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Ypern Sehenswürdigkeiten (Belgien): Audioguide

Ypern Sehenswürdigkeiten: Was du in der Stadt sehen kannst

Ypern, auch Ieper genannt, ist eine Stadt in Westflandern, deren Geschichte eng mit dem Ersten Weltkrieg verbunden ist. Gleichzeitig prägen rekonstruierte mittelalterliche Bauwerke, Kirchen und ehemalige Klöster das Stadtbild. Ein kostenloser [Ypern Audioguide] von Neywo erzählt dir an 23 Orten die Geschichte der Stadt, während du sie zu Fuß erkundest.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ypern

St.-Martins-Kathedrale

Die St.-Martins-Kathedrale gehört mit ihrer 102 Meter hohen Spitze zu den höchsten Bauwerken Belgiens. Die gotische Kirche wurde ursprünglich ab 1230 errichtet und mehr als ein Jahrhundert später vollendet. Im Ersten Weltkrieg wurde sie vollständig zerstört; zwischen 1922 und 1930 entstand sie als originalgetreue Rekonstruktion Stein für Stein neu.

Von 1561 bis 1801 war die Kirche Sitz des Bistums Ypern. Auch wenn das Bistum nicht mehr besteht, wird sie bis heute Kathedrale genannt und ist weiterhin die wichtigste katholische Kirche der Stadt. Spitzbögen, Kreuzrippengewölbe und hohe Lanzettfenster bestimmen ihren gotischen Charakter.

Tuchhalle und Yper Museum

Die gewaltige Tuchhalle, auf Niederländisch Lakenhalle, beherrscht den Marktplatz. Das zwischen 1200 und 1304 errichtete Gebäude war eines der größten Handelsgebäude Europas. Im Erdgeschoss wurde Tuch verkauft, während das Obergeschoss als Lager für Rohwolle und fertige Stoffe diente.

Mit einer Breite von 125 Metern und einem 70 Meter hohen Belfried war die Halle zugleich Handelszentrum und Ausdruck der bürgerlichen Selbstverwaltung. Im Belfried wurden Stadtrechte, Archive und die Stadtkasse aufbewahrt; außerdem regelten seine Glocken einst das tägliche Leben.

Die östliche Hälfte der Tuchhalle beherbergt heute das Yper Museum. Seine Sammlungen erzählen die Geschichte der Stadt und stehen in engem Zusammenhang mit dem historischen Gebäude selbst.

In Flanders Fields Museum

Im zweiten Stock der Tuchhalle befindet sich das In Flanders Fields Museum. Es widmet sich dem Ersten Weltkrieg und insbesondere den Kämpfen an der Westflandernfront. Das Museum ist nach dem Gedicht „In Flanders Fields“ des kanadischen Soldaten John McCrae benannt.

Persönliche Gegenstände, Multimedia und die Lebensgeschichten von vier Männern und Frauen machen den Krieg aus der Perspektive gewöhnlicher Menschen erfahrbar. Beim Eintritt erhältst du ein Armband mit einer Mohnblume, das als Schlüssel zur Ausstellung dient. Statt den Krieg zu verherrlichen, macht das Museum seine Sinnlosigkeit sichtbar.

Menen-Tor

Das Menen-Tor steht am östlichen Ausgang der Stadt, dort, wo einst ein Stadttor der Befestigungsanlagen von Vauban lag. Durch diesen Weg marschierten viele alliierte Soldaten von Ypern zu den Frontlinien am Ypernbogen und in Richtung Menen.

Das von Sir Reginald Blomfield entworfene Mahnmal wurde am 24. Juli 1927 eingeweiht. In seine Innen- und Außenwände sind mehr als 54.000 Namen britischer Soldaten und Soldaten des Commonwealth eingemeißelt, die vor dem 15. August 1917 im Ypernbogen fielen und kein bekanntes Grab haben. Der gewaltige, tonnengewölbte Durchgang bildet eine eindrucksvolle Halle des Gedenkens.

St.-Georgs-Gedächtniskirche

Die St.-Georgs-Gedächtniskirche ist ein anglikanisches Gotteshaus zum Andenken an mehr als 500.000 britische und Commonwealth-Soldaten, die in den drei Schlachten um den Ypernbogen starben. Der Grundstein wurde im Juli 1927 gelegt, die Weihe folgte im März 1929.

Architekt war Sir Reginald Blomfield, der auch das Menen-Tor entwarf. Im Inneren erinnern Gedenktafeln, Abzeichen und Denkmäler an Regimenter, Vereine und Familien. Die schlichte Kirche wirkt dadurch zugleich gemeinschaftlich und persönlich.

Sint-Jacobskerk

Die Sint-Jacobskerk liegt zwischen dem Menen-Tor und dem Lille-Tor. Ihre Geschichte reicht bis zu einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert zurück, die später gotisch erneuert wurde. Nach der Zerstörung im Ersten Weltkrieg blieb vor allem das Westportal aus dem 14. Jahrhundert erhalten.

Zwischen 1924 und 1926 wurde die Kirche unter Leitung des Architekten Jules Coomans wiederaufgebaut. Der spätgotische Turm, der erstmals 1636 hinzugefügt wurde, blieb unvollendet. Im Inneren befinden sich unter anderem Ausstattungsstücke aus der Werkstatt der Abtei Maredsous und das Gemälde „Die Anbetung der Hirten“ von Jan Cossiers aus Antwerpen, das um 1650 entstand.

Sint-Pieterskerk

In der Rijselstraat verbindet die Sint-Pieterskerk gotische und romanische Elemente. Die Kirche liegt direkt bei der Immaculata-Schule und ist von einem kleinen öffentlich zugänglichen Garten umgeben.

Schmale, hohe Mauern fassen den Garten ein. Auf ihnen sind Szenen aus dem Christentum dargestellt, die dem Ort eine ruhige und nachdenkliche Atmosphäre geben.

Lille-Tor

Das Lille-Tor ist das einzige erhaltene mittelalterliche Stadttor von Ypern und zugleich der älteste sichtbare Teil der einst mächtigen Befestigungsanlagen. Die Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich hieß das Tor Messines-Tor, später wurde es nach der Stadt Lille benannt.

Im 17. Jahrhundert passte der Militäringenieur Vauban die Anlage an, um sie widerstandsfähiger gegen Artillerie zu machen. Nach den schweren Schäden des Ersten Weltkriegs wurde das Tor sorgfältig wiederaufgebaut. Der kleine Fluss Ieperlee fließt durch den Torbogen; dadurch ist das Lille-Tor zugleich Land- und Wassertor und trennt den Majorgraben vom Schlossgraben.

Merghelynck-Museum

Das Merghelynck-Museum ist das einzige Museum in Flandern, das ausschließlich dem 18. Jahrhundert gewidmet ist. Original erhaltene Räume und Gegenstände vermitteln einen Einblick in das Alltagsleben dieser Epoche mitten im historischen Zentrum von Ypern.

Ehemalige Klöster und soziale Einrichtungen

Ypern bewahrt auch Spuren religiöser Gemeinschaften und städtischer Fürsorge. Die Abtei Onze-Lieve-Vrouw ter Nieuwe Plant wurde 1239 im Dorf Roesbrugge gegründet. Nach Kriegen und Unruhen am Ende des 16. Jahrhunderts suchten die Schwestern innerhalb der Stadtmauern Schutz und ließen sich in der Oude Houtmarktstraat nieder. Neben der Abtei befindet sich das von den Schwestern geführte Lyceum Onze-Lieve-Vrouw ter Nieuwe Plant.

Das ehemalige Kloster der Schwarzen Schwestern, das Klooster van de Zwartzusters te Ieper, diente zugleich als Krankenhaus. Über Jahrhunderte versorgte die Gemeinschaft kranke und bedürftige Menschen der Stadt.

Vom Predikherenklooster, einem 1268 gegründeten Dominikanerkloster, sind heute keine oberirdischen Gebäude mehr erhalten. Es wurde 1797 während der Französischen Revolution aufgelöst. Der Straßenverlauf lässt jedoch noch erkennen, wo sich einst Kreuzgang und Gärten befanden.

Sint-Niklaaskerk und ehemaliges Stedelijk Museum

Die Sint-Niklaaskerk ist ein romanisch-byzantinischer Wiederaufbau aus dem 19. Jahrhundert. Der Vorgängerbau war bereits im Bildersturm von 1566 und später durch französische Revolutionstruppen schwer beschädigt worden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kirche erneut umfassend instand gesetzt.

Das Sint-Jansgodshuis war früher Sitz des Stedelijk Museum Ieper. Das Museum zog Ende 2017 aus; seine Sammlungen befinden sich dort nicht mehr. Das historische Gebäude bleibt dennoch ein Zeugnis der städtischen Fürsorge.

Ypern zu Fuß erkunden mit Neywo

Mit Neywo kannst du Ypern in deinem eigenen Tempo entdecken. Die App bietet zwei Walking-Touren und eine Bike-Route:

  • Eine Walking-Tour führt auf 1,71 Kilometern in etwa 89 Minuten vom Menen-Tor zur Tuchhalle und umfasst 10 erzählte Stationen.
  • Die zweite Walking-Tour ist 2,53 Kilometer lang, dauert etwa 87 Minuten und verbindet 9 Orte rund um Stadtmauern, Plätze und ruhigere Kirchen.
  • Die Bike-Route entlang der Vauban-Befestigung umfasst 0,8 Kilometer, dauert etwa 4 Minuten und hat 4 erzählte Stationen.

Die App spielt die Geschichte jedes Ortes ab, sobald du ihn erreichst – in deinem Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Lade Neywo kostenlos herunter und entdecke Ypern mit einem Audioguide, der dich durch die Stadt begleitet.

Für weitere Reiseideen in der Region findest du hier mehr über Flandern und Belgien. Auch Ostende und Nieuwpoort bieten sich als weitere Ziele in Flandern an.

Orte mit Audioguide in Ypern

8 Orte in Ypern mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Ypern

3 Touren in Ypern, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Aus Trümmern auferstanden: vom Menentor zur Tuchhalle

    Ypern wurde im Ersten Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht und Stein für Stein wiederaufgebaut. Starte unter dem Menentor, wo noch jeden Abend der Zapfenstreich erklingt, und folge dann den wiederaufgebauten Kirchen und Museen bis zur großen Tuchhalle, zum Dom und zur anglikanischen Gedenkkirche.

    1,7 km · 89 Min. · 10 Stopps

    Erste Flandernschlacht · St. Jakob (Ypern) · Hotel Museum Arthur Merghelynck · Bellegodshuis · Tuchhallen von Ypern · Yper Museum …

    Tour öffnen: Aus Trümmern auferstanden: vom Menentor zur Tuchhalle
  • Zu Fuß

    Wallanlagen, Plätze und stille Kirchen

    Ein gemütlicher Rundgang durch die südliche Hälfte der Altstadt. Du kommst am Lille-Tor und den erhaltenen Vauban-Wallanlagen vorbei und schlenderst anschließend an mittelalterlichen Kirchen, einem Dominikanerkloster und dem alten Fischmarkt entlang bis zum modernen kulturellen Zentrum der Stadt.

    2,5 km · 87 Min. · 9 Stopps

    Lille-Tor · Stadtmauern von Ypern · Sint-Jansgodshuis · St.-Petrus-Kirche · Predigerkloster · Fischmarkt …

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  • Mit dem Rad

    Ypern mit dem Fahrrad: entlang der Vauban-Wallanlagen

    Fahre auf der Vestingroute über die begrünten Wallanlagen, die noch immer die Altstadt umgeben. Starte an der Sint-Pieterskerk, passiere das Lille-Tor, folge den erhaltenen Vauban-Mauern und ende am Dominikanerkloster.

    0,8 km · 4 Min. · 4 Stopps

    St.-Petrus-Kirche · Lille-Tor · Stadtmauern von Ypern · Predigerkloster

    Tour öffnen: Ypern mit dem Fahrrad: entlang der Vauban-Wallanlagen

Ypern mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Ypern einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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