Nagasaki Sehenswürdigkeiten (Japan): Audioguide
Nagasaki Sehenswürdigkeiten: Was du in der Stadt sehen kannst
Nagasaki gehört zu den vielseitigsten Städten in Japan. Die Hafenstadt verbindet internationale Geschichte, religiöse Traditionen, Kunst und die eindringliche Erinnerung an den Atombombenabwurf von 1945. Besonders gut lässt sich Nagasaki zu Fuß erkunden: Die wichtigsten Orte liegen in unterschiedlichen Vierteln und erzählen jeweils einen eigenen Teil der Stadtgeschichte. Neywo bietet dafür einen kostenlosen Audioguide für Nagasaki mit 45 erzählten Orten.
Nagasaki Sehenswürdigkeiten und was du in Nagasaki tun kannst
Glover Garden und das westliche Nagasaki
Der Glover Garden ist ein Freilichtmuseum am Hang von Minamiyamate. Auf dem Gelände stehen historische Gebäude im westlichen Stil, die mit ausländischen Händlern verbunden sind, die nach der Öffnung des Hafens für den Außenhandel im Jahr 1859 nach Nagasaki kamen.
Zu den bedeutendsten Gebäuden gehört das ehemalige Wohnhaus von Thomas Blake Glover. Es wurde 1863 von Hidenoshin Koyama von der Insel Amakusa fertiggestellt und gilt als das älteste erhaltene Haus im westlichen Stil in Japan. Glover, ein schottischer Händler, trug zur Modernisierung Japans im Schiffbau und Kohlebergbau bei. Das Wohnhaus gehört zur UNESCO-Welterbestätte „Stätten der industriellen Revolution Japans in der Meiji-Zeit“.
Im Garten befinden sich außerdem historische Gebäude, die aus anderen Teilen Nagasakis hierher versetzt wurden. Dadurch entstand eine ungewöhnliche Verbindung aus Hanglage, Architektur und Stadtgeschichte.
Traditionelle darstellende Künste
Das Nagasaki Traditional Performing Arts Museum widmet sich den traditionellen darstellenden Künsten der Stadt. Die Sammlung macht sichtbar, welche Rolle Aufführungen und überlieferte Formen für den kulturellen Charakter Nagasakis spielen.
Nagasaki Shinchi Chinatown
Nagasaki Shinchi Chinatown steht für den langjährigen chinesischen Einfluss auf die Stadt. Zusammen mit den westlichen Spuren in Glover Garden und den religiösen Stätten zeigt das Viertel, wie stark Nagasaki durch den Austausch mit anderen Ländern geprägt wurde.
Nagasaki Prefectural Art Museum
Das 2005 eröffnete Nagasaki Prefectural Art Museum verbindet zwei Schwerpunkte: Kunst mit Bezug zu Nagasaki und spanische Kunst. Es führt die Museumsaufgaben und die spanische Kunstsammlung des früheren Präfekturmuseums und Kunstmuseums Nagasaki weiter, das Ende 2002 geschlossen wurde.
Hashima Island – die „Schlachtschiffinsel“
Etwa fünfzehn Kilometer vor Nagasaki liegt Hashima Island im Meer. Die verlassenen Betongebäude ragen hinter einer rund um die Insel verlaufenden Ufermauer auf. Deshalb ist Hashima auch unter dem Spitznamen Gunkanjima bekannt, der „Schlachtschiffinsel“.
Hashima war einst eine florierende Gemeinschaft des unterseeischen Kohlebergbaus. Nach der Schließung des Bergwerks im Jahr 1974 verließen die Bewohner die Insel. Heute prägen verlassene Wohnblöcke aus Stahlbeton das Bild; eines der Gebäude wird als Japans früheste Hochhaus-Wohnanlage aus Stahlbeton beschrieben. Natur und Zeit verändern die Ruinen weiterhin, während einige eingestürzte Außenmauern restauriert wurden.
2015 wurde die Kohlemine von Hashima in die UNESCO-Welterbeliste der Stätten der japanischen Meiji-Industriellen Revolution aufgenommen.
Kameyama Shachū Memorial Museum
Das Kameyama-Shachū-Gedenkmuseum befindet sich auf dem früheren Gelände von Kameyama Shachū. Die Gruppe wurde 1865 von Sakamoto Ryōma und anderen in Nagasaki gegründet. Sie war zugleich ein Zusammenschluss herrenloser Samurai und eine Handelsorganisation.
Der Ort hatte bereits zuvor eine Verbindung zum Handwerk: Hier stand ein Brennofen für Kameyama-Waren. Nach dessen Schließung im Jahr 1865 kaufte Takada Rihei das Grundstück mit finanzieller Unterstützung von Ozone Kendo und stellte es für die Aktivitäten von Sakamoto Ryōma zur Verfügung.
Das heutige Gebäude ist nicht das ursprüngliche Haus der Gruppe. Die Stadt Nagasaki restaurierte das Gelände und ließ seine historische Atmosphäre als Gedenkmuseum wiederaufleben. Für Besucher wurde es 2009 eröffnet. Zu sehen sind unter anderem Gegenstände aus dem Umfeld von Sakamoto Ryōma und Reproduktionen seiner Briefe aus der Zeit in Nagasaki.
Twenty-Six Martyrs Museum and Monument
Am Nishizaka-Hügel erinnert das Twenty-Six Martyrs Museum and Monument an 26 Christen, die am 5. Februar 1597 hingerichtet wurden. Zu der Gruppe gehörten 20 japanische Christen und sechs ausländische Priester. Sie waren in Kyoto und Osaka wegen der Verkündigung des Christentums verhaftet, durch den Schnee nach Nagasaki geführt und an Kreuzen getötet worden.
Der Komplex umfasst ein Museum, eine Gedenkkirche und ein Monument. Das Museum wurde 1962 eröffnet, im hundertsten Jahr der Heiligsprechung der 26 Märtyrer durch die römisch-katholische Kirche. Der dreistöckige Stahlbetonbau wurde von Kenji Imai entworfen.
Shitsu-Kirche und das Sotome Museum
Im Nordwesten Nagasakis liegt die Region Sotome. Das Sotome Museum of History and Folklore hilft dabei, die Geschichte und Volkskunde dieser Gegend einzuordnen. In der Nähe befindet sich die Shitsu-Kirche, auch katholische Shitsu-Kirche genannt.
Die Kirche steht in Nishi-Shitsu und gehört zum Dorf Sotome Shitsu. Dieses ist Teil der UNESCO-Welterbestätte „Verborgene christliche Stätten in den Regionen Nagasaki und Amakusa“. Die Shitsu-Kirche ist außerdem als wichtiges Kulturgut Japans ausgewiesen. Ihre Aufnahme in die UNESCO-Welterbestätte wurde 2018 beschlossen und am 30. Juni desselben Jahres bestätigt.
Endo Shusaku Literary Museum
Ebenfalls in Sotome liegt das Endo-Shusaku-Literaturmuseum. Es widmet sich dem Leben und Werk des japanischen Schriftstellers Shusaku Endo und wurde im Mai 2000 eröffnet. Zur Sammlung gehören Bücher, Manuskripte, Briefe, Fotografien und persönliche Gegenstände.
Dazu zählen Endos Schreibtisch, seine Bibel und sein Rosenkranz sowie eine Marienstatue, die er von seiner Mutter erbte. Vom Museum aus blickst du auf das Gotō-Meer und das Kulturdorf Shitsu. Dort erinnert ein Denkmal für Schweigen mit den Worten „Die Menschheit ist so traurig, Herr, und der Ozean so blau“ an zentrale Themen aus Endos Werk.
Nagasaki Atomic Bomb Museum
Das Nagasaki Atomic Bomb Museum dokumentiert den Atombombenabwurf auf die Stadt am 9. August 1945 um 11 Uhr, 2 Minuten und 35 Sekunden. Die Ausstellungen zeigen die Ereignisse, die zu dem Angriff führten, und die menschlichen sowie historischen Folgen von Atomwaffen.
Fotografien, Dokumente und Relikte verbinden die Geschichte mit den erhaltenen Belegen der Zerstörung. Das heutige Museum wurde im April 1996 fertiggestellt und ersetzte die baufällig gewordene Internationale Kulturhalle. Es liegt im Bereich des Friedensparks, zusammen mit der Friedenshalle der Stadt Nagasaki und der Nationalen Friedensgedächtnishalle von Nagasaki für die Opfer der Atombombe.
Nagasaki Peace Park
Der Nagasaki Peace Park wurde als Ort des Gebets für den Frieden geschaffen und erinnert an den Atombombenabwurf vom 9. August 1945. Ein zentrales Wahrzeichen ist die Friedensgedenkstatue des in Nagasaki geborenen Bildhauers Seibo Kitamura.
Zum Park gehören außerdem der Turm der Origami-Kraniche, die Glocke von Nagasaki, der Friedensbrunnen und ein Bereich für Symbole des Weltfriedens. Das Atombombenmuseum liegt direkt neben dem Park, die Friedensgedächtnishalle befindet sich in der Nähe. Gemeinsam bilden diese Orte einen wichtigen Bereich des Gedenkens in Nagasaki.
Fat Man und der Hypozentrum-Bereich
Fat Man war der Codename der amerikanischen Atombombe, die am 9. August 1945 über Nagasaki abgeworfen wurde. Die Bombe wurde im Los Alamos Laboratory als Teil des Manhattan-Projekts entwickelt und nutzte Plutonium sowie ein Implosionsprinzip. Ein B-29-Bomber mit dem Namen Bockscar warf sie unter dem Kommando von Major Charles Sweeney ab.
Die Bombe explodierte in etwa 550 Metern Höhe über dem nördlichen Teil der Stadt, im heutigen Stadtteil Matsuyama. Ihre Sprengkraft betrug ungefähr 21 Kilotonnen TNT. Das hügelige Gelände Nagasakis verringerte die Zerstörung im Vergleich zum flacheren Hiroshima, doch die menschlichen Verluste waren gewaltig: Etwa 73.900 Menschen starben, rund 74.900 wurden verletzt und ungefähr 12.900 Gebäude vollständig zerstört oder niedergebrannt.
Weitere Museen und religiöse Orte
Der Kōtai-ji-Tempel ist ein buddhistischer Tempel der Sōtō-Schule. Sein offizieller Name lautet Kaiunzan Fushō Kōtai Zenji.
Das Nagasaki City Science Museum, auch Starship genannt, widmet sich den Geowissenschaften und der Astronomie. Das Nagasaki City Nagai Takashi Memorial Museum ist Nagai Takashi gewidmet und auch als Erzbischöflicher Palast von Nagasaki bekannt.
Nagasaki mit dem Audioguide zu Fuß entdecken
Mit Neywo kannst du Nagasaki in deinem eigenen Tempo erkunden. Der kostenlose Audioguide erzählt die Geschichte der Orte genau dann, wenn du sie erreichst – ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die drei Rundgänge sind auf unterschiedliche Bereiche und Themen der Stadt verteilt:
- Glover Garden bis Dejima: 2,77 km, 93 Minuten und 8 erzählte Stationen. Der Spaziergang führt unter anderem durch Glover Garden, zum Museum für traditionelle darstellende Künste, nach Nagasaki Shinchi Chinatown und zum Kunstmuseum der Präfektur Nagasaki.
- Urakami-Tal zwischen Hypozentrum und Hoffnung: 4,62 km, 104 Minuten und 7 erzählte Stationen. Auf dem Weg liegen unter anderem Fat Man, das Atombombenmuseum, der Friedenspark, die Urakami-Kathedrale und das Nagai-Takashi-Gedenkmuseum.
- Rote Tore, Ryōma und der Hügel der Märtyrer: 4,34 km, 108 Minuten und 8 erzählte Stationen. Die Route verbindet mehrere Tempel mit dem Kameyama-Shachū-Gedenkmuseum und dem Museum und Monument der 26 Märtyrer.
Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar. Lade Neywo herunter und entdecke Nagasaki zu Fuß, wann du möchtest und ohne dich einer Gruppe oder einem festen Rundgang anschließen zu müssen.
Orte mit Audioguide in Nagasaki
8 Orte in Nagasaki mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Nagasaki
3 Touren in Nagasaki, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Fenster zum Westen: Vom Glover Garden nach Dejima
Nagasaki war Japans Tor zur Welt. Steig zum am Hang gelegenen Haus des schottischen Kaufmanns Thomas Glover hinauf, dem ältesten Gebäude im westlichen Stil Japans, und schlendere dann an einer britischen Bank und einem chinesischen Schrein vorbei zu den von Laternen erleuchteten Gassen von Shinchi Chinatown. Beende den Rundgang auf der niederländischen Handelsinsel Dejima und im Kunstmuseum am Hafen.
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Hypozentrum und Hoffnung: Erinnerung an Urakami
Ein ruhiger, ernster Spaziergang durch das Tal, in dem am 9. August 1945 die zweite Atombombe abgeworfen wurde. Sieh dir das einbeinige Torii des Schreins, das Hypozentrum, das Museum und den Friedenspark, die aus dem Nichts wiederaufgebaute Kathedrale und das Denkmal für Nagai Takashi an, bevor du zur Fabrik im Kriegstunnel weitergehst.
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Rote Tore, Ryoma und der Hügel der Märtyrer
Folge dem alten Tempelgürtel von Teramachi: zum tausendarmigen Kannon von Kiyomizu-dera, zum zinnoberroten Roten Tempel Kofuku-ji und zum Ort, an dem Sakamoto Ryoma sein Handelsunternehmen gründete. Komm am ehemaligen Sitz des Magistrats vorbei und steig dann durch die Ruinen einer 1614 zerstörten Kirche zum Nishizaka-Hügel hinauf, wo 1597 sechsundzwanzig Christen hingerichtet wurden. Beende den Rundgang am ältesten Tempel Nagasakis.
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Nagasaki mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Nagasaki einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







