Zum Inhalt springen

Aachen (Deutschland): Top-Sehenswürdigkeiten & Audioguide

Aachen, Deutschland

Aachen Sehenswürdigkeiten: Was tun in Aachen?

Aachen verbindet die Geschichte Karls des Großen mit mittelalterlichen Stadttoren, Thermalquellen, Museen und lebendigen Vierteln. Wer nach Aachen Sehenswürdigkeiten sucht, findet eine Stadt, deren wichtigste Orte sich gut zu Fuß und auf mehreren thematischen Rundgängen entdecken lassen. Neywo bietet dafür einen kostenlosen Aachen Audioguide mit 213 erzählten Orten.

Die wichtigsten Aachen Sehenswürdigkeiten

Aachener Dom und die Geschichte Karls des Großen

Der Aachener Dom ist das historische Zentrum der Stadt und eine der ältesten bemerkenswerten Kirchen Europas. Sein Kern ist die karolingische Pfalzkapelle, die zwischen 795 und 803 als Mittelpunkt des Palastes Karls des Großen entstand.

Karl der Große wurde hier 814 beigesetzt. Fast sechs Jahrhunderte lang, von 936 bis 1531, wurden im Dom 31 deutsche Könige und zwölf Königinnen gekrönt. Auch der Thron, den die Herrscher bei diesen Zeremonien nutzten, steht noch im Oktogon.

Die Architektur des Oktogons orientiert sich an der byzantinischen Kirche San Vitale in Ravenna. An diesem Bau lassen sich besonders deutlich die verschiedenen Schichten der Aachener Geschichte ablesen.

Aachener Rathaus und Katschhof

Direkt gegenüber dem Dom steht das Aachener Rathaus zwischen Katschhof und Marktplatz. Es wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf den Grundmauern von Teilen des Palastes Karls des Großen errichtet. An der Südwand ist älteres Mauerwerk erhalten geblieben.

Nach den Krönungen im Dom fanden im Rathaus die offiziellen Festmähler der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches statt. Der Krönungssaal gehört bis heute zu den bedeutendsten Räumen des Gebäudes. Dort erinnern Nachbildungen der Reichskrone, des Schwertes und des Evangeliars an diese Zeremonien.

Centre Charlemagne

Neben dem Rathaus führt das Centre Charlemagne als Stadtmuseum durch die Geschichte Aachens. Die Dauerausstellung beginnt bei den frühen Siedlungen an den heißen Quellen und reicht bis zur Zeit, als Karl der Große Aachen zu seiner Kaiserresidenz machte.

Das moderne Gebäude mit seiner Glasfassade bildet einen bewussten Kontrast zur historischen Umgebung am Katschhof. Seine dreieckige Geometrie greift dabei subtil das mittelalterliche Straßennetz der Stadt auf.

Ponttor

Das Ponttor ist eines von nur zwei erhaltenen Toren der äußeren mittelalterlichen Stadtmauer. Es wurde im frühen 14. Jahrhundert errichtet und markierte den nördlichsten westlichen Zugang Aachens.

Durch das Tor führten Handelswege nach Maastricht und Lüttich. Händler und Reisende mussten hier ihre Waren kontrollieren lassen und Abgaben entrichten. Die Anlage besteht aus einem befestigten Vorwerk, runden Türmen, einem schmalen Verbindungsgang und dem inneren Tor. Fallgitter, Gewölbe und Schießpositionen machen seine militärische Funktion noch heute sichtbar.

Marschiertor

Das Marschiertor bewachte den südlichen Zugang zur äußeren Stadtbefestigung. Der Bau begann um 1257 und war kurz nach 1300 vollendet. Der Name erinnert an die Truppen, die hier beim Ein- und Auszug durch das Tor marschierten.

Zwei massive Rundtürme flankieren den zentralen Durchgang. Schmale Öffnungen ermöglichten den Verteidigern, nach außen zu feuern, während sie selbst geschützt blieben. Auch die Nuten für die frühere Zugbrücke sind noch erkennbar.

Elisenbrunnen und die Thermalquellen

Der Elisenbrunnen steht für Aachens lange Bädertradition. Die neoklassizistische Kolonnade wurde zwischen 1824 und 1827 nach Entwürfen von Johann Peter Cremer und Karl Friedrich Schinkel errichtet.

Zwei Trinkbrunnen geben weiterhin Thermalwasser ab, das offiziell als Arzneimittel eingestuft ist. Im 19. Jahrhundert trafen sich unter den Säulen europäische Königshäuser, Politiker und Künstler, die nach Aachen kamen, um „die Wasser zu nehmen“. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde der Elisenbrunnen restauriert.

Frankenberger Schloss

Im Frankenberger Viertel, zwischen Burtscheid und Forst, liegt das Frankenberger Schloss. Die Anlage ist eine Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, die auf feuchtem, sumpfigem Boden errichtet wurde. Wasser, dicke Mauern und ein zentraler Turm boten Schutz, auch wenn das Schloss nie als eigentliche Militärfestung diente.

Über Jahrhunderte war es ein Verwaltungsstützpunkt der Grafen und späteren Herzöge von Jülich, Kleve und Berg. Im 18. Jahrhundert verlor die Anlage ihre defensive Funktion und verfiel. Zwischen 1834 und 1838 wurde sie restauriert, wobei gotische Elemente dem romantischen Geschmack des 19. Jahrhunderts entsprachen.

Annakirche

Die Annakirche besitzt außen eine schlichte barocke Fassade und innen einen hellen, modernen Raum. Sie entstand im frühen 16. Jahrhundert als Kirche eines Benediktinerklosters, das dem Heiligen Joachim und der Heiligen Anna geweiht war. Das Kloster wurde 1511 gegründet, die Kirche 1532 geweiht.

Nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1803 wurde das Gebäude der protestantischen Gemeinde übergeben. Damit begann die Geschichte der Annakirche als älteste protestantische Kirche im Aachener Raum. Die barocke Umgestaltung um 1748 geht auf den Aachener Architekten Johann Joseph Couven zurück.

Dreifaltigkeitskirche

Die Dreifaltigkeitskirche steht an der früheren Grenze zwischen Aachen und dem einst eigenständigen Burtscheid. Das neugotische Gebäude wurde zwischen 1897 und 1899 errichtet und war ein sichtbares Zeichen für die wachsende protestantische Gemeinschaft.

Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten große Teile des Daches und des Innenraums. Beim Wiederaufbau wurde das Äußere an die Architektur des späten 19. Jahrhunderts angelehnt, während der Innenraum heller und schlichter gestaltet wurde.

Museen für Kunst und Stadtgeschichte

Das Büchel-Museum Rote Burg ist ein Kunstmuseum im Zentrum Aachens. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst widmet sich moderner und zeitgenössischer Kunst. Es befindet sich in einer ehemaligen Regenschirmfabrik aus den frühen 1900er Jahren und bewahrt deren großzügige Räume, hohe Decken und offene Struktur.

Die Sammlung des Forums basiert auf den Werken von Irene und Peter Ludwig, die Kunst aus Europa und den Vereinigten Staaten sammelten. Die Räumlichkeiten eignen sich besonders für großformatige Installationen, Videowerke und Ausstellungen, die viel Raum benötigen.

Weitere Orte außerhalb der Altstadt

Auch die Aachener Stadtteile und Randbezirke gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. In Orsbach erinnern die Reste der Burg Orsbach an eine befestigte Anlage, deren Ursprünge bis in die karolingische Zeit zurückreichen. In der Nähe steht die St.-Peters-Kirche.

Das Soerser Haus war einst eine Wasserburg und gab dem Aachener Soers seinen Namen. Das mittelalterliche Herrenhaus liegt heute am südlichen Rand der A4 und bildet einen auffälligen Kontrast zur modernen Autobahn.

Im Stadtteil Richterich steht Schloss Schönau, ein kleines Wasserschloss. Das heutige Backsteingebäude entstand weitgehend 1732 nach einem Entwurf von Laurenz Mefferdatis. Die Geschichte des Ortes reicht jedoch bis 1244 zurück, als Kaiser Friedrich II. die Herrschaft über Schönau übertrug.

St. Fronleichnam entstand zwischen 1929 und 1930 nach Plänen des Architekten Rudolf Schwarz. Klare Linien und bewusste Einfachheit machen die Kirche zu einem wichtigen Beispiel moderner liturgischer Architektur.

Aachen zu Fuß erkunden

Für einen ersten Aachen Stadtrundgang bietet sich die Route auf den Spuren Karls des Großen an. Sie führt auf 1,05 Kilometern in etwa 103 Minuten zu zwölf Stationen, darunter das Rathaus, der Granusturm, das Centre Charlemagne, der Dom und der Katschhof.

Wer sich für die mittelalterliche Stadtbefestigung interessiert, kann die vier Kilometer lange Route zu Toren und Türmen wählen. Sie verbindet unter anderem Ponttor, Marienturm, Langer Turm, Pfaffenturm und Marschiertor. Eine weitere Route führt durch Burtscheid zum Frankenberger Schloss.

Für Kunst und Stadtleben stehen das Ludwig Forum und der Stadtgarten im Mittelpunkt. Außerdem gibt es eine Route zu Thermalwasser, Bühnen und Brunnen sowie eine Buslinie entlang des mittelalterlichen Rings und eine Fahrradroute am südlichen Ring.

Aachen liegt in Nordrhein-Westfalen und ist ein guter Ausgangspunkt, um weitere Städte der Region zu entdecken. Auch Monschau, Bonn und Köln gehören zu den Zielen in Nordrhein-Westfalen.

Aachen mit Neywo entdecken

Lade Neywo herunter und erkunde Aachen mit fünf Spaziergängen, einer Busroute und einer Fahrradroute. Die Spaziergänge sind zwischen 1,05 und 4,11 Kilometer lang und dauern zwischen 79 und 111 Minuten. Die Busroute umfasst 7,1 Kilometer und etwa 30 Minuten, die Fahrradroute 5,3 Kilometer und etwa 26 Minuten. Zusammen führen die Touren zu erzählten Stationen an vielen wichtigen Orten der Stadt.

Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in elf Sprachen verfügbar.

Orte mit Audioguide in Aachen

8 Orte in Aachen mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.

Touren auf eigene Faust in Aachen

7 Touren in Aachen, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.

  • Zu Fuß

    Auf den Spuren Karls des Großen: Pfalz, Thron und Rathaus

    Aachen war die Lieblingsresidenz Karls des Großen, und hier wurden 31 deutsche Könige gekrönt. Du gehst vom verspielten Hühnerdieb-Brunnen zum Katschhof, dem alten Pfalzhof, dann durch das Rathaus, den karolingischen Dom mit seinem Marmorthron, den Kreuzgang und die Domschatzkammer. Der Rundgang endet am Grashaus, dem allerersten Rathaus der Stadt.

    1,1 km · 103 Min. · 12 Stopps

    Hühnerdieb · Puppenbrunnen · Orgel der Katholische Pfarrkirche St. Foillan - Aachen · Couven-Museum · Karlsbrunnen · Aachener Rathaus …

    Tour öffnen: Auf den Spuren Karls des Großen: Pfalz, Thron und Rathaus
  • Zu Fuß

    Heilwasser, Bühne und Brunnen

    Aachens heiße Quellen machten die Stadt zum Kurort. Du startest am Suermondt-Ludwig-Museum, kommst am klassizistischen Theater nach Schinkels Entwurf und der Kolonnade des Elisenbrunnens vorbei, aus der noch immer Schwefelwasser fließt, und folgst dann den Brunnen der Stadt: einem bronzenen Geldkreislauf, einer gotischen Säule vor dem Dom und einem mittelalterlichen Trinkbrunnen, der wieder funktioniert.

    2,9 km · 103 Min. · 11 Stopps

    Suermondt-Ludwig-Museum · Neue Synagoge · Klenkes · Theater Aachen · Elisenbrunnen · Ursulinenkloster Aachen …

    Tour öffnen: Heilwasser, Bühne und Brunnen
  • Zu Fuß

    Tore und Türme der mittelalterlichen Stadtmauer

    Von Aachens elf mittelalterlichen Stadttoren sind nur zwei erhalten, und beide liegen auf diesem Rundgang. Du startest am Ponttor, folgst den erhaltenen Mauertürmen an einer Wallfahrtskirche vorbei, die die erste Station des Jakobswegs nach Santiago ist, und endest am Marschiertor, dem für den Krieg erbauten Tor.

    4,1 km · 111 Min. · 8 Stopps

    Ponttor · Marienturm · Langer Turm · Pfaffenturm · St. Jakob · Roskapellchen …

    Tour öffnen: Tore und Türme der mittelalterlichen Stadtmauer
  • Zu Fuß

    Stadtgarten und Ludwig Forum: Aachens Kunst- und Parkviertel

    Du verlässt die mittelalterliche Altstadt und gehst in den Stadtpark, wo sich zwischen Kuranlagen ein versetztes Denkmal, eine barocke Gartentreppe und ein junger Kunstverein befinden. Du startest an einer zur Kulturstätte gewordenen Kirche und am Ludwig Forum, einem Museum für moderne Kunst in einer ehemaligen Schirmfabrik, und endest an einer der ältesten Pfarrkirchen Aachens.

    2 km · 79 Min. · 8 Stopps

    St. Elisabeth · Ludwig Forum für Internationale Kunst · Ballerina Clown · Kongressdenkmal · Neuer Aachener Kunstverein · Guaita’sche Gartentreppe …

    Tour öffnen: Stadtgarten und Ludwig Forum: Aachens Kunst- und Parkviertel
  • Zu Fuß

    Burtscheid: das Abteiviertel über dem Tal

    Ein ruhiger Stadtteil mit eigener Geschichte als selbstständige Reichsabtei. Du gehst an einer Kapelle an einer Straßenecke, dem Brunnen auf dem Abteiplatz und der ehemaligen Abteikirche St. Johann vorbei und folgst dann den steinernen Bögen des Eisenbahnviadukts zur Dreifaltigkeitskirche und zur von einem Wassergraben umgebenen Burg Frankenberg.

    2 km · 83 Min. · 7 Stopps

    Marienkapelle (Aachen-Burtscheid) · Abteiplatz · Benediktinerkloster Aachen Burtscheid · St. Michael Aachen-Burtscheid · Burtscheider Viadukt · Dreifaltigkeitskirche, Aachen …

    Tour öffnen: Burtscheid: das Abteiviertel über dem Tal
  • Im Bus

    Bus 3A: Rundfahrt auf dem mittelalterlichen Mauerring

    Die Ringlinie 3A der ASEAG fährt rund um die Altstadt auf dem Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer. Du kommst an der modernen Genezareth-Kirche, dem Lavensteinturm und dem Marschiertor, dem Suermondt-Ludwig-Museum, dem Kaiser auf dem Kaiserplatz, dem Marienturm und dem Ponttor vorbei und steigst an der Bilal-Moschee aus.

    7,1 km · 30 Min. · 9 Stopps

    Genezareth-Kirche · Lavenstein · Marschiertor · Bahnhofplatz · Suermondt-Ludwig-Museum · Kaiser-Friedrich-Denkmal …

    Tour öffnen: Bus 3A: Rundfahrt auf dem mittelalterlichen Mauerring
  • Mit dem Rad

    Aachens Südring entlang: vom Kaiserplatz zum Lavenstein und weiter

    Du folgst den Radwegen, die die Altstadt vom Kaiserplatz mit seiner 1.000 Jahre alten Kirche über den Bahnhofsvorplatz und das mächtige Marschiertor bis zum Lavensteinturm der alten Außenmauer umrunden. Dann fährst du weiter nach Westen zu einer Franziskanerkirche und der auffallend modernen Genezareth-Kirche.

    5,3 km · 26 Min. · 7 Stopps

    St. Adalbert · Redemptoristenkloster Aachen · Bahnhofplatz · Marschiertor · Lavenstein · Klosterkirche St. Franziskus …

    Tour öffnen: Aachens Südring entlang: vom Kaiserplatz zum Lavenstein und weiter

Aachen mit Neywo erkunden

Neywo macht aus Aachen einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.

Rundgang in Aachen starten
App StoreDemnächst
Google PlayDemnächst