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Ravenna (Italien): Top-Sehenswürdigkeiten & Audioguide

Ravenna, Italien

Ravenna Sehenswürdigkeiten: Was tun in Ravenna?

Ravenna ist eine Stadt in der Emilia-Romagna, die für ihre frühchristlichen Bauwerke und byzantinischen Mosaiken bekannt ist. Zwischen Basiliken, Baptisterien und historischen Palästen begegnen dir hier mehrere Schichten der Stadtgeschichte – von der römischen und ostgotischen Zeit bis zur byzantinischen Epoche. Neywo bietet dir für Ravenna einen kostenlosen Audioguide mit 91 erzählten Orten.

Ravenna Sehenswürdigkeiten: Was du sehen solltest

Basilica di San Vitale

Die Basilica di San Vitale gehört zu den berühmtesten Sakralbauten Ravennas. Der Bau begann 532, geweiht wurde die Kirche 547. Ihr achteckiger Grundriss, die Kuppel und die ungewöhnliche Verbindung römischer und byzantinischer Architektur machen sie bereits äußerlich bemerkenswert.

Im Inneren ziehen vor allem die Mosaiken die Aufmerksamkeit auf sich. Sie stehen mit Kaiser Justinian, Kaiserin Theodora und Bischof Ecclesius in Verbindung. Auch die Konstruktion ist ungewöhnlich: Hohle Terrakotta-Röhren wurden ineinandergesteckt und bildeten die Tragstruktur des zentralen Gewölbes.

Mausoleum der Galla Placidia

Direkt bei San Vitale liegt das Mausoleum der Galla Placidia, ein kleiner Bau in Form eines griechischen Kreuzes. Es entstand ungefähr zwischen 425 und 430. Durch die Fenster mit dünnen Alabasterplatten fällt ein sanft gefiltertes Licht auf die Mosaiken.

Besonders eindrucksvoll ist die sternenbedeckte Kuppel. Darunter erscheinen die Apostel und symbolische Tauben, die aus einem Gefäß trinken. Über dem Eingang ist Christus als junger, bartloser Guter Hirte dargestellt. Trotz seines traditionellen Namens war das Gebäude wahrscheinlich nicht Galla Placidia gewidmet: Sie starb in Rom und wurde dort beigesetzt. Auch der ursprüngliche Zweck des Baus ist unter Fachleuten nicht eindeutig geklärt.

Neonisches Baptisterium

Das Neonische Baptisterium, auch Baptisterium der Orthodoxen genannt, gilt als ältestes erhaltenes Gebäude Ravennas. Der achteckige Ziegelbau entstand Ende des vierten oder Anfang des fünften Jahrhunderts unter Bischof Ursus; Bischof Neon vollendete ihn gegen Ende des fünften Jahrhunderts.

Im Zentrum steht ein großes steinernes Taufbecken. Der wichtigste Blickfang befindet sich jedoch über dir: Mosaiken bedecken die Kuppel, die Bögen und die Nischen. Die acht Seiten des Gebäudes wurden symbolisch als die sieben Wochentage plus einen zusätzlichen Tag verstanden – als Hinweis auf Auferstehung und ewiges Leben. Der ursprüngliche Boden liegt heute etwa zwei bis drei Meter unter dem heutigen Geländeniveau.

Basilica di Sant’Apollinare Nuovo

Die Basilica di Sant’Apollinare Nuovo entstand zu Beginn des sechsten Jahrhunderts als Kapelle im Palast des ostgotischen Königs Theoderich. Ursprünglich war sie ein arianischer Gottesdienstraum. Nach dem Übergang Ravennas unter byzantinische Herrschaft wurde sie 561 durch Kaiser Justinian I. dem heiligen Martin von Tours geweiht.

Heute ist die Basilika vor allem für ihren außergewöhnlichen Mosaikzyklus bekannt. Die Darstellungen an den Seitenwänden zeigen unter anderem biblische Szenen, Heilige und Prozessionen. Der heutige Name stammt aus dem neunten Jahrhundert. Damals wurden die Reliquien des heiligen Apollinaris aus Sant’Apollinare in Classe hierhergebracht, weil die Küste Ravennas häufig von Piratenüberfällen betroffen war.

Basilica di Sant’Apollinare in Classe

Außerhalb des Stadtzentrums steht die Basilica di Sant’Apollinare in Classe, eines der bedeutenden Denkmäler byzantinischer Kunst in Ravenna. Die aus Ziegeln errichtete frühchristliche Kirche wurde im sechsten Jahrhundert fertiggestellt und 549 von Bischof Maximian geweiht. Sie ist dem heiligen Apollinaris gewidmet, der als erster Bischof von Ravenna und Classe gilt.

Die klare Basilikaform, das ausgeprägte Raumgefühl und die reiche Ausstattung gehören zu den Gründen, weshalb die Kirche als herausragendes Beispiel frühchristlicher Architektur gilt. Seit 1996 gehört sie zur UNESCO-Welterbestätte der frühchristlichen Bauwerke von Ravenna. Eine eigene Fahrradtour führt von den Stadttoren bis hierher.

Baptisterium der Arianer

Das Baptisterium der Arianer wurde während der Herrschaft Theoderichs für die arianische christliche Gemeinde errichtet. Der Bau begann Ende des fünften Jahrhunderts und wurde in der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts abgeschlossen. Wie das Neonische Baptisterium besitzt es einen achteckigen Grundriss.

Das Innere ist bewusst schlicht gehalten: Das Ziegelmauerwerk bleibt sichtbar, und vom Taufbecken ist nur eine runde Marmorplatte erhalten. Umso stärker wirkt das Mosaik in der Kuppel. Im Zentrum wird die Taufe Christi durch Johannes dargestellt.

Mausoleum des Theoderich

Das Mausoleum des Theoderich ist eines der charakteristischsten Bauwerke Ravennas und gilt als berühmtestes Grabbauwerk der Ostgoten. Der zweigeschossige Bau besteht aus großen Blöcken aus Aurisina-Stein und nicht aus Ziegeln. Sein Entwurf erinnert an römische Mausoleen, während die gotische Dekoration und der markante obere Abschluss einen eigenständigen Charakter schaffen.

Das genaue Baudatum ist nicht bekannt. Möglicherweise gab Theoderich der Große den Bau vor seinem Tod im Jahr 526 in Auftrag; ebenso könnte seine Tochter Amalasuntha die Arbeiten kurz danach beaufsichtigt haben. Errichtet wurde das Mausoleum als Ruhestätte eines ostgotischen Herrschers.

Erzbischöfliche Kapelle und Erzbischöfliches Museum

Die erzbischöfliche Kapelle, auch Kapelle des heiligen Andreas genannt, befindet sich im ersten Stock des erzbischöflichen Palastes. Sie ist eines der kleinsten UNESCO-Bauwerke Ravennas und gilt als das einzige bis heute erhaltene frühchristliche Oratorium.

Im selben historischen Komplex liegt das Erzbischöfliche Museum. Es wurde 1734 gegründet und gilt als das erste in Italien eingerichtete Diözesanmuseum. Zu seiner Sammlung gehören frühchristliche Reliquien, Fragmente aus Ravennas Kirchen und ein byzantinischer Elfenbeinthron aus dem sechsten Jahrhundert. Auch die private Kapelle des Bischofs mit ihren erhaltenen Mosaiken gehört zum Museum.

Kathedrale von Ravenna

Die Kathedrale von Ravenna ist der wichtigste Gottesdienstort der Stadt und Sitz des Erzbistums Ravenna-Cervia. Der heutige Bau gehört zur Barocktradition und entstand durch einen umfassenden Umbau im 18. Jahrhundert. Die ältere Ursiana-Basilika wurde abgerissen und durch die heutige Kathedrale ersetzt.

Die Geschichte des Bischofssitzes reicht jedoch viel weiter zurück. Als die Hauptstadt des Weströmischen Reiches 402 von Mailand nach Ravenna verlegt wurde, wurde auch der Bischofssitz aus dem nahe gelegenen Classe hierher übertragen. Seit 1940 ist die Kathedrale als Nationaldenkmal anerkannt.

Festung Brancaleone und Palastfragment Theoderichs

Die im 15. Jahrhundert von den Venezianern errichtete Festung Brancaleone, auch Rocca Brancaleone genannt, beherbergt heute einen Park. Hier verbinden sich die Spuren der Stadtgeschichte mit einem Ort, an dem du dich in der Gegenwart aufhalten kannst.

An der Via di Roma, nahe Sant’Apollinare Nuovo, erinnert außerdem ein erhaltenes Mauerwerksfragment an den sogenannten Palast des Theoderich. Von der ursprünglichen Struktur ist nur dieser Abschnitt erhalten.

Dantes Ravenna

Ravenna ist eng mit Dante Alighieri verbunden. In den Chiostri Francescani, den ehemaligen Franziskanerklöstern, befindet sich das Museo Dantesco. Das Museum wurde 1921 zum sechshundertsten Todestag des Dichters eröffnet und widmet sich seinem Leben, seinen Werken und seinem Einfluss auf Kunst und Kultur. Einen Schwerpunkt bildet Dantes Göttliche Komödie.

Die Räume liegen im ersten Stock des ehemaligen Klosters und befinden sich in der Nähe von Dantes letzter Ruhestätte. Ein Rundgang zu Dantes Ravenna führt außerdem zur Basilica di San Francesco, zum Palazzo della Provincia und zur Biblioteca comunale Classense.

Ravenna zu Fuß erkunden

Für einen ersten Ravenna-Stadtrundgang bietet sich eine Route zu den wichtigsten Mosaiken und Baptisterien an. Eine weitere Tour folgt den Spuren Theoderichs im östlichen Viertel. Wer sich für den Dichter interessiert, kann Ravenna auf einem Rundgang zu Dantes letztem Zuhause, der Piazza, der Bibliothek und seinem Grab entdecken.

Auch die Umgebung lässt sich einbeziehen: Eine Fahrradtour führt von den Stadttoren bis zur Basilica di Sant’Apollinare in Classe. So erreichst du eines der bedeutendsten frühchristlichen Bauwerke Ravennas auf einer eigenen Route.

Ravenna liegt in Italien und ist ein guter Ausgangspunkt, um weitere Orte der Region kennenzulernen, etwa Rimini, Ferrara oder Bologna.

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  • drei Spaziergänge mit 2,06 bis 2,92 Kilometern Länge, 92 bis 119 Minuten Dauer und jeweils 8 oder 12 erzählten Stationen
  • eine 5 Kilometer lange Fahrradtour mit 25 Minuten Dauer und 3 erzählten Stationen

Die Geschichten beginnen, sobald du den jeweiligen Ort erreichst. So erfährst du unterwegs mehr über Basiliken, Baptisterien, Museen und historische Spuren – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar.

Orte mit Audioguide in Ravenna

8 Orte in Ravenna mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Ravenna

4 Touren in Ravenna, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Ravennas Glanzzeit: Mosaike und Baptisterien

    Ravenna war eine kaiserliche Hauptstadt, und acht seiner Bauwerke gehören zum UNESCO-Welterbe. Auf diesem Rundgang verbindest du die schönsten: ein verborgenes römisches Haus mit steinernen Teppichen, das Oktogon von San Vitale, das sternenübersäte Gewölbe von Galla Placidia, das Baptisterium der Neon, das erzbischöfliche Museum, die Kirche, in der Dantes Trauerfeier stattfand, und das lange Mosaikschiff von Sant’Apollinare Nuovo.

    2,6 km · 119 Min. · 8 Stopps

    Domus dei Tappeti di Pietra · San Vitale · Kirche Santa Croce · Baptisterium der Kathedrale · Erzbischöfliches Museum von Ravenna · San Francesco …

    Tour öffnen: Ravennas Glanzzeit: Mosaike und Baptisterien
  • Zu Fuß

    Auf den Spuren Theoderichs: Das östliche Viertel

    Folge der ruhigeren Ostseite der Altstadt, wo der ostgotische König Theoderich seinen Palast und seine arianische Kathedrale errichten ließ. Beginne an seinem gewaltigen steinernen Grabmal und gehe dann von der venezianischen Festung durch die Kirche Santo Spirito und entlang der erhaltenen Palastmauer zu einem Kunstmuseum, einer Basilika und dem monumentalen Tor am Südrand der Stadt.

    2,9 km · 115 Min. · 12 Stopps

    Mausoleum des Theoderich · Rocca Brancaleone · San Giovanni Evangelista · La Gerusalemme Celeste · Spirito Santo · Palast Theoderichs …

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  • Zu Fuß

    Dantes letztes Zuhause: Piazza, Bibliothek und Grabmal

    Der Dichter Dante starb 1321 im Exil in Ravenna, und die Stadt bewahrt bis heute sein Grabmal. Beginne im Marktviertel und auf dem Hauptplatz und gehe dann ins Dante-Viertel: zu den franziskanischen Kreuzgängen, der Basilika, in der seine Trauerfeier stattfand, den ältesten Kirchen der Umgebung und dem unter San Nicolò verborgenen römischen Haus.

    2,1 km · 92 Min. · 12 Stopps

    Dante Alighieri · Kirche San Domenico · Palazzo sede della Casa Matha · Palazzo Comunale · Teatro Comunale Dante Alighieri · Palazzo della Provincia (Ravenna) …

    Tour öffnen: Dantes letztes Zuhause: Piazza, Bibliothek und Grabmal
  • Mit dem Rad

    Mit dem Fahrrad nach Classe: Von den Stadttoren zu Sant’Apollinare

    Fahre von den alten Toren Ravennas auf dem flachen Radweg nach Süden bis nach Classe, einst der große römische Flottenhafen. Die Route endet an der Backsteinbasilika Sant’Apollinare in Classe, einer UNESCO-Welterbestätte mit einem prachtvollen Apsismosaik.

    5 km · 25 Min. · 3 Stopps

    Porta San Mama · Portonaccio · Sant’Apollinare in Classe

    Tour öffnen: Mit dem Fahrrad nach Classe: Von den Stadttoren zu Sant’Apollinare

Ravenna mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Ravenna einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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