Castries (St. Lucia): Top-Sehenswürdigkeiten & Audioguide
Castries Sehenswürdigkeiten: Was du in der Hauptstadt von St. Lucia sehen kannst
Castries ist die Hauptstadt und größte Stadt von St. Lucia sowie das Handelszentrum des Landes. Die kompakte Stadt liegt an einem geschützten Hafen und verbindet Regierung, Handel, Hafengeschehen und kulturelles Leben auf engem Raum. Für deinen Castries Stadtrundgang bietet sie historische Gebäude, einen grünen Stadtplatz und einen direkten Einblick in den Alltag der Insel.
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Castries Sehenswürdigkeiten und was du in der Stadt sehen kannst
Die Cathedral Basilica of the Immaculate Conception
Am Derek Walcott Square steht die Cathedral Basilica of the Immaculate Conception, die meist einfach als Kathedrale von Castries bezeichnet wird. Sie ist die Kathedrale des Erzbistums Castries und gehört zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt.
Der heutige Bau entstand zwischen 1897 und 1931 und wurde 1931 geweiht. Mit 61 Metern Länge und 30 Metern Breite gilt die Kirche als größte der Karibik. Ihr Inneres ist besonders eindrucksvoll: Biblische Szenen bedecken die Wände und Decken, während Säulen in Trompe-l’œil-Technik gemalte Architektur vortäuschen.
Die Wandmalereien schuf 1985 der Künstler aus St. Lucia, Dunstan St. Omer. Sie entstanden im Vorfeld des Besuchs von Papst Johannes Paul II. am 7. Juli 1986. 1999 erhielt die Kathedrale zusätzlich den Titel einer Basilica minor.
Derek Walcott Square
Der Derek Walcott Square ist ein öffentlicher Platz und grüner Park im Zentrum von Castries. Zwischen den Straßen der Stadt bildet er einen offenen, ruhigeren Ort. An seinem Rand liegen die Kathedrale und die Zentralbibliothek von Castries.
Der Platz hat im Laufe seiner Geschichte mehrfach seinen Namen geändert. Früher hieß er Place d’Armes und später Promenade Square; 1892 wurde er in Columbus Square umbenannt. Seit 1993 trägt er den Namen des Nobelpreisträgers Derek Walcott. Für einen Spaziergang durch Castries ist der Platz ein guter Orientierungspunkt und eine kurze Pause zwischen den Sehenswürdigkeiten.
Castries und der geschützte Hafen
Der Hafen prägt Castries bis heute. Frachtschiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe laufen hier ein, und das tägliche Leben der Stadt ist eng mit dem Wasser verbunden. Der Hafen war auch für die Entwicklung von Castries entscheidend: Die Stadt entstand an einer geschützten Bucht und wurde durch ihre Lage zu einem wichtigen Handelszentrum.
Castries liegt auf einer Überschwemmungsebene. Teile des Stadtgebiets wurden dem Meer abgewonnen, während die Straßen einem Raster folgen. Diese Struktur macht den Stadtkern kompakt und eignet sich gut, um Castries zu Fuß zu erkunden.
Die Stadt wurde 1650 von den Franzosen gegründet und war zunächst unter dem Namen Carenage bekannt. Ihren heutigen Namen erhielt sie nach Charles Eugène Gabriel de la Croix, Marquis de Castries. Als Hauptstadt von St. Lucia ist Castries außerdem Sitz der Regierung und des römisch-katholischen Erzbistums Castries.
Government House auf dem Morne Fortune
Hoch über Castries, auf dem Kamm des Morne Fortune, steht Government House, der offizielle Amtssitz des Generalgouverneurs von St. Lucia. Das heutige Backsteingebäude wurde 1894 begonnen und 1895 fertiggestellt.
Der Ort hatte bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert diese Funktion. Ein erstes Government House wurde 1817 noch vor seiner Fertigstellung von einem Hurrikan zerstört. Ein Holzgebäude, das 1819 fertiggestellt wurde, verfiel später und wurde 1865 aufgegeben. Danach diente eine nicht mehr genutzte Kaserne als Amtssitz.
Bis 1958 war Government House Wohn- und Amtssitz der Kommissare von St. Lucia. Später nutzten Administratoren das Gebäude, ab 1967 die Gouverneure. Seit der Unabhängigkeit von 1979 wird es vom Generalgouverneur genutzt. Im Gebäude befindet sich außerdem das Le Pavillon Royal Museum. Eine Besichtigung ist nach vorheriger Anmeldung möglich.
Die Kleinen Antillen im regionalen Zusammenhang
Castries liegt in der Inselwelt der Kleinen Antillen. Dieser weit geschwungene Inselbogen verläuft am östlichen Rand des Karibischen Meeres und unterscheidet sich von den größeren Inseln der Großen Antillen.
Viele Inseln der Kette gehören zu einem teilweise vulkanischen Inselbogen, der dort entstand, wo das Karibische Meer auf den Atlantischen Ozean trifft. Die Entstehung hängt mit der Subduktion zusammen: Atlantische Platten bewegten sich unter die Karibische Platte. Die Kleinen Antillen werden außerdem in die Inseln unter dem Winde, die Inseln über dem Winde sowie Trinidad und Tobago gegliedert. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die vorherrschenden nordöstlichen Passatwinde.
Was tun in Castries?
Wenn du überlegst, was du in Castries tun kannst, ist ein Spaziergang durch das kompakte Zentrum ein guter Anfang. Beginne am Derek Walcott Square, besichtige die Kathedrale und achte anschließend auf die Verbindung zwischen dem Straßenraster und dem Hafen. Von dort aus wird deutlich, wie eng Handel, Verkehr und Alltag mit der geschützten Bucht verbunden sind.
Für einen umfassenderen Blick auf die Geschichte der Hauptstadt gehört auch Government House auf dem Morne Fortune dazu. So führt dich ein Castries Stadtrundgang vom Zentrum hinauf zu einem Ort, an dem sich die politische Geschichte von St. Lucia ablesen lässt.
Castries ist außerdem ein guter Ausgangspunkt, um die Insel weiter kennenzulernen. Weitere Eindrücke und Ziele findest du auf der Seite zu St. Lucia.
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