Paramaribo: das Zentrum des Landes
Paramaribo bildet das Zentrum des städtischen Lebens in Suriname. Die Stadt ist der wichtigste Ausgangspunkt, um die Geschichte und die kulturelle Vielfalt des Landes kennenzulernen. Auf den Wegen durch die Hauptstadt begegnen dir Orte, an denen sich koloniale Vergangenheit, religiöse Vielfalt und das moderne Leben Surinames überschneiden.
Der Neywo-Audioguide für Paramaribo umfasst 29 erzählte Orte. Zu den wichtigsten Stationen gehören Fort Zeelandia, die Readytex Art Gallery, der Suriname River und der Bezirk Paramaribo.
Fort Zeelandia und die koloniale Geschichte
Fort Zeelandia steht für die europäische Auseinandersetzung um das Gebiet des heutigen Suriname. Niederländische und englische Siedler gründeten entlang der fruchtbaren Flussebenen Plantagenkolonien. Unter niederländischer Herrschaft waren die Zuckerplantagen auf die Arbeit versklavter Afrikaner angewiesen.
Die Geschichte des Landes ist deshalb eng mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden. Hunderttausende versklavte Afrikaner wurden nach Suriname gebracht. Fort Zeelandia ist ein wichtiger Ort, um diese koloniale Vergangenheit und die späteren Entwicklungen des Landes einzuordnen.
Der Suriname River und das Tiefland
Flüsse prägen die Landschaft und die Geschichte Surinames. Die meisten Menschen leben im landwirtschaftlich genutzten Tiefland des Nordens, während der Süden weitgehend vom Regenwald bedeckt ist. Der Suriname River gehört zu den Orten, an denen sich die Bedeutung des Wassers für Siedlungen, Landwirtschaft und Verbindungen im Land besonders gut nachvollziehen lässt.
Auch die Plantagenkolonien entstanden entlang der fruchtbaren Flussebenen. Die Flüsse sind damit nicht nur landschaftliche Elemente, sondern Teil der wirtschaftlichen und politischen Geschichte Surinames.
Readytex Art Gallery und die kulturelle Gegenwart
Die Readytex Art Gallery gehört zu den Stationen in Paramaribo, an denen die kulturelle Gegenwart des Landes sichtbar wird. Kunst bietet einen Zugang zu einer Gesellschaft, in der keine einzelne ethnische Gruppe die Mehrheit stellt und in der viele Familiengeschichten zusammenkommen.
Nach der Abschaffung der Sklaverei wurden Vertragsarbeiter vor allem aus Britisch-Indien und Niederländisch-Ostindien angeworben. Ihre Nachkommen bilden heute gemeinsam mit den Nachkommen versklavter Afrikaner und indigenen Gemeinschaften einen Teil der vielfältigen Bevölkerung. Diese verschiedenen Hintergründe prägen auch das kulturelle Leben und die Kunst des Landes.
Sprachen im Alltag
Niederländisch ist die Amtssprache Surinames und wird in Regierung, Bildungswesen, Wirtschaft und Medien verwendet. Suriname ist das einzige unabhängige Land außerhalb Europas, in dem Niederländisch diese Rolle innehat.
Im Alltag wird jedoch nicht nur Niederländisch gesprochen. Sranan Tongo, eine auf dem Englischen basierende Kreolsprache, dient weithin als gemeinsame Sprache. Auch Englisch wird häufig gesprochen und verstanden. Für Besucher ist diese sprachliche Mischung ein hörbarer Ausdruck der multikulturellen Gesellschaft des Landes.
Religionen und eine vielfältige Gesellschaft
In Suriname treffen unterschiedliche Glaubensrichtungen aufeinander. Neben christlichen Gemeinschaften gibt es für die Verhältnisse in Amerika verhältnismäßig große muslimische und hinduistische Bevölkerungsanteile.
Diese Vielfalt steht in Verbindung mit der Geschichte der Einwanderung und der Vertragsarbeit. Nach dem Ende der Sklaverei kamen Menschen vor allem aus Britisch-Indien und Niederländisch-Ostindien nach Suriname. Zusammen mit den indigenen Völkern und den Nachkommen versklavter Afrikaner formten sie eine Gesellschaft, in der viele Traditionen nebeneinander bestehen.
Feiertage, die Herkunft sichtbar machen
Öffentliche Feiern erinnern in Suriname an die Ankunft verschiedener Einwanderergemeinschaften. Der indische Ankunftstag, Prawas Din genannt, sowie die javanischen und chinesischen Ankunftstage beziehen sich auf die ersten Schiffe, die Menschen dieser Gemeinschaften nach Suriname brachten.
Zum Jahreswechsel feiern die Menschen Oud jaar, auch Owru Yari genannt. Der Name bedeutet „altes Jahr“. Um Mitternacht werden lange Bänder aus Feuerwerkskörpern gezündet, die als pagaras bekannt sind. Solche Feiern machen die Geschichte der Bevölkerung nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar und gemeinschaftlich erlebbar.
Regenwald und die Landschaft Surinames
Mehr als 90 Prozent des Landes sind von Regenwald bedeckt. Damit gehört der Wald zu den prägendsten Merkmalen Surinames. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich Landwirtschaft und Bevölkerung vor allem auf das Tiefland im Norden.
Die Landschaft zeigt, wie unterschiedlich Suriname auf engem Raum ist: Im Norden liegen die wichtigsten Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiete, während der Süden von weitläufigem Regenwald geprägt wird. Wer sich für Natur und Kultur interessiert, kann beide Seiten des Landes als zusammengehörige Teile seiner Geschichte betrachten.
Unabhängigkeit und die niederländische Verbindung
Suriname wurde am 25. November 1975 nach Verhandlungen mit den Niederlanden unabhängig. Die niederländische Verbindung ist dennoch bis heute in der Sprache und in den kulturellen Beziehungen sichtbar.
Die Geschichte des Landes ist von Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit geprägt. Gleichzeitig erzählt sie von vielen Gemeinschaften, die unter sehr unterschiedlichen Umständen nach Suriname kamen und gemeinsam ein Land aufbauen. Diese Verbindung aus politischer Geschichte, Migration und kultureller Vielfalt gehört zu den wichtigsten Themen einer Reise durch Suriname.
Suriname mit Neywo entdecken
Neywo bietet in Suriname 2 Spaziergänge durch 1 Stadt. Insgesamt erwarten dich 29 erzählte Orte; die verfügbaren Touren sind als Spaziergänge angelegt. Die Geschichten sind in 11 Sprachen verfügbar.
Die App erzählt dir die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Lade Neywo herunter und erkunde Paramaribo so, dass du selbst entscheidest, wann du weitergehst und bei welchem Ort du länger bleibst.
Audioguides in Suriname
Für jede Stadt in dieser Liste wartet in der App ein Rundgang zum Selbstlaufen. Öffne Neywo, wo immer du in Suriname bist, und die Route entsteht um dich herum.