Kanchanaburi zu Fuß entdecken (Thailand): Stadtrundgang
Kanchanaburi Sehenswürdigkeiten
Kanchanaburi ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz im westlichen Zentrum Thailands und liegt etwa 120 Kilometer östlich von Bangkok. Die Stadt verbindet eine bewegte Weltkriegsgeschichte mit einer reichen Naturlandschaft aus Flüssen, Hügeln und Wäldern, die sowohl Geschichtsinteressierte als auch Naturliebhaber anspricht. Neywo bietet einen kostenlosen Audioguide für Kanchanaburi mit 17 erzählten Orten, der die Geschichten jedes Ortes direkt zu dir erzählt, während du vor Ort bist.
Die wichtigsten Orte zum Erkunden
River Kwai bridge
Die Eisenbahnbrücke über den Kwai Yai ist 322,90 Meter lang und besteht aus gebogenen Stahlabschnitten, die mit wechselnden Fachwerkabschnitten kombiniert und auf Stahlbetonpfeilern ruhen. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs von alliierten Kriegsgefangenen unter japanischer Aufsicht in nur einem Jahr errichtet und bildete einen Teil der sogenannten Todesbahn. Nach Bombardierungen stürzte der mittlere Abschnitt ein; nach dem Krieg kaufte die thailändische Regierung die Strecke von Großbritannien und ließ die Brücke 1946 wiederherstellen. Heute gilt sie als Symbol des Friedens und inspirierte sowohl den Roman als auch den Film Die Brücke am Kwai (1957) sowie den Film The Railway Man (2013).
Wat Chaichumphon Chana Songkhram
Am Ufer des Mae-Klong-Flusses befindet sich der buddhistische Tempel Wat Chaichumphon Chana Songkhram, auch Wat Tai genannt, was „Tempel südlich der Stadtmauer“ bedeutet. Laut Überlieferung soll er 1785 gegründet worden sein, wobei lokale Geschichten den Gründer Phraya Ta Daeng nennen. Der älteste Bauwerk ist ein Chedi nahe der ehemaligen Ordinationshalle, der 1935 als archäologisches Denkmal eingetragen wurde. Nach lokaler Tradition versammelten sich hier einst thailändische Truppen vor Schlachten, brachten Opfer an Schutzgeister und errichteten den Chedi als Siegzeichen.
Hellfire Pass
Der Hellfire Pass ist ein tief eingeschnittener Abschnitt der ehemaligen Thai-Burma-Eisenbahn, der aufgrund der extremen Arbeitsbedingungen als Todesbahn bekannt ist. Arbeiter mussten durch Hügel, Felswände, felsige Anhöhen und Schluchten schneiden, um eine Durchfahrt zu schaffen; dieser Einschnitt war der größte entlang der Strecke. Mehr als 250.000 Zivilisten aus Südostasien und 12.000 alliierte Soldaten wurden zur Zwangsarbeit herangezogen, wobei die schwierigen Bedingungen zahlreiche Todesopfer forderten. Vor Ort trägt die Stelle den Namen Chong Khao Kard (Pass der zerrissenen Schlucht), während die japanische Bezeichnung Konyu Cutting lautet. Der Name Hellfire Pass erinnert an das Bild von ausgehungerten Gefangenen, die bei Fackellicht arbeiteten und eine Szene wie die Hölle vermittelten.
Thailand-Burma Railway Centre
Das Thailand-Burma Railway Centre, auch Death Railway Museum and Research Centre genannt, befindet sich westlich des Kriegsfriedhofs von Kanchanaburi im ehemaligen Hauptquartier der kaiserlich-japanischen Armee. Das Gebäude selbst wurde von Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern errichtet und ist heute ein Museum sowie Forschungszentrum, das der Geschichte der Thailand-Burma Railway gewidmet ist. Es vermittelt detaillierte Einblicke in den Bau der Strecke und das Leben der Zwangsarbeiter unter japanischen Besatzungstruppen.
Wat Pha Luangta Maha Bua (Tigertempel)
Der Wat Pha Luangta Maha Bua, international bekannt als Tigertempel, ist ein buddhistischer Theravada-Waldtempel im Westen Thailands, der 1994 im Bezirk Sing der Provinz Kanchanaburi gegründet wurde. Seine Entstehung geht auf ein Tigerjungtier zurück, dessen Mutter von einem Jäger getötet wurde; der Abt nahm das Jungtier auf und kümmerte sich um es wie um sein eigenes. Der Tempel sollte verletzten Wildtieren und elternlosen Tieren Zuflucht bieten und seine Tierpflege als buddhistische Form des Zusammenlebens darstellen. Bei aggressivem Verhalten konnten die Mönche die Tiere mit Wasser aus einer Plastikflasche besprühen oder ihnen die Augen bedecken, insbesondere wenn Rinder oder Ziegen in die Nähe kamen. Seit 2016 ist der Tempel für die Öffentlichkeit geschlossen, und seine Geschichte umfasst heute auch Themen wie Wildtiere, Kontroversen und den Wandel im Umgang mit Tieren.
Uttamanusorn Bridge (Mon-Brücke)
Die Uttamanusorn-Brücke, auch Mon-Brücke genannt, überspannt den Songaria-Fluss in Nong Lu im Bezirk Sangkhla Buri und verbindet das Mon-Dorf Wang Kha mit der thailändischen Stadt Sangkhla Buri. Mit einer Länge von 445 Metern ist sie die längste Holzbrücke Thailands und die zweitlängste Holzbrücke der Welt nach der U-Bein-Brücke in Myanmar. Sie wurde 1986 auf Initiative von Luangpho Uttama, Abt des Wat Wang Wiwekaram, geplant und 1987 von Mon-Arbeitern aus der Umgebung fertiggestellt. Seit ihrem Bau dient sie sowohl den Mon als auch den Thailändern als Fußgängerweg zwischen den Gemeinschaften. Am 28. Juli 2013 führte starker Regen dazu, dass reißendes Wasser Müll und Baumstämme in den Fluss spülte, wobei das Treibgut gegen die Brücke prallte.
Burma Railway (Todesbahn)
Die Burma-Bahn, vor Ort als Todesbahn bekannt, verband einst Ban Pong in Thailand mit Thanbyuzayat in Birma (heute Myanmar). Ihr bekanntester Abschnitt quert den Fluss Kwai in Kanchanaburi. Die Strecke wurde während des Zweiten Weltkriegs als strategische Verbindung durch Birma gebaut, wobei das japanische Militär gefangene alliierte Soldaten und Zivilisten aus Südostasien unter grausamen Bedingungen zur Zwangsarbeit zwang. Dabei mussten mindestens 250.000 Südostasien-Zivilisten arbeiten, von denen mehr als 90.000 starben, zusätzlich zu etwa 12.000 alliierten Soldaten. Die ursprüngliche Strecke war etwa 415 Kilometer lang und umfasste 37 Bahnhöfe. Auf dem erhaltenen Abschnitt in Thailand fahren heute noch Züge bis zum Bahnhof Nam Tok. Ein bemerkenswerter Teil ist die sogenannte Todeskurve, bei der die Bahn den Felsklippen und dem Fluss Khwae Noi über einen etwa 400 Meter langen Brückenabschnitt folgt.
Kanchanaburi
Kanchanaburi ist die Provinzhauptstadt der Provinz Kanchanaburi im westlichen Zentrum Thailands. Das Stadtgebiet umfasst die Tambons Ban Nuea und Ban Tai sowie Teile von Pak Phraek, Tha Makham und Tha Lo und dient als Sitz der Provinzregierung. Die Umgebung ist von Wasserläufen und Hügeln geprägt; nach Südwesten nimmt die Hügeldichte zu, während nach Nordosten flacheres Land vorherrscht. Große Teile der Umgebung werden landwirtschaftlich genutzt. Etwa 2,7 Kilometer südwestlich der Stadt erhebt sich der Khao Tham Mangkon Thong bis auf eine Höhe von 334 Metern über dem Meeresspiegel.
Nationalmuseum Ban Kao
Am Ufer des Khwae Noi liegt das Nationalmuseum Ban Kao, das eine der bedeutendsten prähistorischen archäologischen Stätten der Welt präsentiert. Funde belegen, dass Menschen sich bereits vor mehr als viertausend Jahren in dieser Region niederließen. Das Museum entstand nach Ausgrabungen zwischen 1960 und 1962, bei denen menschliche Skelette aus der Jungsteinzeit, Steinwerkzeuge, Alltagsgegenstände, Schmuck, Schalen, Äxte und Grabbeigaben zutage traten. Die ausgestellten Steingegenstände zusammen mit den Skeletten und Grabbeigaben geben einen Einblick in das Leben und die Bräuche der prähistorischen Bevölkerung, die hier lebte. Die Entdeckungen, die zum Museum führten, wurden während des Baus der Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg von einem niederländischen Kriegsgefangenen gemacht.
Wat Phra Thaen Dong Rang
Im Inneren des Wat Phra Thaen Dong Rang befindet sich ein großer, flacher Stein namens Phra Thaen Dong Rang, der ein wenig wie ein Bett geformt ist und den Mittelpunkt der religiösen Geschichte des Tempels bildet. Früher glaubte man, dass dieser Stein der Ort sei, an dem der Buddha das endgültige Nirwana erlangte; später wurde der Sala-Hain in Indien als anerkannter Ort identifiziert. Seitdem gilt der Stein hier als Nachbildung jener heiligen Stätte. Der Tempel zeigt zudem Szenen, die mit dem letzten Übergang des Buddha verbunden sind, beispielsweise die Nachbildung Khao Thawai Phra Phloeng, die den Ort darstellt, an dem der Leichnam des Buddha eingeäschert wurde, und auf einem 55 Meter hohen Hügel steht. Zusammen bilden diese Elemente eine symbolische Landschaft, die sich auf die letzte Reise des Buddha konzentriert. Das genaue Gründungsdatum und der Name des Gründers sind nicht überliefert, doch wird angenommen, dass der Tempel bereits lange besteht.
Wat Sa Long Ruea
Wat Sa Long Ruea, auch Wat Sa Long Rua genannt, ist eine Tempelanlage, deren Ursprünge vermutlich in die Ayutthaya-Zeit zurückreichen. Die ruhige Umgebung bewahrt Spuren eines älteren Heiligtums, darunter Überreste bedeutender religiöser Gebäude. Vor mehr als einem Jahrhundert wanderten Menschen in diese Gegend ein und entdeckten die Ruinen des alten Tempels, wobei ein Chedi, zwei Prangs, ein Vihara und ein Ubosot erhalten waren, allerdings in ruinösem Zustand. Im Ubosot sitzt eine Buddhafigur in der Haltung, die als „Mara bezwingen“ bekannt ist. Über dem Gebäude breitet sich ein großer Bodhi-Baum aus, und im nordöstlichen Bereich liegt ein kleiner Teich.
Wat Wang Wiwekaram
Wat Wang Wiwekaram, auch Wat Luang Pho Uttama genannt, liegt im Bezirk Sangkhlaburi der Provinz Kanchanaburi nahe der Grenze zu Birma und ist eng mit den Karen- und Mon-Gemeinschaften verbunden, die beim Bau mitgeholfen haben. Der Tempel entstand 1953 in Ban Wang Kalang; Luang Pho Uttama errichtete ihn gemeinsam mit einheimischen Einwanderern der Karen und Mon. Anfangs bestand er nur aus einem Kreuzgang und einem Pavillon, wobei ihn die Dorfbewohner meist Luang-Pho-Uttama-Tempel nannten. 1962 genehmigte das Amt für religiöse Angelegenheiten offiziell den Namen Wat Wang Wiwekaram, der auf den ursprünglichen Namen des Bezirks Wang Ka zurückgeht. 1984 baute die Elektrizitätsbehörde Thailands den Khao-Laem-Staudamm (auch Vajiralongkorn-Staudamm genannt), dessen Wasser das gesamte Bezirk überflutete, einschließlich des Mon-Dorfes. Deshalb wurde der Tempel auf den Hügel namens Luang Pho Uttama verlegt, wobei den Dorfbewohnern Land zugeteilt wurde. Der neue Wat Wang Wiwekaram wurde 1985 fertiggestellt.
Beata Mundi Regina
Unweit des Kriegsfriedhofs von Kanchanaburi befindet sich die römisch-katholische Kirche Beata Mundi Regina, deren Name Maria als Königin der Welt ehrt. Sie wurde 1955 zu Ehren der niederländischen Soldaten errichtet, die beim Bau der Todesbahn ihr Leben verloren, und am 7. August desselben Jahres geweiht. Der Bau wurde vom damaligen niederländischen Botschafter in Thailand finanziert, der zugleich die Rolle eines Bewahrers der Erinnerung übernahm. 2006 wurde die Kirche renoviert.
Wat Tham Khao Noi
Wat Tham Khao Noi ist ein bedeutendes buddhistisches Tempel in der Provinz Kanchanaburi, bekannt für seine mahayanisch-buddhistische Tradition, kunstvollen architektonischen Details im chinesischen Stil und die beeindruckende Kiri-Borommathat-Pagode, auch Pagode der Zehntausend Buddhas genannt. Der Tempel wurde im architektonischen und künstlerischen Stil des chinesischen Mahayana-Buddhismus errichtet, einer Tradition, die hier mit vietnamesischen Gläubigen verbunden ist. Das auffälligste Merkmal ist die Kiri-Borommathat-Pagode, deren Name auf zehntausend Buddhas verweist. Gegründet wurde der Tempel 1883 von Luang Pho Haeng, der auch als Kak Ngeang bekannt ist und der erste chinesische Mönch war, der hier lebte. Später halfen zwei weitere chinesische Mönche bei Leitung und Pflege des Tempels, bevor er von Phra Ajarn Tieb Tho, einem Mönch der vietnamesischen Mahayana-Tradition Anamnikaya, betreut wurde. Seit rund 140 Jahren besteht die Anlage.
Wat Tham Khao Pun
Ein kurzes Stück weiter befindet sich Wat Tham Khao Pun, eine buddhistische Tempelanlage, die ebenfalls als Khao-Pun-Höhlentempel bekannt ist. Der Name entspricht der thailändischen Schreibweise Wat Tham Khao Pun. Weitere Details zu ihrer Geschichte oder Ausstattung sind in den vorliegenden Quellen nicht angegeben.
Neywo entdecken
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Orte mit Audioguide in Kanchanaburi
8 Orte in Kanchanaburi mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Kanchanaburi
1 Tour in Kanchanaburi, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Der Death-Railway-Weg: Von Wat Tai zur Brücke am River Kwai
Folge der Geschichte der Thailand-Burma-Eisenbahn durch Kanchanaburi. Beginne am Flusstempel Wat Tai, komm an der niederländischen Gedenkkirche und dem Death-Railway-Museum in einem ehemaligen Hauptquartier der japanischen Armee vorbei und ende auf den Stahlbögen der berühmten Brücke am River Kwai, die bis heute von Zügen überquert wird.
Wat Chaichumphon Chana Songkhram · Mae Nam Khwae Yai · Beata Mundi Regina · Thailand-Burma Railway Centre · Brücke über den Kwai
Tour öffnen: Der Death-Railway-Weg: Von Wat Tai zur Brücke am River Kwai
Kanchanaburi mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Kanchanaburi einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







