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Tiflis zu Fuß entdecken (Georgien): Stadtrundgang

Tiflis, Georgien

Tiflis Sehenswürdigkeiten: Was du in Georgiens Hauptstadt sehen kannst

Tiflis, die Hauptstadt von Georgien, verbindet mittelalterliche Kirchen, verschiedene religiöse Traditionen, Museen, Plätze und steile Hänge zu einem außergewöhnlich vielseitigen Stadtbild. Besonders die Altstadt, Narikala und die Wege rund um Rustaweli lassen sich gut zu Fuß entdecken. Ein kostenloser Tiflis Audioguide von Neywo erzählt dir an 165 Orten die Geschichte der Stadt.

Die wichtigsten Tiflis Sehenswürdigkeiten

Freiheitsplatz und Rustaweli-Allee

Der Freiheitsplatz, auf Georgisch Tavisuplebis moedani, liegt am östlichen Ende der Rustaweli-Allee und bildet einen Mittelpunkt des städtischen Lebens. Regierungsgebäude, der Hauptsitz der Bank of Georgia und das Marriott Hotel prägen seine Umgebung. In der Mitte steht das Freiheitsdenkmal: Die Bronzeskulptur zeigt den heiligen Georg im Kampf mit einem Drachen und wurde 2006 von Zurab Zereteli enthüllt.

Der Platz trug in verschiedenen Epochen unterschiedliche Namen. Im Russischen Kaiserreich hieß er Erivansky-Platz, während der Sowjetzeit Beria-Platz und später Lenin-Platz. Am 26. Juni 1907 wurde er Schauplatz eines bewaffneten Überfalls auf eine Bankkutsche. Bolschewistische Revolutionäre setzten dabei Bomben und Schusswaffen ein.

Kathedrale Mariä Himmelfahrt

In der Gia-Abesadse-Straße 4 steht die römisch-katholische Kathedrale Mariä Himmelfahrt, Sitz der Lateinischen Apostolischen Administration des Kaukasus. Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: 1240 gründeten Dominikaner hier ein Kloster, 1328 entstand eine dem heiligen Johannes dem Täufer geweihte Kathedrale.

Das heutige Gebäude wurde zwischen 1805 und 1808 von dem Mönch Philipo Foranian errichtet und später im 19. Jahrhundert erweitert. 1937 beschlagnahmten die sowjetischen Behörden die Kirche. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Georgiens wurde sie wieder religiös genutzt.

Sankt-Nikolaus-Kirche in Kharpukhi

Im abschüssigen Stadtteil Kharpukhi steht die Sankt-Nikolaus-Kirche an der Stelle eines früheren Zollhauses. Der Bau begann 1846 unter Erzpriester Vasily Andrianov. Finanziert wurde er von Griechen, die sich 1833 aus Anatolien in der Gegend niedergelassen hatten.

Die Backsteinkirche besitzt ein bläuliches Blechdach und eine Kuppel. Inschriften an der Ost- und Westwand stehen auf Griechisch, Georgisch und Russisch. Auffällig ist, dass die Jahreszahlen nicht übereinstimmen: Der georgische Text nennt 1854, die griechische und russische Fassung 1853. Während der Sowjetzeit war die Kirche geschlossen; in den 1980er-Jahren beherbergte sie die Bibliothek des georgischen Patriarchats.

Sankt Geworg von Mughni

Oberhalb der Jvaris-Mama-Kirche befindet sich die armenische Kirche des heiligen Geworg von Mughni, auch Sankt Georg von Mughni genannt. Sie geht auf das 13. Jahrhundert zurück, wurde in ihrer heutigen Form jedoch 1756 vollständig neu errichtet.

Das aus Ziegeln gebaute Gotteshaus hat einen kreuzförmigen Grundriss in einem Rechteck. Heute ist es eine Ruine, deren Kuppel eingestürzt ist. Unter der Zarenherrschaft fanden hier Versammlungen der Armenischen Wohltätigkeitsgesellschaft der Frauen von Tiflis statt. Außerdem wurden an diesem Ort Trauerriten für Mitglieder der armenischen Familie Bebutow abgehalten.

Smirnow-Museum und Hausmuseum von Jalil Mammadguluzadeh

Das Smirnow-Museum in der Galaktion-Tabidse-Straße 20 ist ein Kulturdenkmal und bewahrt künstlerische Zeugnisse in einem historischen Rahmen.

Nur wenige Schritte entfernt liegt das Hausmuseum von Jalil Mammadguluzadeh, eines aserbaidschanischen Schriftstellers und Publizisten. Er lebte und arbeitete von 1897 bis 1918 in diesem Haus. Zwischen 1906 und 1911 veröffentlichte er hier die satirische Zeitschrift Molla Nasraddin.

Das Museum befindet sich im ersten Stock eines mehr als zweihundert Jahre alten, zweistöckigen Hauses. Zu sehen sind Dokumente und Fotografien aus Mammadguluzadehs Zeit in Tiflis, Filmplakate zu Verfilmungen seiner Werke sowie Ausgaben von Molla Nasraddin. Eröffnet wurde das Museum am 11. Oktober 1997.

Vera-Park, Blaues Kloster und Kirche des Apostels Johannes

Im Vera-Park stehen zwei auffällige Kirchen. Die russisch-orthodoxe Kirche des Apostels Johannes wurde am 13. Mai 1901 geweiht. Ihr Bau wurde von der Gemeinde finanziert; verantwortlich waren der Bauingenieur K. Antonow und der Unternehmer L. Bakissow. Das stilisierte russische Erscheinungsbild hebt sie deutlich von ihrer Umgebung ab.

Das Lurji-Kloster, auch Blaues Kloster genannt, ist eine georgisch-orthodoxe Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist dem heiligen Andreas dem Erstberufenen geweiht. Ihren Beinamen verdankt sie den blau glasierten Ziegeln, die einst ihr Dach bedeckten.

Sameba-Kathedrale

Auf dem Sankt-Ilya-Hügel im Stadtteil Awlabari erhebt sich die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit, meist Sameba genannt. Sie ist die Hauptkathedrale der Georgisch-Orthodoxen Kirche. Der Bau begann Mitte der 1990er-Jahre und wurde 2004 nach Plänen des Architekten Archil Mindiaashvili fertiggestellt.

Die Architektur verbindet traditionelle georgische Kirchenformen mit byzantinischen Einflüssen. Zum Komplex gehören eine Unterkirche, ein freistehender Glockenturm und drei Kapellen. Eine Kapelle ist dem Propheten Elija gewidmet, eine weitere dem Heiligen Geist und eine dritte der Ikone der Gottesmutter von Iviron.

Abanotubani, Heydar-Aliyev-Park und Dschuma-Moschee

Im historischen Viertel Abanotubani liegt ein kleiner Park, der um ein Denkmal für Heydar Aliyev angelegt wurde. Er wurde am 14. Juni 2004 eröffnet. Je nach Quelle wird der Ort als Park oder als Platz bezeichnet.

Am Ende der Botanischen Straße, unterhalb der Festung Narikala, steht die Dschuma-Moschee. Sie ist die einzige erhaltene Moschee in der historischen Altstadt und damit ein wichtiger Teil der religiösen Vielfalt Tiflis’.

Metechi-Kirche

Die Metechi-Kirche steht auf einem Felsen über dem Fluss Kura und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Das heute sichtbare Gebäude ist größtenteils mittelalterlich. Ein großer Teil seiner Bausubstanz entstand zwischen 1278 und 1289 während der Herrschaft von König Demetrius II.

Einer mündlichen Überlieferung zufolge reichen die Ursprünge der Kirche bis ins 5. Jahrhundert zurück. Ihre Lage über dem Fluss macht sie zu einem markanten Bestandteil des Stadtpanoramas.

Narikala

Die Festung Narikala liegt auf einem steilen, felsigen Hügel zwischen den Schwefelbädern und dem Botanischen Garten. Die Anlage besteht aus zwei ummauerten Bereichen und ist in historischen Quellen auch unter den Namen Kala, Schuris-Ziche und Stadtfestung von Tiflis bekannt. Der Name Narikala wird mit „Narin-kala“, also „untere“ oder „kleine Festung“, erklärt.

Im unteren Hof steht die Sankt-Nikolaus-Kirche. Das heutige Gebäude wurde 1996 und 1997 errichtet und ersetzte eine durch einen Brand zerstörte Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Fresken im Inneren zeigen Szenen aus der Bibel und der Geschichte Georgiens.

Nationaler Botanischer Garten Georgiens

Am Fuß von Narikala beginnt der Nationale Botanische Garten Georgiens. Er erstreckt sich entlang der Schlucht Tsavkisis-Tskali an den südlichen Ausläufern der Sololaki-Bergkette und verbindet Wissenschaft, Bildung und Naturschutz.

Der Garten blickt auf eine mehr als dreihundertjährige Geschichte zurück. Bereits 1671 beschrieb der französische Reisende Jean Chardin an dieser Stelle königliche Gärten. Nach der Zerstörung während der persischen Invasion von 1795 wurde das Gelände im frühen 19. Jahrhundert wiederbelebt und 1845 offiziell als Botanischer Garten von Tiflis gegründet. Heute vereint er die Flora Georgiens mit Pflanzen aus aller Welt.

Buchmuseum

Das Buchmuseum von Tiflis wurde 2017 im ersten Gebäude der Nationalen Parlamentarischen Bibliothek Georgiens eröffnet. Es war das erste Museum seiner Art in Georgien und gilt als größtes Buchmuseum im Kaukasus.

Die Sammlung umfasst mehr als 19.000 seltene Bücher. Zu den Beständen gehören ein georgisch-italienisches Wörterbuch von 1629, Veröffentlichungen aus Wachtangs Druckerei und ein Inkunabel. Ein eigener Bereich widmet sich dem georgischen Epos Der Recke im Pantherfell mit Ausgaben auf Georgisch und in anderen Sprachen.

Was tun in Tiflis? Die Stadt mit Audioguide erkunden

Wenn du Tiflis zu Fuß erkunden möchtest, bietet Neywo vier Spaziergänge und eine Busroute an. Die Rundgänge dauern zwischen 69 und 111 Minuten und führen über 1,55 bis 3,1 Kilometer zu insgesamt 39 erzählten Stationen. Die Busroute ist 8,9 Kilometer lang, dauert 38 Minuten und umfasst 11 Stationen.

Die Spaziergänge führen durch die religiös vielfältige Altstadt, hinauf zu Narikala und Kartlis Deda, entlang der Rustaweli-Allee sowie vom modernen Kunstviertel zum Blauen Kloster. Die Busroute verbindet die Kura-Brücke mit Rustaweli und der Altstadt.

Ein Tiflis Stadtrundgang mit Neywo funktioniert ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan: Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du entscheidest selbst über Tempo und Reihenfolge. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar.

Von Tiflis aus kannst du außerdem weitere Städte in Georgien entdecken, darunter Gori, Kutaisi und Batumi.

Neywo herunterladen und Tiflis selbst entdecken

Lade Neywo kostenlos herunter und erkunde Tiflis mit vier Spaziergängen und einer Busroute. Die Touren reichen von 1,55 bis 8,9 Kilometern und dauern 38 bis 111 Minuten; zusammen bieten sie 50 erzählte Stationen. Die App spielt jede Geschichte dort ab, wo du dich gerade befindest – in deinem Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan.

Orte mit Audioguide in Tiflis

8 Orte in Tiflis mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Tiflis

5 Touren in Tiflis, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Alt-Tiflis: Viele Glaubensrichtungen auf einem Hügel

    Ein kurzer Spaziergang durch die Straßen unterhalb der Festung Narikala, wo georgisch-orthodoxe, armenische und jüdische Gemeinden seit Jahrhunderten Seite an Seite beten. Du kommst an versteckten armenischen Kirchen, einer Synagoge, der Sioni-Kathedrale und der alten Karawanserei vorbei, die heute das Geschichtsmuseum der Stadt beherbergt, überquerst den Gorgasali-Platz zum Felsen von Metekhi über der Kura und steigst dann hinauf nach Avlabari zu einer zerstörten armenischen Kirche und der Ejmiatsin-Kirche.

    2,1 km · 91 Min. · 11 Stopps

    Armenische Kirche der Heiligen Muttergottes Norashen · Jvaris-Mama-Kirche · St.-Georgs-Kirche · Große Synagoge · Sioni-Kathedrale · Jvaris-Mama-Kirche …

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  • Zu Fuß

    Hinauf zur Narikala und zur Mutter Georgiens

    Steige über die Betlemi-Treppe von der Altstadt zu der Festung hinauf, die seit 1.500 Jahren über Tiflis wacht. Begegne Kartlis Deda, der aluminiumfarbenen Mutter Georgiens mit ihrem Weinkelch und ihrem Schwert, schlendere über die Mauern der Narikala und steige zur letzten erhaltenen Moschee der Tifliser Altstadt hinab.

    1,6 km · 69 Min. · 8 Stopps

    Gudiashvili-Platz · Untere-Bethlehem-Kirche · Kirche der Heiligen Muttergottes von Bethlehem · Kartlis Deda · Heydar-Aliyev-Park · Nikolauskirche …

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  • Zu Fuß

    Rustaweli-Prospekt: Vom Freiheitsplatz zur Oper

    Tiflis’ prächtiger Boulevard führt dich vom Freiheitsplatz vorbei am Museum, das von der sowjetischen Besatzung erzählt, an der Kirche mit Fresken von Lado Gudiashvili und an der Nationalgalerie zum Rokoko-Rustaweli-Theater und zum neomaurischen Opernhaus.

    1,6 km · 86 Min. · 10 Stopps

    Überfall auf die Bank von Tiflis · Buchmuseum · Buchmuseum · Buchmuseum · Alexander-Newski-Kathedrale · Kaschweti-Kirche …

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  • Zu Fuß

    Von der modernen Kunst zum Blauen Kloster

    Verlasse den Prospekt und erkunde den ruhigeren Stadtteil Vera: ein Tsereteli-Museum, eine russisch geprägte Kirche auf dem Hügel, die Plätze und Akademie des intellektuellen Lebens der Stadt sowie das Lurdschi-Kloster aus dem 12. Jahrhundert im Vera-Park, benannt nach den blauen Ziegeln, die einst sein Dach bedeckten.

    3,1 km · 111 Min. · 10 Stopps

    Akaki Tschchenkeli · Michail-Twerskoi-Kirche · Schota-Rustaweli-Denkmal · Georgische Akademie der Wissenschaften · Johannes-Apostel-Kirche · Johannes-Apostel-Kirche …

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  • Im Bus

    Bus 331: Von der Kura-Brücke über Rustaweli in die Altstadt

    Ein regulärer Stadtbus fährt vom Bahnhofsplatz an der Königin-Tamar-Brücke vorbei und den Rustaweli-Prospekt hinunter zum Freiheitsplatz, zum Museum der sowjetischen Besatzung und zur Nationalgalerie. Anschließend überquert er den Fluss in die Altstadt zur Karapet-Kirche, zum Weinmuseum und zum Achundow-Haus und endet an der Nikolauskirche in Kharpukhi.

    8,9 km · 38 Min. · 11 Stopps

    Tamar-Brücke · Nationale Wissenschaftsbibliothek · Georgische Akademie der Wissenschaften · Schota-Rustaweli-Universität für Theater und Film · Überfall auf die Bank von Tiflis · Buchmuseum …

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Tiflis mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Tiflis einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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