Karlsruhe zu Fuß entdecken (Deutschland): Stadtrundgang
Karlsruhe Sehenswürdigkeiten: Was tun in Karlsruhe?
Karlsruhe ist eine geplante Stadt mit barocker Residenz, fächerförmigem Straßennetz, Museen, Kirchen und weitläufigen Grünanlagen. Zu den wichtigsten Karlsruhe Sehenswürdigkeiten gehören das Karlsruher Schloss, der Botanische Garten, das ZKM und der Zoologische Stadtgarten. Ein kostenloser Karlsruhe Audioguide von Neywo begleitet dich außerdem zu 119 erzählten Orten.
Karlsruhe Sehenswürdigkeiten: Was du sehen kannst
Karlsruher Schloss und Badisches Landesmuseum
Das Karlsruher Schloss ist der historische Ausgangspunkt der Stadt. Der Bau begann 1715 für Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach. Von der barocken Anlage mit ihren drei Flügeln breitete sich Karlsruhe mit einem fächerförmigen Straßennetz nach außen aus.
Bis 1918 war das Schloss die offizielle Residenz der Markgrafen und später der Großherzöge von Baden. Heute befindet sich hier das Badische Landesmuseum, das seit 1921 seinen Hauptsitz im Schloss hat. Die Sammlungen verbinden Kultur, Kunst und Regionalgeschichte mit der höfischen Umgebung des Gebäudes.
Fasanenschlösschen im Fasanengarten
Östlich des Schlossturms liegt das Fasanenschlösschen. Das Gebäude entstand 1764 und 1765 im chinesischen Stil und bildet zusammen mit zwei Pavillons ein kleines, sorgfältig angelegtes Ensemble rund um einen länglichen ovalen Platz.
Ursprünglich diente der Bau der Aufzucht von Fasanen. Als der Schlossgarten um 1773 in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde, erhielt das Gebäude seine neue Funktion als kleines Schlösschen.
Orangerie und Botanischer Garten
Direkt neben dem Botanischen Garten steht die Orangerie, ein Kulturdenkmal der Stadt. Das historische Gebäude wurde ursprünglich für zwei Zwecke entworfen: Im Winter schützte es empfindliche Pflanzen vor der Kälte, außerdem bot es Raum für gesellschaftliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen.
Heute ist die Orangerie ein Ausstellungsort der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ihre Lage neben dem Garten verbindet Architektur, Kunst und gestaltete Natur auf engem Raum.
Staatliche Kunsthalle und Kunstmuseum Karlsruhe
Das Kunstmuseum Karlsruhe, auch als Staatliche Kunsthalle Karlsruhe bekannt, befindet sich seit 1997 im Innenhof des Hallenbaus A an der Lorenzstraße. Der ehemalige Industriebau von 1915 steht als Baudenkmal unter Schutz.
Die Sammlung reicht von der Romantik bis zur Gegenwart und umfasst rund 20.000 Werke. Vertreten sind unter anderem Malerei, Skulptur, Installationen, Medienkunst, Grafik und Fotografie. Zu den bedeutenden Beständen gehören die Ferdinand-Siegel-Sammlung mit mehr als 1.800 Beispielen europäischer Druckgrafik aus dem fünfzehnten bis neunzehnten Jahrhundert sowie die als Dauerleihgabe gezeigte Privatsammlung Garnatz mit rund 700 Werken.
Bis Februar 2026 war der Name Städtische Galerie Karlsruhe, kurz SGK, in Gebrauch. Der heutige Name verweist auf die Rolle des Hauses als städtisches Museum für moderne und zeitgenössische Kunst.
ZKM Zentrum für Kunst und Medien
Das ZKM Zentrum für Kunst und Medien verbindet Kunst, Wissenschaft und neue Technologien. Seit 1997 ist es in einem denkmalgeschützten ehemaligen Industriegebäude untergebracht, das einst als Munitionsfabrik diente.
Das ZKM vereint Ausstellungsräume, das Forschungsplattform Hertz Lab, eine Mediathek und eine Bibliothek. Dazu kommen Forschung, Produktion, Veranstaltungen, Archive und Sammlungen. Sonderausstellungen und thematische Veranstaltungen beschäftigen sich mit Medien, Digitalisierung und Globalisierung. Die Institution wurde 1989 von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg gegründet; ihr Gründungsdirektor war Heinrich Klotz.
Karlsruhe Art Museum und Museum für Neue Kunst
Das Museum für Neue Kunst Karlsruhe war einst eine Abteilung des ZKM und präsentierte auf 7.000 Quadratmetern Werke aus mehreren Privatsammlungen. Dazu gehörten unter anderem die Sammlungen von Friedrich Erwin Rentschler, Anna und Dieter Grässlin, Siegfried Weishaupt und Christian Boros.
Das Museum entstand 1999 aus dem Museum für Gegenwartskunst und wurde 2017 offiziell aufgelöst. Seine Sammlungen gingen in den Beständen anderer ZKM-Institutionen auf. Der frühere Ausstellungsort ist als ZKM Lichthof 1 und 2 bekannt.
Kirchen in der Innenstadt und in der Oststadt
Die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe gehört zu den bedeutenden protestantischen Wahrzeichen der Innenstadt. Sie entstand zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts und ist eines von zwei Kirchengebäuden der Citykirche Karlsruhe.
Nahe dem Marktplatz steht die Kleine Kirche an der Kaiserstraße, der wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt. Sie zählt zu den ältesten Kirchengebäuden Karlsruhes.
Am Durlacher Tor markiert St. Bernhard das östliche Ende der Kaiserstraße. Die neugotische römisch-katholische Filialkirche besitzt einen 86 Meter hohen Turm, den höchsten Kirchturm der Stadt. In der Oststadt steht außerdem die Lutherkirche, die zwischen 1905 und 1907 nach Plänen des Architekturbüros Curjel und Moser errichtet wurde. Sie ist als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung geschützt und wurde im Dezember 2018 zum Denkmal des Monats der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ernannt.
Weitere Kirchen im Stadtgebiet sind Unsere Liebe Frau und die Evangelische Kirche Zum Guten Hirten in Karlsruhe-Rintheim.
Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe
Der Karlsruher Zoo, auch Zoologischer Stadtgarten genannt, verbindet Tiergehege mit einem historischen Stadtgarten. Das gesamte Gelände umfasst rund 22 Hektar, davon entfallen etwa neun Hektar auf den eigentlichen Zoo. Zum Zoologischen Stadtgarten gehört außerdem der Tierpark Oberwald als Außenbereich südöstlich der Stadt.
Der Zoo wurde 1865 eröffnet und zählt damit zu den ältesten zoologischen Gärten Deutschlands. Garten und Zoo bilden weiterhin ein gemeinsames, abgeschlossenes Gelände und können nicht getrennt voneinander besucht werden. Der gesamte Zoologische Stadtgarten steht als Kulturdenkmal unter Schutz.
Erbgroßherzogliches Palais
An der Kriegsstraße steht das Erbgroßherzogliche Palais, das heute Sitz des Bundesgerichtshofs ist. Das neobarocke Gebäude wurde zwischen 1891 und 1897 für Erbgroßherzog Friedrich II. und seine Frau Hilda von Nassau erbaut.
Das Paar lebte hier bis 1918. Die Glaskuppel und das Mansarddach wurden im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und 2012 wiederaufgebaut. Seit Oktober 1950 ist das Palais Sitz des deutschen Bundesgerichtshofs.
Schloss Augustenburg in Grötzingen
Im Karlsruher Stadtteil Grötzingen liegt Schloss Augustenburg, der ehemalige Wohnsitz der Markgrafen von Baden-Durlach. Seine Geschichte reicht von einem mittelalterlichen Vorgängerbau über eine fürstliche Residenz bis zu einem Treffpunkt für Künstler.
Der Vorgängerbau wurde ursprünglich im zehnten Jahrhundert errichtet und diente ab dem zwölften Jahrhundert als Pfründnerhaus. Markgraf Christoph der Erste von Baden erwarb ihn, bevor Karl der Zweite von Baden-Durlach ihn im sechzehnten Jahrhundert zu einem Schloss ausbauen ließ. Seinen heutigen Namen erhielt das Schloss von Augusta Maria von Schleswig-Holstein-Gottorf, der Mutter von Karl Wilhelm, dem Gründer von Karlsruhe.
Karlsruhe zu Fuß erkunden
Für einen ersten Karlsruhe Stadtrundgang bietet sich der Bereich rund um Schloss, Gärten und Museen an. Wer die Stadtentwicklung verstehen möchte, folgt dem fächerförmigen Netz vom Schloss aus in Richtung Innenstadt. Kulturinteressierte verbinden Orangerie, Kunstmuseum und ZKM; wer mehr Zeit für Grünflächen einplant, nimmt den Zoologischen Stadtgarten oder den Fasanengarten dazu.
Auch Durlach und Grötzingen gehören zum Stadtgebiet und ergänzen das Zentrum um historische Residenz- und Ortsgeschichten. Für weitere Ziele in der Region findest du auf der Seite zu Baden-Württemberg zusätzliche Städteziele; Karlsruhe liegt außerdem in Deutschland.
Karlsruhe mit Neywo entdecken
Neywo bietet in Karlsruhe sieben Spaziergänge und eine Fahrradroute mit insgesamt 119 erzählten Orten. Die sieben Rundgänge sind zwischen 1,91 und 4,05 Kilometer lang und dauern zwischen 57 und 120 Minuten. Die Fahrradroute umfasst 4,6 Kilometer, dauert 23 Minuten und enthält sechs erzählte Stopps.
Die Touren führen unter anderem durch die Innenstadt, zum Schloss und in die Gärten, von Durlach bis nach Grötzingen, vom ZKM zum Stephanplatz sowie durch den Fasanengarten und die Oststadt. Die Geschichten starten, sobald du den jeweiligen Ort erreichst – in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in elf Sprachen verfügbar.
Orte mit Audioguide in Karlsruhe
8 Orte in Karlsruhe mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Karlsruhe
8 Touren in Karlsruhe, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Schloss, Gärten und Kunst in der Fächerstadt
Karlsruhe wuchs von seinem barocken Schloss aus fächerförmig entlang der Straßen. Beginne bei Weinbrenners Gartentempel und gehe durch das Schloss, den Botanischen Garten und die Orangerie, vorbei am Bundesverfassungsgericht und der Kunsthalle, dann zu zwei prächtigen Villen: In der einen befindet sich heute der Bundesgerichtshof, in der anderen ein Stadtmuseum.
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Weinbrenners Karlsruhe: Pyramide, Plätze und Bühne
Spaziere durch das klassizistische Herz der geplanten Stadt. Sieh das Denkmal für Großherzog Karl Friedrich, die rote Pyramide über dem Grab des Stadtgründers, den Marktplatz und die Kleine Kirche. Danach kommst du an der Synagoge und dem Staatstheater vorbei zur Bibliothek und zum Naturkundemuseum am Friedrichsplatz.
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Durlach: Die alte Residenzstadt
Vor Karlsruhe regierten die Markgrafen von Baden von Durlach aus. Fahre mit der Turmbergbahn oder steige zum Turmberg hinauf, um die Aussicht zu genießen, und gehe anschließend hinunter zum Schloss Karlsburg, zur barocken Stadtkirche und zu Durlachs letztem erhaltenen Stadttor.
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Vom ZKM zum Stephanplatz
Starte in einer ehemaligen Munitionsfabrik, die heute Karlsruhes Zentrum für Kunst und Medien ist, und gehe dann ostwärts durch die geplante Stadt: vorbei an der neugotischen Friedenskirche, dem Karlstor, dem Standort von Weinbrenners Gartenpalais und St. Stephan, bis zu zwei der beliebtesten Plätze der Stadt mit ihren Brunnen.
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Der Fasanengarten und der Osten
Gehe von der alten Tribüne des Stadions zum chinesisch gestalteten Fasanenschlösschen und weiter zur großherzoglichen Grabkapelle und zum Hauptfriedhof, einem der ältesten kommunalen Parkfriedhöfe Deutschlands. Schließe die Runde am Durlacher Tor mit seinem 86 Meter hohen Kirchturm.
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Festhalle, Brunnen und Zoo
Ein Spaziergang durch den Süden der Stadt: zum bronzenen Hygieia-Brunnen vor dem Vierordtbad, zum Festplatz mit seinen Kongresshallen, zu einem der ältesten Zoos Deutschlands, zum Verkehrsmuseum mit den Fahrrädern von Karl Drais und zu einem Renaissancepalais, das heute die Musikhochschule beherbergt.
Hygieia-Brunnen · Festplatz · Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe · Verkehrsmuseum Karlsruhe · Schloss Gottesaue
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Grötzingen: Das Dorf der Markgrafen
Ein Dorf mitten in der Stadt: das Schloss, in dem Karlsruhes Stadtgründer aufwuchs, ein Fachwerk-Rathaus von 1668, die Dorfkirche und eine Straße, die noch an die verlorene Synagoge erinnert.
Schloss Augustenburg (Karlsruhe Grötzingen) · Rathaus (Grötzingen) · Stadtkirche (Grötzingen) · Stolperstein für Leopold Traub
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Karlsruhe mit dem Fahrrad: Von der Kaiserallee zur Lutherkirche
Fahre auf dem Radwegenetz der Stadt quer durch den Fächer: vom Leibdragoner-Denkmal an der Kaiserallee vorbei am Bundesgerichtshof und dem Staatstheater, über den Kronenplatz zum Kunsthalt 13 Winde am Durlacher Tor und zur Jugendstilkirche Lutherkirche.
Leibdragonerdenkmal · Erbgroßherzogliches Palais · Badisches Staatstheater Karlsruhe · Kronenplatz · Die dreizehn Winde (Die Luft) · Lutherkirche
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Karlsruhe mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Karlsruhe einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







