Zum Inhalt springen

Siem Reap (Kambodscha): Top-Sehenswürdigkeiten & Audioguide

Siem Reap Sehenswürdigkeiten: Was du in Siem Reap sehen und tun kannst

Siem Reap ist die kambodschanische Stadt am Rand des Angkor Archaeological Park und damit Ausgangspunkt für einige der bedeutendsten Tempel Südostasiens. Neben Angkor Wat erwarten dich gewaltige Tempelberge, von Bäumen überwachsene Ruinen und eine Stadt, deren Geschichte eng mit dem Khmer-Reich verbunden ist. Für Siem Reap gibt es von Neywo einen kostenlosen Audioguide mit 53 erzählten Orten.

Die wichtigsten Siem Reap Sehenswürdigkeiten

Angkor: eine gewaltige archäologische Stadt

Angkor ist kein einzelnes Monument, sondern ein riesiger archäologischer Park. Die Hauptstadt des Khmer-Reiches war einst ein außergewöhnlich großer vorindustrieller städtischer Komplex. Kanäle, Wasserbecken und Straßen verbanden die verschiedenen Bereiche miteinander.

Der Name Angkor geht auf das Sanskritwort „nagara“ zurück, das „Stadt“ bedeutet. Angkor Wat heißt wörtlich „Tempelstadt“, Angkor Thom „Große Stadt“. Die Anlage vermittelt deshalb nicht nur einen Eindruck von einzelnen Tempeln, sondern von einer ganzen Zivilisation.

Angkor Wat: der berühmteste Tempel

Angkor Wat ist der größte Hindu-Tempel Kambodschas und gilt als die größte religiöse Anlage der Welt. König Suryavarman II. ließ den Tempel zwischen 1113 und 1150 errichten. Ursprünglich war er Vishnu geweiht und als hinduistischer Staatstempel gedacht.

Die Architektur verbindet den Tempelberg mit Galerien, die sich auf mehreren Ebenen zur Mitte hin erheben. Ein breiter Wassergraben umgibt die Anlage. Die fünf lotusförmigen Türme im Zentrum werden meist als Darstellung des Berges Meru verstanden, des Wohnsitzes der Götter in hinduistischen und buddhistischen Kosmologien.

Angkor Thom und der Bayon

Angkor Thom war die letzte große Hauptstadt des Khmer-Reiches. König Jayavarman VII. ließ die befestigte Stadt Ende des 12. Jahrhunderts errichten. Sie war nahezu quadratisch angelegt, ungefähr neun Quadratkilometer groß und von einem Wassergraben sowie einer acht Meter hohen Mauer umgeben.

Im Zentrum steht der Bayon, der Staatstempel des Königs. Seine Türme tragen ruhige Gesichter, die in die vier Himmelsrichtungen blicken. Ursprünglich gab es 54 Türme mit insgesamt mehr als 200 Gesichtern; heute stehen noch 37 Türme. Bis heute wird diskutiert, ob die Gesichter Jayavarman VII. oder den Bodhisattva Avalokiteshvara darstellen.

Schon die Tore von Angkor Thom sind sehenswert. Auf dem Damm zum Südtor stehen Götter und Dämonen, die gemeinsam eine riesige Naga halten. Flachreliefs an den Tempeln zeigen Szenen aus der Regierungszeit des Königs und aus dem Alltag der Khmer.

Baphuon: der Goldene Berg

Baphuon erhebt sich als gewaltige Stufenpyramide im Wald von Angkor Thom. Die alten Khmer nannten den Tempel „Goldenen Berg“. Seine fünf Ebenen bilden ein Abbild des Berges Meru, des heiligen kosmischen Berges.

Die Pyramide erreicht ungefähr 25 Meter Höhe. Ihre Basis ist etwa 120 Meter lang und 100 Meter breit. Ein Forschungsteam untersuchte 2015 verborgene Eisenklammern im Mauerwerk und kam zu dem Ergebnis, dass Baphuon deutlich älter ist, als lange angenommen wurde.

Ta Prohm: Tempel und Dschungel

Ta Prohm liegt etwa einen Kilometer östlich von Angkor Thom und ist einer der markantesten Tempel von Angkor. Bäume wachsen durch die Ruinen, ihre Wurzeln ziehen sich durch Türöffnungen und drücken gegen die Mauern. Dadurch entsteht die eindrucksvolle Verbindung von Architektur und Natur, für die der Tempel bekannt ist.

König Jayavarman VII. gründete Ta Prohm im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert als buddhistisches Kloster und Bildungszentrum. Ursprünglich hieß die Anlage Rajavihara, „Königliches Kloster“, und war der Mutter des Königs in ihrer Gestalt als Prajnaparamita gewidmet.

Banteay Kdei und Preah Khan

Banteay Kdei ist ein buddhistischer Tempel aus der Zeit Jayavarman VII. Sein Name wird häufig mit „Zitadelle der Kammern“ übersetzt. Die Anlage ähnelt Ta Prohm und Preah Khan, ist jedoch kleiner und weniger komplex. Zwei Umfassungsmauern und zwei konzentrische Galerien prägen den Grundriss. Heute ist der Tempel stark verfallen, unter anderem wegen Baumängeln und der Qualität des verwendeten Sandsteins.

Preah Khan bedeutet „Königliches Schwert“. Der weitläufige Tempel war einst zugleich buddhistisches Kloster, Universität und Verwaltungszentrum. In seiner Blütezeit lebten hier fast hunderttausend Beamte, Diener, Tänzer und Priester. Galerien führen durch ein regelrechtes Labyrinth zum zentralen Heiligtum, während Würgefeigen und Seidenwollbäume den Stein überwachsen.

Ta Keo: ein unvollendeter Tempelberg

Ta Keo fällt durch seine strenge, fast schmucklose Erscheinung auf. Der Tempelberg besteht aus massiven Sandsteinblöcken, die ohne Mörtel präzise zusammengefügt wurden. Die geplanten Verzierungen fehlen fast vollständig, denn der Bau wurde nie vollendet.

Die Arbeiten begannen gegen Ende des 10. Jahrhunderts unter Jayavarman V. und wurden während der Herrschaft Suryavarman I. fortgesetzt. Nach dem Tod Jayavarman V. stellte man den Bau ein. Heute wirkt Ta Keo wie das strukturelle Skelett eines Tempels, der noch auf seine Skulpturen wartet.

Banteay Srei: feine Schnitzereien im rosafarbenen Sandstein

Etwa 25 Kilometer nordöstlich des Hauptkomplexes liegt Banteay Srei am Fuß des Phnom Dei. Der Name bedeutet „Zitadelle der Frauen“. Die kleine Tempelanlage besteht aus feinkörnigem rosafarbenem Sandstein, der besonders detailreiche Schnitzereien ermöglicht.

Auf Türstürzen und Giebeln finden sich Szenen aus dem Ramayana und dem Mahabharata. Die zentralen Türme sind kaum 15 Meter hoch. Banteay Srei wurde 967 während der Herrschaft von Jayavarman V. errichtet und wirkt trotz seiner geringen Größe bewusst vollständig und sorgfältig ausgearbeitet.

Banteay Samré: ein gut erhaltener Tempel

Banteay Samré bedeutet „Zitadelle der Samré“ und erinnert an ein antikes Volk aus der Region. Der Hindu-Tempel entstand zu Beginn des 12. Jahrhunderts während der Regierungszeiten von Suryavarman II. und Yasovarman II.

Seine kompakte Architektur erinnert an den Stil von Angkor Wat. Besonders vollständig wirkt die Anlage, weil sie zwischen 1936 und 1944 mit der Methode der Anastylose restauriert wurde: Die Steine wurden dokumentiert, abgetragen und anschließend wieder an ihren ursprünglichen Platz gesetzt.

Phnom Bakheng: Tempelberg über Angkor

Phnom Bakheng steht auf einem 67 Meter hohen Hügel und ist Shiva geweiht. König Yasovarman I. ließ den Tempel gegen Ende des 9. Jahrhunderts errichten. Er wurde zum zentralen Heiligtum von Yasodharapura, der neuen Hauptstadt des Königs.

Fünf Terrassen bilden die pyramidenartige Form des Tempelbergs. Die steilen Treppen führen zu einer höchsten Terrasse mit fünf Heiligtumstürmen: einem größeren zentralen Turm und vier kleineren. Insgesamt umfasst die Anlage 108 Heiligtumstürme.

Spean Thma und Thommanon

Spean Thma bedeutet auf Khmer „Steinbrücke“. Die Brücke liegt westlich von Ta Keo auf dem früheren Lauf des Siem-Reap-Flusses. 14 schmale Kraggewölbe überspannen das alte Flussbett. Viele Sandsteinblöcke wurden aus älteren Bauwerken wiederverwendet; deshalb wird angenommen, dass die heute sichtbare Brücke im 15. oder 16. Jahrhundert neu gebaut wurde.

Thommanon ist ein kleiner, eleganter Tempel östlich des Siegestors. Er entstand Anfang des 12. Jahrhunderts unter Suryavarman II. und ist sowohl Shiva als auch Vishnu geweiht. Seine Reliefs zeigen auch buddhistische Darstellungen und veranschaulichen den religiösen Synkretismus dieser Epoche.

Bakong und die Region Roluos

Bakong erhebt sich über der früheren Hauptstadt Hariharalaya, dem heutigen Roluos. König Indravarman I. ließ ihn Ende des 9. Jahrhunderts als offiziellen Staatstempel errichten. Der Tempel gilt als der erste Sandstein-Tempelberg des Khmer-Reiches und als wichtiger Ausgangspunkt des klassischen Angkor-Stils.

Die fünfstufige Pyramide stellt den Berg Meru dar. Laterit bildet den Kern des Bauwerks, Sandstein die Verkleidung. Die Gestaltung der Tore, Gewölbe und Treppen erinnert auffallend an den auf Java errichteten Borobudur.

Siem Reap zu Fuß erkunden

Nicht alle wichtigen Erlebnisse liegen in den Tempeln. Ein Siem Reap Stadtrundgang führt auch zu Orten innerhalb der Stadt, darunter das Angkor National Museum, die Royal Residence in Cambodia und Wat Damnak. So lässt sich die Geschichte der Region mit dem heutigen Siem Reap verbinden.

Wenn du Siem Reap besuchst, lohnt es sich deshalb, sowohl Zeit für den Angkor Archaeological Park als auch für die Stadt selbst einzuplanen. Die Tempel zeigen die politische und religiöse Macht des Khmer-Reiches; die Wege durch Siem Reap machen die Stadt als eigenen Ort erlebbar.

Siem Reap mit dem kostenlosen Neywo Audioguide entdecken

Mit Neywo kannst du Siem Reap in deinem eigenen Tempo erkunden. Der kostenlose Audioguide erzählt 53 Orte; die Geschichten starten, sobald du den jeweiligen Ort erreichst. Du brauchst keine Gruppe und keinen festen Zeitplan.

Zur Auswahl stehen fünf Spaziergänge und eine Fahrradroute:

  • fünf Spaziergänge mit insgesamt 26 erzählten Stopps
  • eine Fahrradroute über 11,2 Kilometer und 56 Minuten mit 10 Stopps
  • Spaziergänge zwischen 2,3 und 5,38 Kilometern sowie 53 und 120 Minuten

Die Routen führen unter anderem durch Angkor Thom, zum Bayon, von Victory Gate nach Ta Prohm, von Angkor Wat zum Phnom Bakheng und durch die Stadt von Siem Reap. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Lade Neywo herunter und erkunde die Tempel und die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad – in deinem Rhythmus, ohne Gruppe und ohne festen Ablauf.

Orte mit Audioguide in Siem Reap

8 Orte in Siem Reap mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Siem Reap

6 Touren in Siem Reap, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Angkor Thom: der Königsplatz und die Gesichter des Bayon

    Erkunde das Herz der letzten großen Khmer-Hauptstadt zu Fuß. Betritt sie durch das Südtor, vorbei am kleinen Tempel Baksei Chamkrong, stehe unter den lächelnden Türmen des Bayon und folge dem Prozessionsweg entlang der Elefantenterrasse und der Terrasse des Leprakönigs. Anschließend wanderst du durch den Wald zum steinernen Grundriss des Königspalasts und steigst zum Baphuon, dem goldenen Berg, hinauf.

    4,8 km · 115 Min. · 8 Stopps

    Baksei Chamkrong · Angkor Thom · Angkor Thom · Terrasse der Elefanten · Terrasse des Lepra-Königs · Preah Palilay …

    Tour öffnen: Angkor Thom: der Königsplatz und die Gesichter des Bayon
  • Zu Fuß

    Vom Siegestor nach Ta Prohm: kleine Tempel und eine Steinbrücke

    Verlasse Angkor Thom durch das Siegestor und entdecke eine ruhigere Seite von Angkor: den eleganten kleinen Tempel Thommanon, die alte Steinbrücke Spean Thma, den unvollendeten Tempelberg Ta Keo, die vom Dschungel umschlungenen Ruinen von Ta Prohm und die Zitadelle der Mönchszellen in Banteay Kdei. Die Tour endet am kleinen Ziegeltempel Prasat Kravan.

    5,4 km · 120 Min. · 6 Stopps

    Thommanon · Spean Thma · Ta Keo · Ta Prohm · Banteay Kdei · Prasat Kravan

    Tour öffnen: Vom Siegestor nach Ta Prohm: kleine Tempel und eine Steinbrücke
  • Zu Fuß

    Von Angkor Wat zum Phnom Bakheng: Tempel, Hügel und der erste Berg

    Beginne bei Angkor Wat, dem größten religiösen Bauwerk der Welt, und wandere anschließend zur kleinen Krankenhauskapelle Ta Prohm Kel und zum Hügel Phnom Bakheng, dem ersten in Angkor errichteten Tempel. Zum Abschluss geht es zum winzigen dreistöckigen Tempel Baksei Chamkrong am Südtor von Angkor Thom.

    3,3 km · 69 Min. · 4 Stopps

    Angkor Wat · Ta Prohm Kel · Phnom Bakheng · Baksei Chamkrong

    Tour öffnen: Von Angkor Wat zum Phnom Bakheng: Tempel, Hügel und der erste Berg
  • Zu Fuß

    Östlich von Angkor: das königliche Bad, Pre Rup und der Inseltempel

    Eine längere Tour durch die östlichen Tempel von Angkor: Srah Srang, das Reservoir des königlichen Bads, die drei Ziegeltürme von Bat Chum, der Tempelberg Pre Rup, an dem einst Bestattungen stattfanden, und East Mebon, der auf einer Insel inmitten des verschwundenen East Baray errichtet wurde.

    4,9 km · 89 Min. · 4 Stopps

    Srah Srang · Bat Chum · Pre Rup · Östlicher Mebon

    Tour öffnen: Östlich von Angkor: das königliche Bad, Pre Rup und der Inseltempel
  • Zu Fuß

    Siem Reap: Museum, königliche Villa und ein Lehrkloster

    Ein kurzer Spaziergang durch Siem Reap. Beginne im Angkor-Nationalmuseum, wo die Funde aus den Tempeln in acht Galerien ausgestellt sind, komme an der Villa des Königs in der Stadt sowie am französischen Viertel und am Alten Markt vorbei und ende in Wat Damnak, einem Lehrkloster, in dem Novizen in safranfarbenen Roben lernen.

    2,3 km · 53 Min. · 4 Stopps

    Angkor National Museum · Königlicher Palast Siem Reap · Siem Reap · Wat Damnak

    Tour öffnen: Siem Reap: Museum, königliche Villa und ein Lehrkloster
  • Mit dem Rad

    Angkor-Rundfahrt mit dem Fahrrad: von Angkor Wat nach Prasat Kravan

    Eine flache Radtour auf den Straßen des Archäologischen Parks von Angkor, wo Radfahren willkommen ist. Beginne bei Angkor Wat und fahre am kleinen Tempel Baksei Chamkrong, am Bayon und an der Elefantenterrasse in Angkor Thom vorbei. Verlasse die Stadt durch das Siegestor und fahre weiter nach Thommanon und Ta Keo, anschließend nach Ta Prohm, Banteay Kdei, zum königlichen Bad Srah Srang und zu den Ziegeltürmen von Prasat Kravan.

    11,2 km · 56 Min. · 10 Stopps

    Angkor Wat · Baksei Chamkrong · Angkor Thom · Terrasse der Elefanten · Thommanon · Ta Keo …

    Tour öffnen: Angkor-Rundfahrt mit dem Fahrrad: von Angkor Wat nach Prasat Kravan

Siem Reap mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Siem Reap einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

Rundgang in Siem Reap starten
App StoreDemnächst
Google PlayDemnächst