Essen zu Fuß entdecken (Deutschland): Stadtrundgang
Essen Sehenswürdigkeiten: Industriegeschichte, Kultur und Ruhrtal
Essen Sehenswürdigkeiten reichen von der ehemaligen Zeche Zollverein über mittelalterliche Burgruinen bis zu Museen, Kirchen und historischen Villen. Die Stadt im Ruhrgebiet ist besonders interessant, weil ihre industrielle Vergangenheit direkt neben bewaldeten Höhen, der Ruhr und lebendigen Kulturorten sichtbar wird. Mit dem kostenlosen Neywo Audioguide für Essen kannst du 217 Orte entdecken.
Was tun in Essen? Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Zeche Zollverein und „Finnischer Granit – gespalten“
Die Zeche Zollverein ist der prägendste Ort der Essener Industriegeschichte. Das weitläufige ehemalige Industrieareal erinnert an die Kohle- und Schwerindustrie der Region. Das erste Bergwerk an diesem Standort wurde 1847 gegründet, der Abbau begann 1851 und endete am 23. Dezember 1986.
Besonders markant ist Schacht 12. Die 1932 eröffnete Anlage wurde im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut und gilt als architektonische und technische Meisterleistung. Ihr Entwurf brachte Zollverein den Ruf ein, das schönste Bergwerk der Welt zu sein. Heute ist das Gelände ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Kulturelle Einrichtungen wie ein Standort der Folkwang Universität der Künste zeigen, wie sich der ehemalige Zechenstandort weiterentwickelt hat.
Auch das Kunstwerk „Finnischer Granit – gespalten“ gehört zu den Orten, die sich auf dem Gelände entdecken lassen. Plane Zeit ein, um Architektur, Industriegeschichte und zeitgenössisches Kulturleben miteinander zu erleben.
Essener Münster am Burgplatz
Im Zentrum der Stadt steht das Essener Münster, auch Essener Dom genannt. Die Kirche ist die Bischofskirche des Bistums Essen und der Jungfrau Maria sowie den Heiligen Cosmas und Damian geweiht. Ihre Geschichte reicht bis zur Essener Abtei zurück, die um das Jahr 845 von Altfrid, dem Bischof von Hildesheim, gegründet wurde.
Das heutige Gebäude ist eine gotische Hallenkirche aus hellem Sandstein, die nach 1275 errichtet wurde. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederaufgebaut. Sehenswert sind der achteckige Westbau und die Krypta, die Teile des früheren ottonischen Gebäudes bewahren. Im Norden schließt sich ein Kreuzgang an; am westlichen Ende steht die freistehende Kirche St. Johannes der Täufer.
Kattenturm Essen
Im Stadtteil Kettwig liegt am Nordufer der Ruhr der Kattenturm, auch Burg Luttelnau genannt. Die stille Ruine ist der erhaltene Wohnturm einer mittelalterlichen Motte und damit die einzige zumindest teilweise erhaltene Anlage dieser Art an der Ruhr.
Burg Luttelnau war einst ein Rittersitz im Ruhrtal. Gegenüber, auf der anderen Flussseite, steht Schloss Oefte. Der Name Kattenturm kam erst im 19. Jahrhundert auf; ältere Bezeichnungen waren unter anderem Lüttelnau, Luthenau und Luttenau.
Mineralien-Museum Kupferdreh
Das Mineralien-Museum Kupferdreh befindet sich im gleichnamigen Essener Stadtteil. Es entstand 1984 aus einer Partnerschaft zwischen der Bürgerschaft Kupferdreh und dem damaligen Ruhrlandmuseum, das heute Ruhr Museum heißt.
Das Museum verbindet damit ein lokales Kulturprojekt mit der umfassenderen Museumstradition Essens. Es ist ein lohnender Halt, wenn du Kupferdreh erkundest und die Verbindung zwischen Stadtteilgeschichte und Museumskultur nachvollziehen möchtest.
Burg Altendorf
Auf einer Halbinsel südlich der Ruhr liegen die Ruinen der mittelalterlichen Burg Altendorf. Besonders eindrucksvoll ist der erhaltene Wohnturm, der sogenannte Bergfried. Er gilt als der größte erhaltene Turm seiner Art zwischen Rhein und Weser.
Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaut und später gotisch sowie in der Renaissance verändert. Ein Burggraben gehörte zur Anlage, wurde jedoch nie mit Wasser gefüllt. Nach dem Verfall zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Überreste ab 1903 gesichert, zwischen 1957 und 1970 systematisch freigelegt und restauriert. Das Gelände außerhalb der Ruinen kann jederzeit kostenlos besichtigt werden.
Haus Heisingen
Haus Heisingen ist ein ehemaliges Rittergut auf der rechten Seite der Ruhr. Die ältesten erhaltenen Teile stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das Gut war ein Lehen der Abtei Werden und blieb ab 1458 mehr als zwei Jahrhunderte im Besitz der Freiherren von Staël von Holstein.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage in einen Sommersitz für die Äbte von Werden umgewandelt. Nach der Säkularisation fiel sie 1815 zunächst an Preußen und ging 1890 in Privatbesitz über. Heute befinden sich in Haus Heisingen Mietwohnungen. Seine Bedeutung für den Stadtteil zeigt sich auch darin, dass eine vereinfachte Darstellung der Anlage auf dem inoffiziellen Wappen von Heisingen erscheint.
Villa Hügel
Hoch über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee liegt die Villa Hügel, eine der markantesten Sehenswürdigkeiten Essens. Alfred Krupp ließ die Residenz zwischen 1870 und 1873 als Hauptwohnsitz und repräsentatives Haus der Familie errichten.
Das Herrenhaus umfasst Hunderte von Räumen und liegt inmitten des 40 Hektar großen Hügelparks. Die Anlage war zugleich Familienwohnsitz und Schauplatz offizieller Anlässe. Alfred Krupp empfing hier Politiker, Könige und Kaiser; Kaiser Wilhelm II. besuchte die Villa Hügel elfmal. Bei einem Besuch wird deutlich, wie eng die Geschichte der Familie Krupp mit der Entwicklung Essens verbunden ist.
Schloss Borbeck
Schloss Borbeck ist ein barockes Wasserschloss im Stadtteil Borbeck. Seit dem 14. Jahrhundert diente es den Fürstäbtissinnen des Essener Stifts als bevorzugter Wohnsitz. Sein heutiges äußeres Erscheinungsbild erhielt das Schloss im 18. Jahrhundert, als es seinen barocken Charakter bekam.
Schloss Schellenberg und St. Lambertus
Im Stadtteil Rellinghausen liegt Schloss Schellenberg in den bewaldeten Höhen des Ruhrhügellands. Die gut erhaltene Burg ist von Wald und kleinen Bächen umgeben. Ihre erhöhte Lage ist ungewöhnlich: Sie gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen einer früheren zweiteiligen Wasserburg, die hoch über der Landschaft errichtet wurde.
Schloss Schellenberg steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Von 1452 bis 1993 gehörte die Anlage den Baronen von Vittinghoff, die auch als Schell zu Schellenberg bekannt waren. In Rellinghausen befindet sich außerdem St. Lambertus, eine geschützte katholische Pfarrkirche und ein weiteres historisches Bauwerk des Stadtteils.
Colosseum Theater
Das Colosseum Theater zeigt, wie Essen seine industrielle Vergangenheit in das heutige Kulturleben integriert. Der Veranstaltungssaal befindet sich in der umgebauten Achten Mechanischen Werkstatt der Friedrich Krupp AG, einer ehemaligen Fabrikhalle im Westviertel.
Die unter Denkmalschutz stehende Industriehalle wurde zu einem Veranstaltungsort. Ihre Architektur erinnert weiterhin an die ursprüngliche Nutzung und macht den Ort zu einem charakteristischen Kulturziel der Stadt.
Kunsthaus Essen und Zeche Carl
Das Kunsthaus Essen im Stadtteil Rellinghausen ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für Künstler. Einen anderen Zugang zu Kultur bietet die Zeche Carl in Altenessen. Das ehemalige Kohlebergwerk, auch mit dem Namen Malakowturm verbunden, wurde von der Stadt Essen zu einem Kulturzentrum entwickelt.
Kettwig: Marktkirche, Geusenengel und Kaiser-Wilhelm-Denkmal
In Kettwig steht die geschützte Marktkirche. Zu diesem historischen Umfeld gehören auch der Geusenengel und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Der Halt verbindet damit ein Kirchengebäude mit weiteren benannten Sehenswürdigkeiten im Stadtteil.
Villa Vogelsang
Auf den Ruhrhöhen im Stadtteil Horst liegt die Villa Vogelsang, die auch unter dem Namen Linuxhotel bekannt ist. Die historische Villa trägt den Namen ihres früheren Besitzers, des Unternehmers Wilhelm Vogelsang.
Auf dem parkartigen Gelände befindet sich außerdem ein ehemaliges Kutschenhaus, eine Remise. Villa und Remise stehen unter Denkmalschutz und gehören gemeinsam zur Route der Industriekultur.
Essen Stadtrundgang mit dem kostenlosen Audioguide
Wenn du Essen zu Fuß erkunden möchtest, bietet Neywo fünf Spaziergänge, eine Busroute und eine Fahrradroute. Die fünf Spaziergänge sind zwischen 1,99 und 3,53 Kilometer lang, dauern zwischen 83 und 119 Minuten und umfassen insgesamt 46 erzählte Stopps. Dazu kommen eine 14,3 Kilometer lange Busroute mit 61 Minuten und neun Stopps sowie eine 1,2 Kilometer lange Fahrradroute mit sechs Minuten und fünf Stopps.
Die Spaziergänge führen unter anderem durch das historische Zentrum, über das Zollverein-Gelände, durch Werden, das Südviertel und Kupferdreh. Der Audioguide ist kostenlos und in elf Sprachen verfügbar. Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst – in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan.
Lust auf weitere Ziele in der Region? Entdecke auch North Rhine-Westphalia oder plane deine Reise durch Deutschland.
Orte mit Audioguide in Essen
8 Orte in Essen mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Essen
7 Touren in Essen, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Wo Essen begann: Münster, Schatz und Alte Synagoge
Beginne auf dem Burgplatz, dort, wo die Stadt um ein 845 gegründetes Damenstift entstand. Gehe an einem gotischen Münster mit verborgenen ottonischen Schätzen, Essens erster evangelischer Kirche und Deutschlands größtem Kinosaal vorbei und passiere die Jugendstil-Synagoge, die als Haus jüdischer Kultur erhalten blieb. Beende den Rundgang an der alten Börse und dem Dachschriftzug gegenüber dem Hauptbahnhof.
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Zollverein: Die schönste Zeche der Welt
Erkunde das UNESCO-gelistete Zollverein-Gelände, einst Europas modernste Kokerei und Zeche. Besuche die riesige Kokerei, die Schachtanlage im Bauhausstil, das Ruhr Museum in der Kohlenwäsche, das Red Dot Design Museum in einem ehemaligen Kesselhaus und ein Tanzzentrum im alten Waschhaus. Gehe anschließend weiter nach Katernberg zu einer zur Kunststätte umgewandelten Kirche, einem denkmalgeschützten Bauernhof und einer Bergarbeitersiedlung.
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Werden: Eine Abteistadt an der Ruhr
Spaziere durch einen der ältesten Stadtteile Essens, wo der heilige Liudger um 800 ein Kloster gründete. Beginne an der alten Ruhrschleuse und entdecke einen Rittersitz, eine romanische Basilika, eine der ältesten Pfarrkirchen Deutschlands, eine evangelische Kirche mit überraschend prächtigem Innenraum und die Ruinen des mittelalterlichen Werdens.
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Folkwang, Oper und das Südviertel
Gehe von der modernen Kunst des Museum Folkwang durch Essens Südviertel vorbei an Bürobauten aus der Bauhauszeit und Max Bills Endlosschleife zum lebhaften Isenbergplatz, einer zur Chorzentrale umgewandelten Kirche, der Philharmonie und dem Aalto-Theater. Beende den Rundgang an einem bronzenen Bergmannsdenkmal und einem Hochhaus aus den 1960er-Jahren am Bahnhof.
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Kupferdreh: Wo Deutschlands erste Eisenbahn begann
Folge in Kupferdreh der Industriegeschichte des Ruhrtalraums. Sieh den alten Bahnhof neben dem Ausgangspunkt von Deutschlands erster Eisenbahn, ein kleines Mineralienmuseum, eine Backsteinkirche und eine neugotische Sandsteinkirche. Gehe anschließend ins Deilbachtal zum Kupferhammer, einem ehemaligen Kupferhammerwerk.
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Bus 145: Vom Hauptbahnhof zum Baldeneysee
Ein regulärer Bus der Ruhrbahn fährt von Haarzopf durch die Innenstadt, vorbei am Hauptbahnhof und am Aalto-Theater, bis nach Heisingen am Baldeneysee. Fahre an der Alten Synagoge, dem Haus der Technik, dem Colosseum Theater und den Kirchen der südlichen Stadtteile vorbei.
St. Georg · St. Andreas · Steile Lagerung · Hauptpost Essen · Haus der Technik (Essen) · Alte Synagoge …
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Zollverein mit dem Fahrrad: Die Ringpromenade
Fahre auf den autofreien Wegen des UNESCO-Welterbes Zollverein, die für Radfahrer frei zugänglich sind. Rolle von der riesigen Kokerei an der Schachtanlage, dem Ruhr Museum und dem Red Dot Design Museum vorbei bis zum PACT-Tanzzentrum. Gib Fußgängern den Vorrang; Fahrräder können vor Ort ausgeliehen werden.
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Essen mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Essen einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







