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Tashkent zu Fuß entdecken (Usbekistan): Stadtrundgang

Tashkent Sehenswürdigkeiten: Was du in der usbekischen Hauptstadt sehen kannst

Tashkent, die Hauptstadt von Usbekistan, verbindet religiöse Architektur, sowjetische Stadtgeschichte, Museen und markante Bauwerke. Zu den wichtigsten Tashkent Sehenswürdigkeiten gehören die Kukeldash- und Barakhan-Medrese, das Amir-Timur-Museum, der Fernsehturm und mehrere Orte, die an die bewegte Geschichte der Stadt erinnern. Neywo bietet einen kostenlosen Audioguide für Tashkent mit 91 erzählten Orten.

Tashkent Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte

Kukeldash-Medrese und Chorsu-Platz

Die Kukeldash-Medrese liegt direkt am Chorsu-Platz und nahe dem Chorsu-Basar im historischen Zentrum. Das Bauwerk entstand um 1570 und gehört zu den größten der einst 23 Medresen im alten Tashkent. Gelbe Ziegel, ein rechteckiger Grundriss und ein großer Innenhof prägen die Anlage.

Um den Hof liegen auf zwei Etagen die ehemaligen Studentenzellen. Besonders auffällig ist das etwa 20 Meter hohe Hauptportal mit seinen beiden flankierenden Türmen und glasierten Fliesen, deren Muster Sterne zeigen.

Barakhan-Medrese im Hazrati-Imam-Komplex

Die Barakhan-Medrese ist Teil des Hazrati-Imam-Komplexes und entstand aus mehreren Bauwerken, die im 16. Jahrhundert zu einem religiösen Ensemble zusammengeführt wurden. Den Anfang bildete ein Mausoleum im östlichen Teil; später kam ein zweites, Suyunchkhodja Khan gewidmetes Mausoleum mit Kuppel hinzu.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Komplex zu einer Medrese umgebaut. Benannt ist sie nach Navruz Ahmed Khan, der auch unter dem Namen Barak Khan bekannt war. Ihre Architektur gehört zu den eindrucksvollsten Beispielen mittelalterlicher Baukunst in Tashkent.

Amir-Timur-Museum

Das Amir-Timur-Museum widmet sich dem Leben und Vermächtnis von Amir Timur, auch Tamerlan genannt, sowie der von ihm gegründeten Timuriden-Dynastie. Es wurde 1996 zum 660. Jahrestag seiner Geburt eröffnet.

Auch das Gebäude selbst ist bemerkenswert: Es ist 31 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 70 Metern und erstreckt sich über drei Stockwerke. Mehr als 5.000 Exponate beleuchten die Geschichte Zentralasiens während der Herrschaft Amir Timurs und der Timuriden.

Palast des Großfürsten Nikolai Konstantinowitsch Romanow

Der Palast des Großfürsten Nikolai Konstantinowitsch Romanow wurde 1891 errichtet. Die Architekten W. S. Geintselman und A. L. Benois entwarfen ihn für den russischen Großfürsten, der nach Turkestan verbannt worden war.

Der romanisch-byzantinische Stil lässt das Gebäude eher wie eine Festung oder ein Jagdschloss wirken als wie eine klassische Residenz. Die Räume waren zwischen dem Großfürsten und seiner Frau aufgeteilt: Sein Bereich lag im linken, ihrer im rechten Flügel. In der Nähe des Eingangs stand einst die Iosifo-Georgievskaja-Kirche.

Denkmal des Mutes

Das Denkmal des Mutes erinnert an das schwere Erdbeben von Tashkent im Jahr 1966. Es wurde im April 1976, zum zehnten Jahrestag der Katastrophe, am Ufer des alten Anhor-Kanals enthüllt.

Im Zentrum steht eine Bronzeskulptur: Ein Mann schützt eine Frau und ein Kind vor der Gewalt des Erdbebens. Davor befindet sich ein schwarzer Kubus aus Labradorit. In ihn sind das Datum des Erdbebens, der 26. April 1966, und ein Zifferblatt mit der Uhrzeit 5:23 eingemeißelt. Ein Riss im Stein symbolisiert den Bruch der Erde.

Staatliches Geschichtsmuseum Usbekistans

Das Staatliche Geschichtsmuseum Usbekistans wurde 1876 als Volksmuseum von Turkestan gegründet. Im Laufe seiner Geschichte trug es verschiedene Namen und wurde 1992 unter seiner heutigen Bezeichnung neu organisiert.

Das heutige Gebäude stammt aus den frühen 1970er-Jahren und wurde während der Sowjetzeit errichtet. Als ältestes Museum dieser Art in Zentralasien bewahrt es zentrale Zeugnisse des historischen Erbes Usbekistans.

Staatliches Museum für Angewandte Kunst

Das Staatliche Museum für Angewandte Kunst wurde 1937 als vorübergehende Ausstellung lokaler Handwerkskunst gegründet. Heute umfasst seine Sammlung mehr als 4.000 Exponate aus über 20 Handwerkskategorien.

Zu sehen sind unter anderem Holzschnitzereien, Keramik, Metallarbeiten, Schmuck, Goldfadenstickerei, Textilien und traditionelle Kleidung. Das Museum vermittelt einen konzentrierten Eindruck vom dekorativen und handwerklichen Erbe Usbekistans.

Fernsehturm von Tashkent

Der Fernsehturm von Tashkent ist 375 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk Zentralasiens. Er wurde zwischen 1978 und 1985 errichtet, um Fernseh- und Radiosignale über ganz Usbekistan zu verbreiten.

Der vollständig aus Stahl gebaute Turm steht im Bezirk Yunusabad nahe der Metrostation Bodomzor. Für Besucher ist eine Aussichtsplattform in 97 Metern Höhe geöffnet. Von dort bietet sich ein weiter Blick über die Stadt.

Eisenbahnmuseum

Das Museum für Eisenbahntechnik ist das einzige Museum dieser Art in Usbekistan. Es wurde am 4. August 1989 im Zentralen Kulturpalast der Eisenbahner eröffnet.

Die Sammlung umfasst Dampf- und Diesellokomotiven, Eisenbahnwagen sowie weitere Geräte, die auf der usbekischen Hauptstrecke im Einsatz waren. Viele Exponate befinden sich im Freien und zeigen anschaulich den Umfang des Eisenbahnbetriebs.

Weitere Museen und historische Orte

Wer Tashkent zu Fuß erkunden möchte, findet auch abseits der großen Wahrzeichen besondere Stationen. Das Polytechnische Museum widmet sich der Entwicklung des Automobils und zeigt Fahrzeuge aus der Zeit zwischen 1800 und 1900.

Das Sergei-Jessenin-Museum bewahrt das Andenken des russischen Dichters. Seine Sammlung in Tashkent gilt als die zweitbedeutendste unter den Jessenin-Museen weltweit – nach dem Museum an seinem Geburtsort.

Im Tamara-Khanum-Gedenkhaus erinnern Bühnenkostüme an die usbekisch-sowjetische Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin und Choreografin. Das Museum wurde 1994 eröffnet und geht auf eine Ausstellung ihrer Kostüme aus dem Jahr 1986 zurück.

Auch die Alexander-Newski-Kirche gehört zu den bemerkenswerten historischen Bauwerken der Stadt. Die russisch-orthodoxe Kirche ist dem heiligen Alexander Newski geweiht und liegt auf dem Gelände des Friedhofs Nummer eins.

Spuren der Tashkenter Straßenbahn

Die Straßenbahn von Tashkent, vor Ort Toshkent tramvayi genannt, war einst das älteste und größte Straßenbahnnetz Zentralasiens. Der Betrieb begann am 29. Dezember 1912 und endete am 2. Mai 2016 nach mehr als einem Jahrhundert.

Damit verschwand ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte aus dem täglichen Verkehr. 2022 wurden Pläne zur Wiederherstellung der Straßenbahn angekündigt – die Geschichte dieses Netzes könnte also weitergehen.

Was tun in Tashkent? Fünf Stadtspaziergänge mit Neywo

Ein Tashkent Stadtrundgang lässt sich mit Neywo flexibel gestalten. Die App erzählt die Geschichte eines Ortes genau dann, wenn du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan.

In Tashkent gibt es fünf Spaziergänge:

  • Alt-Tashkent und das heilige Viertel: 4,26 km, 117 Minuten und 10 erzählte Stationen, darunter Kukeldash-Medrese, Chorsu-Basar und Barakhan-Medrese.
  • Timur, Zaren und Oper: 4,4 km, 110 Minuten und 7 Stationen, unter anderem das Denkmal des Mutes, das Geschichtsmuseum und das Amir-Timur-Museum.
  • Das imperiale Tashkent: 4,28 km, 99 Minuten und 7 Stationen im russischen Viertel, darunter die Herz-Jesu-Kathedrale und die Alexander-Newski-Kirche.
  • Paläste, Puppen und Kunst: 5 km, 111 Minuten und 8 Stationen mit Museen, dem Ok-Saroy-Präsidentenpalast und dem Staatlichen Museum für Angewandte Kunst.
  • Sowjetische Bühnen und heilige Mausoleen: 2,92 km, 72 Minuten und 6 Stationen im Westen der Stadt.

Tashkent mit dem Audioguide entdecken

Lade Neywo herunter und erkunde Tashkent mit einem kostenlosen Audioguide. Die App bietet 91 erzählte Orte und fünf Spaziergänge. Jede Geschichte startet, sobald du den jeweiligen Ort erreichst – in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar.

Wenn du deine Reise durch Usbekistan fortsetzt, kannst du mit Neywo auch Samarkand, Bukhara und Khiva entdecken.

Orte mit Audioguide in Tashkent

8 Orte in Tashkent mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Tashkent

5 Touren in Tashkent, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Alt-Taschkent: Seidenstraßen-Basar und heiliges Viertel

    Starte an der Ukkoscha-Quellmoschee und der Hof-Freitagsmoschee von Khoja Ahror. Vorbei geht es an der Kukeldasch-Medresse aus dem 16. Jahrhundert und den blauen Kuppeln des Tschorsu-Basars, auf dem sich seit der Zeit der Seidenstraße Händler versammeln. Gehe nach Norden nach Hazrat Imam, dem geistlichen Herzen der Stadt, mit seinen mittelalterlichen Medressen, Mausoleen und der Moschee, in der eine der ältesten Koran-Handschriften aufbewahrt wird. Zum Schluss erreichst du das winzige Grabmal eines Meisterbaumeisters.

    4,3 km · 117 Min. · 10 Stopps

    Ukkoscha-Moschee · Qora Soqol ota Jome-Moschee · Koʻkaldosh-Madrasa (Taschkent) · Chorsu-Basar · Kaffal-Schaschi-Mausoleum · Barak-Chan-Medresse …

    Tour öffnen: Alt-Taschkent: Seidenstraßen-Basar und heiliges Viertel
  • Zu Fuß

    Timur, Zaren und Oper: Taschkents großes Zentrum

    Gehe vom Denkmal zum Gedenken an das Erdbeben von 1966 zum Amir-Timur-Platz, dem Herzen der modernen Hauptstadt. Unterwegs kommst du an einem Exilpalast eines Großfürsten, dem Staatlichen Geschichtsmuseum, einem Opernhaus aus der Sowjetzeit und einem kuppelförmigen Museum vorbei. Den Abschluss bilden die frühen Automobile im Polytechnischen Museum.

    4,4 km · 110 Min. · 7 Stopps

    Denkmal für die Opfer des Erdbebens von Taschkent 1966 · Romanow-Palast (Taschkent) · Staatliches Museum für Geschichte Usbekistans · Alisher-Navoiy-Opern- und Balletttheater · Amir-Timur-Platz · Amir-Timur-Museum …

    Tour öffnen: Timur, Zaren und Oper: Taschkents großes Zentrum
  • Zu Fuß

    Kaiserliches Taschkent: Das russische Viertel

    Nach der Eroberung von 1865 bauten die Russen neben der Altstadt eine neue europäische Stadt. Folge ihren Kirchen, einer Kadettenschule und dem ältesten Friedhof der Stadt und entdecke die lutherischen, katholischen und orthodoxen Gemeinschaften, die sich hier niederließen.

    4,3 km · 99 Min. · 7 Stopps

    Mukhtar-Aschrafi-Museum · Evangelisch-Lutherische Kirche Taschkent · Einkaufszentrum Sergeli · Kadettenkorps in Taschkent · Kirche der Fürsprache der Heiligen Jungfrau · Friedhof an der Botkin-Straße …

    Tour öffnen: Kaiserliches Taschkent: Das russische Viertel
  • Zu Fuß

    Paläste, Puppen und Kunst: Vom Weißen Palast zum Kunstmuseum

    Ein entspannter Spaziergang führt vom Museum des literarischen Erbes Usbekistans zum Weißen Palast des ehemaligen Präsidenten. Weiter geht es zum Puppentheater, in dem das erste Puppenfestival Asiens stattfand, zum Museum für angewandte Kunst, zum Denkmal für den Nationaldichter der Ukraine und zum Staatlichen Kunstmuseum.

    5 km · 111 Min. · 8 Stopps

    Staatliches Alischer-Navoiy-Literaturmuseum · Präsidentenpalast Oq Saroy · Republikanisches Puppentheater Usbekistans · Yunus-Rajabiy-Museum · Staatliches Museum für angewandte Kunst Usbekistans · Taras-Schewtschenko-Denkmal …

    Tour öffnen: Paläste, Puppen und Kunst: Vom Weißen Palast zum Kunstmuseum
  • Zu Fuß

    Sowjetische Bühnen und heilige Gräber: Taschkents Westen

    Eine kompakte Tour durch den Westen der Stadt: das Parlament, der weitläufige Freundschaftspalast der Völker aus der Sowjetzeit, das Muqimiy-Musiktheater, der Standort des alten Kuktscha-Tors und ein Schriftstellerdenkmal. Die Tour endet am Mausoleum eines Standartenträgers aus dem 19. Jahrhundert auf einem historischen Friedhof.

    2,9 km · 72 Min. · 6 Stopps

    Qora Soqol ota Jome-Moschee · Muqimiy-Theater · Palast der Völkerfreundschaft · Oliy Majlis · Aybek-Denkmal · Mausoleum von Chodscha Alambardor

    Tour öffnen: Sowjetische Bühnen und heilige Gräber: Taschkents Westen

Tashkent mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Tashkent einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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