Danzig zu Fuß entdecken (Polen): Stadtrundgang

Danzig Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte und was du sehen kannst
Danzig, auf Polnisch Gdańsk, ist eine historische Stadt an der Ostsee mit eindrucksvollen Backsteinkirchen, prachtvollen Bürgerhäusern und bedeutenden Museen. Zu den wichtigsten Danzig Sehenswürdigkeiten gehören die Marienbasilika, der Artushof, das historische Rathaus und die Kirchen der Altstadt. Mit dem kostenlosen Neywo-Audioguide für Danzig kannst du 85 erzählte Orte entdecken.
Danzig liegt in Pomerania im Norden von Polen. Viele Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich auf die historische Innenstadt und lassen sich bei einem Danzig Stadtrundgang zu Fuß miteinander verbinden.
Danzig Sehenswürdigkeiten: Was du sehen solltest
Marienbasilika
Die Marienbasilika ist eines der prägendsten Wahrzeichen von Danzig und wird von Einheimischen oft als „Krone von Danzig“ bezeichnet. Ihre markante Silhouette entsteht durch den massiven westlichen Glockenturm und die schlanken Türmchen an den Ecken.
Die Backsteingotik-Kirche wurde zwischen 1346 und 1502 erbaut. Im Inneren findest du mittelalterliche Kunstwerke, darunter den Altar der Krönung Mariens und die Schöne Madonna von Danzig. Werke aus späteren Jahrhunderten ergänzen die historische Ausstattung.
Historisches Rathaus
Im Haupt-Rathaus befindet sich das Museum von Danzig. Das Gebäude verbindet gotische und Renaissance-Elemente und besitzt mit seinem 81,5 Meter hohen Turm den höchsten Turm der Stadt.
Die Ausstellungen umfassen Gemälde, Skulpturen sowie Arbeiten von Goldschmieden, Töpfern und Webern aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist der Rote Saal im niederländisch-manieristischen Stil. Seine Ausstattung wurde 1942 abgebaut und versteckt, um sie vor den Bombardements des Krieges zu schützen, und nach dem Krieg wieder eingesetzt. Vom Turm reicht der Blick über die Stadt.
Artushof, Neptunbrunnen und Langer Markt
Der Artushof, der Neptunbrunnen und der Lange Markt bilden im historischen Zentrum ein eng verbundenes Ensemble. Der Artushof war früher ein Treffpunkt wohlhabender Kaufleute, Stadtbeamter und angesehener Gäste. Sein Name verweist auf die Legende von König Artus und steht für Ehre, Loyalität und Ritterlichkeit.
Heute ist der Artushof eine Außenstelle des Museums von Danzig. Zusammen mit dem Neptunbrunnen und den Fassaden am Langen Markt gehört er zu den wichtigsten Stationen eines Danzig Stadtrundgangs.
Königliche Kapelle
Direkt neben der Marienbasilika steht die Königliche Kapelle, ein barockes römisch-katholisches Gotteshaus. Sie wurde 1681 fertiggestellt und 1685 geweiht.
Die Kapelle entstand, damit katholische Gläubige in Danzig einen eigenen festen Ort für den Gottesdienst erhielten. Zuvor hatten Lutheraner und Katholiken die Marienbasilika gemeinsam genutzt; später mussten die Katholiken in einem Pfarrhaus beten. Heute gilt die Königliche Kapelle als bemerkenswertes Beispiel barocker Architektur.
St.-Johannes-Kirche
Die St.-Johannes-Kirche ist eine große Backsteingotik-Kirche der Altstadt. Ihr Bau begann 1377 an der Stelle einer früheren hölzernen Kapelle. Die dreischiffige Hallenkirche besitzt ein östliches Querschiff.
Das Gebäude ist 55,10 Meter lang und 20,18 Meter breit. Der viergeschossige Turm erreicht 47 Meter und ist mit Scheinfenstern und dekorierten Friesbändern geschmückt. Die Kirche ist eine Station des Rundgangs durch Danzigs historische Kirchen.
St.-Katharinenkirche
Die St.-Katharinenkirche gilt als älteste Kirche von Danzig. Ihr Bau begann zwischen 1227 und 1239; später wurde sie erweitert und mehrfach umgebaut. Von 1545 bis 1945 war sie protestantisch, danach kehrte sie zur katholischen Kirche zurück.
Das überwiegend gotische Gebäude besitzt einen 76 Meter hohen Turm mit einem barocken Helm, der 1634 von Jacob van den Block entworfen wurde. Im Inneren findest du unter anderem Gemälde von Anton Möller und Isaac van den Block, barocke Epitaphien sowie das Grab des Astronomen Johannes Hevelius aus dem Jahr 1659.
St.-Nikolaus-Kirche
Die St.-Nikolaus-Kirche ist eine Backsteingotik-Basilika aus dem 14. und 15. Jahrhundert und eng mit dem Dominikanerorden verbunden. Ihre Geschichte reicht bis zu einer ersten Kirche zurück, die vermutlich um 1185 entstand und 1227 an die Dominikaner überging.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Kirche die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs überstand. Sie gilt als einzige historische Kirche im Zentrum von Danzig, die dabei unbeschädigt blieb.
Nationalmuseum im ehemaligen Franziskanerkloster
Das Nationalmuseum ist in einem spätgotischen Franziskanerkloster untergebracht. Die Institution hat Wurzeln im späten 19. Jahrhundert und widmet sich der Kunst und Geschichte.
Ein bedeutender Teil der Sammlung stammt aus dem Bestand von Jacob Kabrun. Dazu gehören mehrere Tausend Gemälde, Zeichnungen und Drucke europäischer Meister vom späten 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg wurden etwa 65 Prozent des Hauptgebäudes zerstört; zahlreiche Sammlungen gingen verloren. Die erste Ausstellung nach dem Krieg wurde 1948 unter dem Namen Pommersches Museum in Danzig eröffnet.
Uphagen-Haus
Das Uphagen-Haus führt in ein rekonstruiertes Händlerhaus des 18. Jahrhunderts. Es gehört zu den wenigen Häusern dieser Art in Europa, die Besucher betreten können und deren historische Einrichtung erlebbar ist.
Johann Uphagen kaufte das Grundstück 1775 und ließ Fassade und Innenräume im Rokoko-Stil umgestalten. Niedrige Holzverkleidungen mit dekorativen Feldern zeigen Motive wie Insekten und Blumen. Dadurch vermittelt das Haus einen konkreten Eindruck vom Wohnumfeld einer wohlhabenden Händlerfamilie.
St.-Brigida-Kirche
Die St.-Brigida-Kirche wurde ursprünglich für die Anhängerinnen und Anhänger des Ordens der heiligen Brigida errichtet. Die Arbeiten waren 1397 abgeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört und später anhand historischer Entwürfe wiederaufgebaut.
Auffällig ist der Bernsteinaltar. Er wird als fortlaufendes Projekt beschrieben und ehrt die Göttliche Vorsehung, das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. und die wiedergewonnene Unabhängigkeit Polens.
St.-Barbara-Kirche
Die St.-Barbara-Kirche ist eine historische Pfarrkirche mit einer langen religiösen Geschichte. Von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1945 war sie protestantisch. Das Gebäude ist 36 Meter lang, 18 Meter breit und 10 Meter hoch; der Turm an der Straße Długie Ogrody erreicht etwa 40 Meter.
Im Turm hängen drei Bronzeglocken. Sie wurden von Friedrich Wilhelm Schilling gegossen und tragen die Namen Mary, Saint Barbara und Heart of Jesus. Ursprünglich waren sie für die Marienbasilika bestimmt.
Oliwa-Kathedrale und St.-Jakobus-Kirche
Im Stadtteil Oliwa liegt die Oliwa-Kathedrale, offiziell die Archkathedralbasilika der Heiligen Dreifaltigkeit. Das Gebäude verbindet Backsteingotik mit manieristischen und barocken Elementen. Die beiden Türme sind jeweils 46 Meter hoch und tragen barocke Helme.
Die dreischiffige Basilika besitzt ein Querschiff und ein mehrseitig geschlossenes Presbyterium. Im Inneren bewahrt sie ein reiches künstlerisches Erbe aus Renaissance, Barock und weiteren Epochen. In Oliwa findest du außerdem die St.-Jakobus-Kirche, die sich mit der Kathedrale zu einem eigenen Rundgang verbinden lässt.
Weitere historische Kirchen
Auch die St.-Elisabeth-Kirche gehört zu den historischen Sakralbauten der Stadt. Zwischen 1622 und 1820 diente sie als zweite Kirche der Danziger Calvinisten.
Die St.-Josephs-Kirche ist eine römisch-katholische Rektoratkirche, die mit der Pfarrei der heiligen Brigida verbunden ist. Eine angebaute Kapelle ist der Anbetung des Allerheiligsten gewidmet. Während der Reformation gehörte St. Joseph zu den wenigen römisch-katholischen Kirchen, die in Danzig weiter in Betrieb waren.
Was tun in Danzig?
Wenn du dich fragst, was tun in Danzig, bietet sich zunächst ein Rundgang durch die historische Innenstadt an. Die wichtigsten Stationen liegen zwischen Marienbasilika, Königlicher Kapelle, Artushof und Rathaus. Danach kannst du die Kirchen rund um St. Katharinen und St. Nikolaus erkunden oder nach Oliwa weitergehen.
Die Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das Rathaus widmet sich der Stadtgeschichte und Kunst, das Uphagen-Haus dem Leben in einem historischen Händlerhaus und das Nationalmuseum der europäischen Kunst. Für weitere Ziele in der Region eignet sich auch ein Abstecher nach Gdynia.
Danzig zu Fuß erkunden mit Neywo
Neywo bietet in Danzig 8 Spaziergänge und 1 Busroute mit insgesamt 85 erzählten Orten. Die Spaziergänge sind zwischen 0,41 und 5,24 Kilometer lang und dauern zwischen 48 und 204 Minuten. Die Busroute umfasst 5,2 Kilometer, dauert 22 Minuten und hat 7 erzählte Stationen.
Die Rundgänge führen unter anderem durch die historische Innenstadt, zu den Kirchen und zum Nationalmuseum, nach Oliwa, über die Werft und zum Europäischen Solidarność-Zentrum. Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar.
Lade Neywo herunter und entdecke Danzig mit einem Audioguide, der dich beim Danzig zu Fuß erkunden begleitet.
Orte mit Audioguide in Danzig
8 Orte in Danzig mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Danzig
10 Touren in Danzig, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Mit dem Rad
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Der Königsweg: Marienkirche, Artushof und Krantor
Gdańsks Prunkstück. Die größte Backsteinkirche der Welt, der Artushof der Kaufleute, das Goldene Haus und durch die Wassertore hinunter zum mittelalterlichen Krantor und zur daneben vertäuten Soldek.
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Die Kirchen der Altstadt und das Bernsteinmuseum
Nördlich des Königswegs liegen auf anderthalb Kilometern sechs Kirchen – St. Katharinen, St. Brigitten mit ihrem Bernsteinaltar, St. Nikolaus, die von der Roten Armee verschont wurde – sowie das Bernsteinmuseum in der alten Mühle.
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Die Befestigungsanlagen zur Landseite – das Hohe Tor, das Goldene Tor und der Stockturm – mit dem Uphagenhaus, einem Kaufmannsinterieur aus dem 18. Jahrhundert, und dem Nationalmuseum mit Memlings Jüngstem Gericht.
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Die Befestigungen der Niederstadt
Fünf Kilometer entlang der östlichen Wasserbefestigungen – Bastionen, das Steinerne Schleusentor, das Niederstadttor und das Żuławy-Tor. Erdwälle und Kanäle statt Denkmäler, und fast niemand sonst ist hier unterwegs.
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Oliwa: die Kathedrale und der Abtspalast
Vierhundert Meter im nördlichen Vorort: eine Zisterzienserkathedrale mit einer berühmten Rokokoorgel, die stündlich vorgeführt wird, der Abtspalast mit seinem Park und der Klosterspeicher.
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Die Werft und das Europäische Solidarność-Zentrum
Hier begann der Ostblock auseinanderzufallen. Tor Nr. 2, an dem Wałęsa das Augustabkommen verkündete, das Denkmal für die 1970 erschossenen Arbeiter und dahinter das rostrote Solidarność-Zentrum aus Stahl.
NOMUS · Europäisches Zentrum der Solidarność · Arbeitsschutzhalle der Danziger Werft · Tor Nr. 2 der Danziger Werft · Pomnik Poległych Stoczniowców 1970 · Eisenbahndirektion Danzig …
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Die Speicherinsel: St. Barbara und das Kuhtor
Weniger als ein Kilometer am anderen Ufer der Motława – die Türme der Milchkannen, das Kuhtor, der Turm der Ankerschmiede und St. Barbara, nach 1945 wie fast alles hier wiederaufgebaut.
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Das ultimative Gdańsk: vom Artushof bis St. Elisabeth
Zweieinviertel Kilometer und elf Kirchen, Tore und Kaufmannshäuser – das Rechtstädtische Rathaus, St. Marien, das Krantor und die gesamte Reihe der Altstadtkirchen. Gdańsk wurde anhand von Fotografien wiederaufgebaut, und nirgends zeigt sich das besser.
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Danzig mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Danzig einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







