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Bern zu Fuß entdecken (Schweiz): Stadtrundgang

Bern, Schweiz

Bern Sehenswürdigkeiten: Was du in Bern sehen und tun kannst

Bern, die Hauptstadt der Schweiz, verbindet eine mittelalterliche Altstadt mit Brunnen, Kirchen, Museen und markanten Bauwerken. Viele der wichtigsten Bern Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander – ideal, wenn du Bern zu Fuß erkunden möchtest. Neywo bietet dafür einen kostenlosen Audioguide für Bern mit 185 erzählten Orten.

Die wichtigsten Bern Sehenswürdigkeiten auf einem Stadtrundgang

Zytglogge: Berns berühmter Uhrturm

Der Zytglogge ist Berns ältestes Denkmal und steht seit über 800 Jahren an dieser Stelle. Um 1218 als Wachturm und westliches Tor der ersten Befestigungsmauer errichtet, erfüllte er später ganz unterschiedliche Aufgaben: Er diente als Gefängnis, Stadtuhrturm, Archiv, Lagerraum und Luftschutzbunker.

Heute prägt der 54,5 Meter hohe Turm mit seiner Sandstein- und Kalksteinfassade das Bild der Altstadt. Besonders sehenswert ist die astronomische Uhr. Ihr äußeres Zifferblatt und das Figurenspiel stammen aus dem 15. Jahrhundert; das Getriebe wurde 1530 vollständig ersetzt.

Berner Münster und das Portal des Jüngsten Gerichts

Das Berner Münster ist die größte spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Der Bau begann 1421 an der Stelle einer älteren Kirche, doch die Fertigstellung dauerte Jahrhunderte. Der Turm erreichte seine heutige Höhe von 100,6 Metern erst 1893 und ist bis heute der höchste Kirchturm der Schweiz.

Bevor du die Kirche betrittst, lohnt sich ein genauer Blick auf das Hauptportal. 47 große Statuen und etwa 170 kleinere Figuren stellen das Jüngste Gericht dar. Das Ensemble gehört zu den bedeutendsten erhaltenen spätmittelalterlichen Darstellungen Europas.

Französische Kirche: Berns ältester Sakralbau

Die Französische Kirche an der Zeughausgasse entstand 1269 durch Dominikanermönche und gilt als ältester Sakralbau Berns. Nach der Reformation fanden hier französischsprachige protestantische Flüchtlinge, die Hugenotten, ein religiöses Zuhause. Heute ist die Kirche weiterhin eine französischsprachige protestantische Gemeinde.

Im Inneren fällt die ungewöhnliche Raumaufteilung auf: Ein gemeinsames Dach bedeckt Langhaus und Chor, ein Querschiff fehlt. Der Lettner trennt den früher den Mönchen vorbehaltenen Bereich vom Gemeinderaum. Auf ihm sind Tafeln mit Gemälden der Berner Nelkenmeister zu sehen.

Historisches Museum Bern

Das Historische Museum Bern wurde 1894 fertiggestellt. Der Architekt André Lambert entwarf es ursprünglich als Schweizerisches Nationalmuseum – eine Rolle, die schließlich Zürich erhielt. Das burgartige Gebäude mit seinen Türmen erinnert an Schweizer Burgen des 15. und 16. Jahrhunderts.

Im Eingangsbereich befindet sich das Glasmosaik „Das Zeitalter der Geschichte“ von Léo-Paul Robert aus dem Jahr 1900. Das Museum bewahrt mehr als eine halbe Million Objekte von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Ein moderner Anbau aus dem Jahr 2009 verbindet das historische Gebäude mit der Gegenwart.

Historisches Brunnenhaus

An der Brunnmattstrasse steht ein kleines Gebäude mit einer wichtigen Rolle in der Stadtgeschichte: das Brunnenpumpenhaus. Es wurde 1585 errichtet und versorgte über Jahrhunderte Brunnen und Häuser mit Wasser. Die ursprüngliche Technik wurde 1885 durch ein modernisiertes Pumpsystem ersetzt, das bis 1911 in Betrieb blieb.

Nach mehr als einem Jahrhundert Stillstand wurde das restaurierte Pumpenhaus im Februar 2024 als Museum wiedereröffnet. Im Inneren ist die erhaltene Pumpentechnik zu sehen.

Kindlifresserbrunnen am Kornhausplatz

Der Kindlifresserbrunnen gehört zu den auffälligsten und zugleich verstörendsten Brunnen Berns. Die farbig bemalte Steinskulptur zeigt einen sitzenden Oger, der in ein Kind beißt, während weitere Kinder aus einem Sack ragen. Hans Gieng schuf den Brunnen zwischen 1545 und 1546.

Die Bedeutung der Figur ist bis heute umstritten. Der Name Kindlifresserbrunnen taucht erstmals 1666 in schriftlichen Aufzeichnungen auf. Gerade seine ungewöhnliche Bildsprache macht den Brunnen zu einem Ort, an dem sich die historische Vorstellungswelt der Stadt besonders deutlich zeigt.

Brunnen des Bannerherrn am Rathausplatz

Auf dem Rathausplatz steht seit 1542 der Vennerbrunnen, der Brunnen des Bannerherrn. Die Figur auf der korinthischen Säule stellt einen Venner dar – im mittelalterlichen Bern einen wichtigen militärischen und politischen Anführer. Jeder Stadtteil hatte seinen eigenen Venner, der für den Frieden und die Führung der Truppen verantwortlich war.

Die Statue zeigt den Bannerträger in voller Rüstung mit seinem Banner. Der Brunnen gehört zum UNESCO-Welterbe der Berner Altstadt und ist als Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung eingetragen.

Läuferbrunnen und Pfeiferbrunnen

Der Läuferbrunnen entstand 1545 und zeigt einen Boten in den Farben Berns. Auf seiner Brust prangt das Stadtwappen, in der Hand hält er einen Speer, auf dem Rücken trägt er eine Botentasche. Neben ihm läuft ein junger Bär, ebenfalls als Bote dargestellt.

Der Pfeiferbrunnen wurde 1545 und 1546 von Hans Gieng geschaffen. Die Figur geht auf einen Holzschnitt Albrecht Dürers aus dem Jahr 1514 zurück. Neben dem Pfeifer stehen eine goldene Gans und ein kleiner Affe mit einer Flageolettflöte. Die Szene erinnert an Musik, Tanz und wandernde Spielleute.

Käfigturm und Blutturm

Der Käfigturm markiert den westlichen Rand der zweiten Stadterweiterung. Der heutige Barockturm stammt aus den frühen 1640er-Jahren und ersetzte einen älteren Torturm von 1256. Er wurde zugleich als Stadttor und Gefängnis gebaut; 60 bis 70 Gefangene konnten dort untergebracht werden. Mehr als zwei Jahrhunderte blieb das Gefängnis in Betrieb.

Der Blutturm, auch Hexenturm und Harzturm genannt, markierte einst das nördliche Ende eines westlichen Rings der historischen Stadtbefestigung. Seine verschiedenen Namen verweisen auf die unterschiedlichen Aufgaben, die der Turm im Lauf der Zeit erfüllte.

St. Peter und Paul sowie die Pauluskirche

Die Kirche St. Peter und Paul an der Rathausgasse ist die Kathedralkirche der christkatholischen Gemeinschaft der Schweiz. Sie war die erste katholische Kirche, die nach der Reformation in Bern gebaut wurde. Das heutige Gebäude entstand zwischen 1858 und 1864 nach Plänen der französischen Architekten H. Marchal und Pierre-Joseph Edmond Deperthes.

Ein anderes architektonisches Highlight ist die Pauluskirche an der Freiestrasse. Sie wurde zwischen 1902 und 1905 nach Plänen von Karl Moser errichtet und gilt als bedeutendes Beispiel religiöser Jugendstilarchitektur. Der 36 Meter hohe Glockenturm, die farbigen Innenräume und die Glasfenster von Max Laeuger prägen ihren besonderen Charakter.

Altes Schloss Bümpliz

Im Stadtteil Bümpliz-Oberbottigen liegt das Alte Schloss Bümpliz. Seine Geschichte reicht bis ins neunte Jahrhundert zurück, als hier eine hölzerne Befestigungsanlage und ein königlicher Hof der Könige von Hochburgund standen.

Im elften Jahrhundert kam ein wassergefüllter Graben hinzu, im 13. Jahrhundert ein steinerner Rundturm. Im 15. Jahrhundert wurde die Anlage zum Schloss erweitert. Seit dem Bau des Neuen Schlosses direkt nebenan im Jahr 1742 trägt es den Namen Altes Schloss.

Was tun in Bern? Mit Neywo auf Entdeckungstour

Ein Bern Stadtrundgang lässt sich mit Neywo flexibel planen. In der kostenlosen App findest du vier Spaziergänge, eine Busroute und eine Fahrradroute:

  • Vier Spaziergänge zwischen 1,34 und 1,95 Kilometern, mit einer Dauer von 75 bis 106 Minuten und jeweils 10 bis 12 erzählten Stationen.
  • Eine 4,3 Kilometer lange Busroute mit 18 Minuten Dauer und 10 Stationen.
  • Eine 1,7 Kilometer lange Fahrradroute mit 8 Minuten Dauer und 3 Stationen.

Die Spaziergänge führen unter anderem durch die Altstadt, hinunter zur Aare, durch das Bundesviertel und durch Berns Museumsviertel. Die Busroute verbindet Elfenau mit dem Bundeshaus; die Fahrradroute führt vom Rosengarten zum Zentrum Paul Klee.

Lade Neywo herunter und erkunde Bern in deinem eigenen Tempo. Die App erzählt dir die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Bern ist Teil der Schweiz, und wenn du weitere Städte kennenlernen möchtest, findest du mit Genf, Basel und Luzern weitere Reiseziele im Land.

Orte mit Audioguide in Bern

8 Orte in Bern mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Bern

6 Touren in Bern, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Brunnen, Zytglogge und Einsteins Wohnung

    Berns mittelalterliche Hauptgasse ist von Renaissancebrunnen gesäumt und wird von der astronomischen Zytglogge gekrönt. Du gehst vom alten Gefängnisturm durch zum Schützen-, Kindlifresser-, Zähringer- und Samsonbrunnen, hältst bei der Wohnung, in der Einstein seine Arbeiten aus dem Wunderjahr verfasste, erreichst danach Mosesbrunnen und Münster und beendest den Rundgang auf der hoch über der Aare gelegenen Terrasse.

    1,4 km · 106 Min. · 12 Stopps

    Käfigturm · Anna-Seiler-Brunnen · Schützenbrunnen · Kindlifresserbrunnen · Ständli – Studenten- und Passantenszene · Klingendes Museum Bern …

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  • Zu Fuß

    Hinunter zur Aare: Nydegg, Bärengraben und Rosengarten

    Lass das Münster hinter dir und folge den Gassen hinunter ins älteste Viertel an der Flussbiegung: zu Berns ältestem Quellwassersystem aus der Zeit um 1252, einer gotischen Kirche an der Postgasse und dem Gerechtigkeitsbrunnen. Überquere Nydeggbrücke und Untertorbrücke, komm an der Felsenburg vorbei, besuche den Bärengraben, in dem einst Berns Wappentier lebte, und steige zum Rosengarten hinauf, wo dich der klassische Blick auf die Altstadt erwartet.

    2 km · 104 Min. · 12 Stopps

    St. Peter und Paul · Lenbrunnen · Kronenbrunnen · Ehemalige Antonierkirche · Gerechtigkeitsbrunnen · Burg Nydegg …

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  • Zu Fuß

    Bundesstadt Bern: Bahnhof, Parlament und Weltpostverein

    Starte am Bahnhof und sieh, wo die Schweiz regiert wird. Vorbei an der Heiliggeistkirche, dem Burgerspital und dem Dudelsackpfeiferbrunnen gelangst du zum Bärenplatz, zum Bundesplatz und zum Bundeshaus, danach zum Berna-Brunnen und zum Denkmal für den Weltpostverein, der 1874 in Bern gegründet wurde. Zum Abschluss siehst du die zweiturmige Dreifaltigkeitskirche und Berns maurische Synagoge von 1906.

    1,7 km · 99 Min. · 12 Stopps

    Bahnhof Bern · Bahnhofplatz · Burgerspital · Pfeiferbrunnen · Bärenplatzbrunnen · Bundesplatz …

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  • Zu Fuß

    Über die Kirchenfeldbrücke: Berns Museumsviertel

    Überquere die Kirchenfeldbrücke und erkunde Berns Museumsviertel: das Alpine Museum, die Kunsthalle, die einst von Christo verhüllt wurde, ein Denkmal für die Pioniere der weltweiten Telekommunikation, das schlossartige Historische Museum, das Schützenmuseum, das Naturhistorische Museum und die Nationalbibliothek. Der Rundgang endet an der kleinen anglikanischen Kirche St. Ursula. Ein ruhiger, grüner Spaziergang für einen Regentag.

    1,3 km · 75 Min. · 10 Stopps

    Kirchenfeldbrücke · Alpines Museum der Schweiz (Gebäude) · Kunsthalle Bern · Welttelegrafen-Denkmal · Bernisches Historisches Museum · Schweizer Schützenmuseum …

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  • Im Bus

    Linie 19: Von Elfenau zum Bundeshaus

    Die Linie 19 von Bernmobil fährt den ganzen Tag vom Quartier Elfenau vorbei an St. Ursula, dem Naturhistorischen Museum und der Kunsthalle, über die Kirchenfeldbrücke in die Altstadt, am Theaterplatz und am Bundesplatz sowie am Bundeshaus vorbei bis zum Denkmal für den Weltpostverein. Eine günstige Möglichkeit, das Museumsviertel mit dem Regierungssitz zu verbinden.

    4,3 km · 18 Min. · 10 Stopps

    Petruskirche · Wasserschloss · St. Ursula’s Church · Naturhistorisches Museum (Gebäude) · Kunsthalle Bern · Kirchenfeldbrücke …

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  • Mit dem Rad

    Vom Rosengarten zum Zentrum Paul Klee

    Fahre vom Blick auf die Altstadt im Rosengarten ostwärts auf ausgeschilderten Radwegen vorbei am Landsitz Schönberg zum wellenförmigen Zentrum Paul Klee von Renzo Piano, das die weltweit größte Sammlung von Werken Paul Klees beherbergt. Eine gemütliche einfache Fahrt über wenige Kilometer mit Blicken über die Aare.

    1,7 km · 8 Min. · 3 Stopps

    Rosengarten Bern · Campagne Schönberg · Creaviva

    Tour öffnen: Vom Rosengarten zum Zentrum Paul Klee

Bern mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Bern einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

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