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Bodrum zu Fuß entdecken (Türkei): Stadtrundgang

Bodrum Sehenswürdigkeiten: Was du in Bodrum sehen und erleben kannst

Bodrum verbindet eine lebendige Hafenstadt mit den Spuren von Halikarnassos, einer antiken Stadt und einstigen Hauptstadt Kariens. Zu den wichtigsten Bodrum Sehenswürdigkeiten gehören die Festung am Hafen, das Mausoleum von Halikarnassos, ein antikes Theater und mehrere Orte, an denen sich griechische, römische, byzantinische, osmanische und moderne Geschichte überschneiden. Für deinen Besuch gibt es außerdem einen kostenlosen Bodrum Audioguide mit 13 erzählten Orten.

Bodrum liegt in der Provinz Muğla im Südwesten der Türkei. Die Stadt ist besonders interessant, wenn du historische Stätten nicht isoliert betrachten möchtest: Viele von ihnen erzählen gemeinsam die Geschichte von Halikarnassos und der späteren Entwicklung Bodrums.

Bodrum Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte

Bodrum Castle

Die Bodrum-Festung liegt direkt am Hafen und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Ritter des Sankt-Johann-Ordens begannen den Bau um 1402; die Kapelle wurde um 1407 hinzugefügt, die ersten Mauern waren bis 1437 fertig. Später wurde die Anlage erweitert, bevor das Osmanische Reich sie 1523 eroberte.

Die vier Türme tragen die Namen der Nationen, deren Ritter sie erbauten: Englischer Turm, Französischer Turm, Deutscher Turm und Italienischer Turm. Unter osmanischer Herrschaft wurde die Kapelle in eine Moschee umgewandelt und um ein Minarett ergänzt. 2016 wurde die Bodrum-Festung in die vorläufige Liste des UNESCO-Weltkulturerbes für die Türkei aufgenommen.

Mausoleum von Halikarnassos

Das Mausoleum von Halikarnassos war eines der Sieben Weltwunder der Antike und gab dem Wort „Mausoleum“ seinen Namen. Das monumentale Grab wurde für Mausolos, einen Satrapen des achämenidischen Perserreiches, und seine Schwester-Gemahlin Artemisia II errichtet. Der Bau begann um 353 v. Chr. und war bis 351 v. Chr. abgeschlossen.

Das Grab war etwa 45 Meter hoch und verband griechische Säulen mit einem pyramidenförmigen Dach, das auch lykische und ägyptische Formen widerspiegelte. Vier griechische Meisterbildhauer schmückten die Seiten mit Reliefs; im Inneren befanden sich etwa 400 freistehende Statuen. Eine Reihe von Erdbeben zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert brachte das Bauwerk schließlich zum Einsturz.

Halikarnassos

Unter dem heutigen Bodrum liegt Halikarnassos, die antike griechische Stadt und einstige Hauptstadt Kariens. Ihr geschützter Hafen am Golf von Gökova machte sie zu einem wichtigen Halt auf den Seewegen des antiken Mittelmeers. Anders als viele griechische Stadtstaaten behielt Halikarnassos eine monarchische Regierung und blieb dem Perserreich gegenüber loyal.

Unter Mausolos erhielt die Stadt starke Mauern, öffentliche Gebäude, eine geheime Werft und einen Kanal zwischen Hafen und Innenstadt. Die Bevölkerung wuchs durch die Ansiedlung des Lelegas-Volkes und machte Halikarnassos zu einer vielfältigen und lebendigen Stadt. Die Überreste erklären, warum Bodrum mehr ist als ein Badeort: Die moderne Stadt steht auf einer antiken Siedlung mit einer langen politischen und kulturellen Geschichte.

Antikes Theater von Halikarnassos

Nördlich des Stadtzentrums liegt das antike Theater von Halikarnassos, auch Bodrum Antik Tiyatrosu genannt. Das griechisch-römische Theater stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde ursprünglich während der Herrschaft des Satrapen Mausolos errichtet. Mit etwa 13.000 Plätzen, 55 Sitzreihen und elf Treppen war es für ein großes Publikum ausgelegt.

Das Theater wurde in römischer Zeit verändert und in den 1970er Jahren von türkischen Freiwilligen restauriert. Eine weitere Renovierung erfolgte durch die Gemeinde Bodrum gemeinsam mit Ericsson und Turkcell. Bemerkenswert sind der Dionysos geweihte Altar sowie kleine Löcher zwischen einigen Sitzen, die möglicherweise einst Schatten spendeten.

Zeki-Müren-Museum

Das ehemalige Haus des türkischen Klassik-Musikstars Zeki Müren befindet sich in einem charaktervollen Viertel Bodrums. Das Museum zeigt Bühnenkostüme, eigene Gemälde, Fanbriefe, Auszeichnungen und Alltagsgegenstände aus seinem Zuhause. Müren verbrachte hier seine letzten Jahre.

Das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus richtete das Haus neu ein; am 8. Juli 2000 wurde es offiziell für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Garten stehen sein klassischer Buick Regal und eine Bronzestatue des Bildhauers Tankut Öktem. Die Briefe und zahlreichen Auszeichnungen zeigen, wie eng Müren mit seinem Publikum verbunden war.

St.-Nikolaus-Kirche

Die Überreste der St.-Nikolaus-Kirche, auf Türkisch Aya Nikola Kilisesi, liegen am Hilmi-Uran-Platz an der Cumhuriyet-Straße. Das griechisch-orthodoxe Gotteshaus war dem Heiligen Nikolaus geweiht und wurde vermutlich 1780 oder 1873 erbaut.

Nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen der Türkei und Griechenland diente das Gebäude unter anderem als Schwammlager, Kino und öffentliches Bildungszentrum. 1969 wurde die Kirche nach einem Bericht über ihren strukturellen Verfall kontrolliert abgebrochen. Heute erinnern die verbliebenen Reste an das griechische kulturelle Erbe Bodrums und an die wechselvolle Nutzung des Gebäudes.

Museum für Unterwasserarchäologie

Das Bodrum Museum of Underwater Archaeology gehört zu den historischen Einrichtungen der Stadt. Schon sein Standort im Zusammenhang mit der Bodrum-Festung macht es zu einem wichtigen Teil des kulturellen Erbes von Bodrum. Die Quelle nennt für das Museum keine weiteren Ausstellungsdetails; es lässt sich daher am besten als ergänzender Halt zwischen Festung und den antiken Stätten einplanen.

Pedasa

Pedasa war eine antike karische Stadt in der heutigen Region Bodrum. Um 400 v. Chr. wurde sie zu einer Polis, also zu einem selbstverwalteten Stadtstaat, und trat dem von Athen geführten Delischen Bund bei. Alexander der Große beendete später ihre Unabhängigkeit und gliederte Pedasa gemeinsam mit fünf benachbarten Städten in das Gebiet von Halikarnassos ein.

In antiken Quellen erscheint der Ort unter mehreren Schreibweisen: Pedasa, Pedasus, Pedasos und Pedasum. Diese unterschiedlichen Namen spiegeln die verschiedenen griechischen Schreibweisen im Lauf der Zeit wider.

Strobilos

Strobilos, auch Aspat oder Çıfıt Kalesi genannt, war eine byzantinische Festung an der südwestlichen anatolischen Küste gegenüber der Insel Kos. Die Siedlung wird erstmals 724 erwähnt und zählt zu den wenigen bekannten anatolischen Orten, die bis ins frühe Mittelalter zurückreichen.

Strobilos diente als Verbannungsort, Festung und Marinestützpunkt. Außerdem befand sich dort ein Kloster aus dem 11. Jahrhundert. Arabische Angriffe, die Plünderung durch die Seldschuken-Türken und die spätere Herrschaft des türkischen Emirats Menteshe hinterließen mehrere historische Schichten. Die felsige Stätte ist deshalb ein besonders anschauliches Beispiel für den Wechsel verschiedener Herrschaften in der Region.

Moscheen im Stadtgebiet

Mehrere Moscheen ergänzen das historische Bild Bodrums. Die Adliye-Moschee, auch Adliye Camii, liegt in der Stadt. Die Kızılhisarlı Mustafa Pasha Moschee und die Tepecik-Moschee, auch Tepecik Cami genannt, sind weitere Moscheen in Bodrum.

Eine besondere Geschichte hat die Bodrum Kale Moschee: Das Gebäude diente im Lauf seiner Geschichte als Moschee, Kirche und Kloster. Seine heutige Bedeutung liegt daher nicht nur in der religiösen Nutzung, sondern auch in der geschichtlichen Überlagerung verschiedener Gemeinschaften und Epochen.

Bodrum zu Fuß erkunden

Wenn du Bodrum zu Fuß erkunden möchtest, lassen sich mehrere zentrale Sehenswürdigkeiten zu einem historischen Rundgang verbinden. Ein solcher Bodrum Stadtrundgang führt von den Spuren Zeki Mürens und der St.-Nikolaus-Kirche über die Moscheen und die Bodrum-Festung bis zum Mausoleum und zum antiken Theater.

Auch ein Blick auf weitere Reiseziele in der Türkei kann sich anschließen: Von Bodrum aus bieten sich zum Beispiel Fethiye und Antalya als weitere Städte für eine Reise an.

Bodrum mit Neywo entdecken

Neywo bietet in Bodrum einen kostenlosen Audioguide mit 13 erzählten Orten und einem Rundgang. Die einzige Tour ist ein 3,92 Kilometer langer Spaziergang, der 115 Minuten dauert und die historischen Stationen der Stadt miteinander verbindet.

Die Route führt unter anderem zum Zeki-Müren-Museum, zur St.-Nikolaus-Kirche, zur Kızılhisarlı Mustafa Pasha Moschee, zur Bodrum-Festung, zur Bodrum Kale Moschee, zur Tepecik-Moschee, zum Mausoleum von Halikarnassos, zum antiken Theater und nach Halikarnassos. Neywo erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Audiowiedergabe ist in 11 Sprachen verfügbar.

Lade Neywo kostenlos herunter und entdecke Bodrum Schritt für Schritt mit einer Geschichte im Ohr – von den Rittern der Festung bis zu den Wundern der antiken Stadt Halikarnassos.

Orte mit Audioguide in Bodrum

8 Orte in Bodrum mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Bodrum

1 Tour in Bodrum, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

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    3,9 km · 115 Min. · 9 Stopps

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Bodrum mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Bodrum einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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