Münster Sehenswürdigkeiten (Deutschland): Audioguide

Münster Sehenswürdigkeiten: Was du in Münster sehen und tun kannst
Münster ist eine historische Stadt in North Rhine-Westphalia, deren Stadtbild von Kirchen, barocker Architektur und Universitätsleben geprägt ist. Zu den wichtigsten Münster Sehenswürdigkeiten gehören der St.-Paulus-Dom, der Prinzipalmarkt, das Fürstbischöfliche Schloss und zahlreiche Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten. Mit dem kostenlosen Neywo-Audioguide für Münster kannst du 133 Orte entdecken, während du durch die Stadt gehst.
Münster Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Orte
St.-Paulus-Dom und Domplatz
Der St.-Paulus-Dom gehört zusammen mit dem historischen Rathaus zu den Wahrzeichen Münsters. Der heutige Bau entstand zwischen 1225 und 1264 und ersetzte zwei frühere Dome an derselben Stelle. Besonders charakteristisch ist die Verbindung mehrerer Bauperioden: Das gotische Langhaus, die Querhäuser, der Hochchor und der Kapellenkranz treffen auf ein romanisches Westwerk, einen älteren Chor und zwei imposante Westtürme.
Die Westtürme gehörten bereits zum zweiten Dom und wurden in den heutigen Bau integriert. Im Inneren steht nahe dem Eingang eine große Statue des heiligen Christophorus aus dem Jahr 1627.
Am Domplatz liegen außerdem das Bischöfliche Palais und die Kettelersche Kurie. Das Bischofspalais ist die Residenz des Bischofs von Münster und Sitz des Generalvikariats. Die Kettelersche Kurie entstand zwischen 1712 und 1716 nach Plänen von Lambert Friedrich Corfey und bildet mit dem Bischofspalais ein eindrucksvolles Ensemble.
Prinzipalmarkt und St. Lamberti
Der Prinzipalmarkt gehört zu den prägendsten Bereichen der historischen Altstadt. Am nördlichen Ende steht St. Lamberti, eine römisch-katholische Pfarrkirche und eines der bedeutendsten Beispiele westfälischer Spätgotik. Die Markt- und Stadtkirche wurde zwischen 1375 und 1525 in mehreren Etappen errichtet und von der Kaufmannschaft finanziert.
Am Turm erinnern drei eiserne Käfige an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte. 1536 wurden darin die Leiber von Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling ausgestellt, den Anführern der Münsterschen Täuferbewegung. Im Inneren prägen das hohe Gewölbe, farbige Glasfenster hinter dem Hochaltar und zwei Pfeifenorgeln den Raum.
Historisches Rathaus
Das Historische Rathaus liegt am Prinzipalmarkt und ist eng mit der europäischen Geschichte verbunden. Hier wurden 1648 die Verträge des Westfälischen Friedens ausgehandelt, die zur Beendigung großer Konflikte in Europa beitrugen. Zusammen mit dem Dom gilt das Rathaus als Symbol Münsters.
St. Servatii
Nur wenige Schritte von St. Lamberti entfernt steht die St. Servatii Kirche, eine der ältesten Kirchen Münsters und die kleinste der sechs mittelalterlichen Pfarrkirchen. Ihre heutige Form stammt aus etwa 1230. Spätromanische und frühgotische Elemente verbinden sich mit Chorfenstern mit Maßwerk, die um 1500 eingefügt wurden.
Trotz ihrer bescheidenen Größe von etwa 15 Metern Breite und 27 Metern Länge wirkt die Kirche im Inneren überraschend hoch. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu vollständig zerstört; nur eine einzelne Säule blieb unter den Trümmern erhalten. Bis 1952 wurde sie wiederhergestellt.
Fürstbischöfliches Schloss Münster
Das Schloss Münster, auch Fürstbischöfliches Schloss genannt, war einst die Residenz der Fürstbischöfe. Johann Conrad Schlaun entwarf den barocken Bau, der zwischen 1767 und 1787 für Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels errichtet wurde.
Roter Backstein und Sandstein bestimmen die große, repräsentative Anlage. Zu den ursprünglichen Innenräumen gehörten eine elegante Treppe, ein Ballsaal und eine Hofkapelle. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Schloss umfassend wiederaufgebaut. Seit 1954 ist es Sitz und Wahrzeichen der Universität Münster. Auf dem Dach befinden sich 18 Glocken, die zu jeder Viertelstunde Melodien spielen.
St. Petri und das Universitätsviertel
Nahe dem Dom und an der Aa steht St. Petri, auch Petrikirche genannt. Die Kirche wurde zwischen 1590 und 1597 als Gotteshaus des Jesuitenkollegs erbaut und wurde zum Ausgangspunkt der Universität Münster. Sie ist der einzige erhaltene Teil des ursprünglichen Kollegkomplexes.
Die lange Basilika aus rotem Backstein verbindet gotische und renaissancehafte Formen. Helle Sandsteindetails, zwei schmale Glockentürme und Galerien im Inneren bestimmen das Erscheinungsbild. Durch ihre Geschichte verbindet St. Petri religiöses Leben, Bildung und die Universität.
Erbdrostenhof
An der Salzstraße befindet sich der Erbdrostenhof, eines der eindrucksvollsten spätbarocken Gebäude Münsters. Johann Conrad Schlaun errichtete den Palast zwischen 1753 und 1757 für Adolf Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering, den Erbdrosten von Münster.
Die geschwungene Fassade aus Billerbecker Sandstein hebt sich deutlich von den warmroten Klinkern der Seitenflügel ab. Das ungewöhnliche dreiflügelige Ensemble entstand auf einem begrenzten Grundstück und zeigt Schlauns präzisen Umgang mit dem städtischen Raum. Nach schweren Kriegsschäden wurde der Palast zwischen 1953 und 1970 wiederaufgebaut.
Clemenskirche
Die Clemenskirche ist eine kleine Barockkirche im Zentrum der Altstadt. Johann Conrad Schlaun entwarf sie zwischen 1745 und 1753 als Teil eines Klosters und Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1811 blieb die Kirche erhalten, während die umliegenden Krankenhausflügel nicht wiederaufgebaut wurden.
Der Bau hat die Form einer zwölfeckigen Rotunde und wird von einer Kuppel mit Laternenturm gekrönt. Warme Ziegel und helle steinerne Pilaster prägen das Äußere. Im Inneren treffen barocke Architektur, Stuckarbeiten von Jakob Rauch, Fresken von Johann Adam Schöpf und Rokokodekoration aufeinander. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche zwischen 1956 und 1973 nach Schlauns Entwurf wiederaufgebaut.
Dominikanerkirche
Die Dominikanerkirche an der Salzstraße entstand zwischen 1708 und 1725 als Teil einer größeren Klosteranlage. Nach der Auflösung des Klosters während der Säkularisation blieb das Kirchengebäude erhalten. Stuckdecke, Säulen und das geräumige Kirchenschiff bewahren den barocken Charakter.
Heute ist die Dominikanerkirche auch ein Ort für zeitgenössische Kunst. Gerhard Richters monumentales Werk Two Grey Double Mirrors wurde 2018 dauerhaft installiert. Die spiegelnden Flächen setzen die historische Architektur in Beziehung zu Licht, Raum und visueller Wahrnehmung.
St. Aegidii
Die heutige St. Aegidii entstand zwischen 1724 und 1728 nach Plänen von Johann Conrad Schlaun. Zuvor stand an diesem Ort eine mittelalterliche St.-Aegidii-Pfarrei, die in Münster seit etwa 1174 belegt ist. Die frühere Kirche stürzte 1821 ein und wurde abgetragen; heute liegt dort der Aegidiimarkt.
Das zurückhaltende Äußere der heutigen Kirche wird durch ein Sandsteinportal und eine erhaltene Backsteinhalle bestimmt. Im Inneren schaffen Gemälde in der Tradition der Nazarener eine ruhigere, fast romantische Atmosphäre.
Weitere historische Kirchen
Im nördlichen Teil der Altstadt liegt die Apostelkirche, Münsters wichtigste evangelische Kirche. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Kirche eines Franziskanerklosters und gilt als Münsters erster gotischer Kirchenbau. Eine gewölbte dreischiffige Halle führt zu einem schmaleren Chor; farbige Glasfenster und ein Rosettenfenster setzen Akzente.
Die Evangelische Universitätskirche Münster, auch Observantenkirche genannt, befindet sich nahe dem Buddenturm an der Ecke von Schlaunstraße und Rosenstraße. Ursprünglich war sie die Klosterkirche der Franziskaner Observanten. Diese Funktion bestand bis zur Aufhebung des Klosters im Jahr 1811.
Außerhalb der Altstadt lohnen der Drostenhof Wolbeck und das Speicher Haus Kump einen Blick. Der Drostenhof gilt als das erste große Renaissancegut im Münsterland. Die Wurzeln des Hofs, zu dem das denkmalgeschützte Speichergebäude gehört, reichen bis ins Jahr 889 zurück; das heute erhaltene Speichergebäude wurde 1549 errichtet.
Was tun in Münster?
Münster lässt sich besonders gut zu Fuß erkunden. Ein Münster Stadtrundgang kann vom Domplatz über den Prinzipalmarkt und St. Lamberti zu den barocken Bauten an der Salzstraße führen. Wer mehr Zeit hat, verbindet die Altstadt mit dem Schloss Münster, dem Universitätsviertel und den Kirchen rund um den Buddenturm.
Auch eine Fahrt durch weitere Stadtteile gehört zu den Möglichkeiten: Der Drostenhof liegt in Wolbeck, während das Speicher Haus Kump im Bezirk Mecklenbeck zu finden ist. Für unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt stehen außerdem Bus- und Fahrradrouten zur Verfügung.
Münster mit dem kostenlosen Audioguide erkunden
Neywo bietet einen kostenlosen Audioguide für Münster mit 133 erzählten Orten. In der App findest du drei Spaziergänge, eine Busroute und eine Fahrradroute. Die Spaziergänge sind 1,67 km, 2,22 km und 3,14 km lang und dauern jeweils 116 oder 117 Minuten. Die Busroute umfasst 7,4 km und 32 Minuten, die Fahrradroute 2,9 km und 14 Minuten. Insgesamt führen die Touren an jeweils 12, 12, 12, 10 und 7 erzählten Stationen vorbei.
Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. So kannst du Münster zu Fuß erkunden, eine Busfahrt durch die Stadt unternehmen oder die Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad entdecken.
Orte mit Audioguide in Münster
8 Orte in Münster mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Münster
5 Touren in Münster, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Wo der Dreißigjährige Krieg endete: Prinzipalmarkt und Dom
Münsters schönster Spaziergang mit zwölf Stationen in weniger als zwei Stunden: die gotische Kirche jenseits der Aa, der Domplatz mit der bischöflichen Kurie und dem Kunstmuseum, der Dom mit seiner astronomischen Uhr, der Kiepenkerl aus Bronze, der alte Roggenmarkt, die Käfige am Turm von St. Lamberti, das niederländische Gildehaus und das Rathaus, in dem 1648 der Frieden unterzeichnet wurde, und zum Abschluss das Picasso-Museum.
Überwasserkirche · Kettelersche Kurie · LWL-Museum für Kunst und Kultur · Domplatz · Domstift Münster · Kiepenkerl …
Tour öffnen: Wo der Dreißigjährige Krieg endete: Prinzipalmarkt und Dom - Zu Fuß
Barockes Münster: Schlauns Kirchen und Adelspalais
Folge Johann Conrad Schlaun und seinen Zeitgenossen durch den Osten und Süden der Altstadt: zur Erlöserkirche von Otto Bartning aus der Nachkriegszeit, zu einer winzigen mittelalterlichen Pfarrkirche, zur geschwungenen Fassade des Erbdrostenhofs, zu Hospital- und Dominikanerkirche, zur Synagoge an der Promenade, zu adeligen Stadtpalais und zur barocken Kurie, in der sich das Geomuseum befindet.
Erlöserkirche · Stadtmuseum Münster · St. Servatii (Münster) · Erbdrostenhof · Clemenskirche · Dominikanerkirche …
Tour öffnen: Barockes Münster: Schlauns Kirchen und Adelspalais - Zu Fuß
Fürstbischöfliches Schloss, Universität und die letzte Altbierbrauerei
Vom Professorenhaus am alten Zoo und dem Botanischen Garten hinter dem fürstbischöflichen Schloss, heute Sitz der Universität, geht es durch die Jesuitenkirche, in der die Universität ihren Anfang nahm, ins alte Kneipenviertel Kuhviertel mit der letzten von Münsters 150 Altbierbrauereien, dann zum ältesten Turm der Stadtmauer, zu einer gotischen Kapelle und zur Franziskanerkirche.
Tuckesburg · Botanischer Garten Münster · Fürstbischöfliches Schloss Münster · Schlossplatz · Bispinghof · St. Petri …
Tour öffnen: Fürstbischöfliches Schloss, Universität und die letzte Altbierbrauerei - Im Bus
StadtBus 11: Von der Wolbecker Straße durch die Altstadt nach Gievenbeck
Münsters StadtBus 11 fährt quer durch die ganze Stadt nach Westen: von der Herz-Jesu-Kirche und dem Servatiiplatz vorbei an Schlauns Clemenskirche zum Historischen Rathaus und zum Domplatz neben dem Dom, dann weiter am Geomuseum und der Tuckesburg vorbei zur Lukaskirche und zu St. Michael in Gievenbeck.
Herz-Jesu-Kirche · Servatiiplatz · Engelenschanze · Clemenskirche · Rathaus Münster · Domplatz …
Tour öffnen: StadtBus 11: Von der Wolbecker Straße durch die Altstadt nach Gievenbeck - Mit dem Rad
Münster mit der Leeze: Vom Servatii zum Schlossgarten
Münster ist Deutschlands Fahrradstadt, und diese Fahrt auf den Radwegen verbindet den Servatiiplatz im Osten mit der Bastion Engelenschanze, der Skulptur von Knecht und Stier, der Antoniuskirche, Oldenburgs riesigen Billardkugeln am Aaseeufer, dem Gut Bispinghof und der Tuckesburg, dem Haus des zoogründenden Professors und seines Affen.
Servatiiplatz · Engelenschanze · Knecht mit Pferd und Magd mit Stier · St. Antonius · Giant Pool Balls · Bispinghof …
Tour öffnen: Münster mit der Leeze: Vom Servatii zum Schlossgarten
Münster mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Münster einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







