Gyeongju (Südkorea): Top-Sehenswürdigkeiten & Audioguide
Gyeongju Sehenswürdigkeiten: Was tun in der historischen Stadt Südkoreas?
Gyeongju gehört zu den wichtigsten historischen Städten Südkoreas und war einst die Hauptstadt des Silla-Königreichs. Zwischen Grabhügeln, Tempeln, Palästen und buddhistischen Kunstwerken lässt sich die Geschichte der Stadt besonders unmittelbar erleben. Für deinen Besuch gibt es außerdem einen kostenlosen Gyeongju Audioguide von Neywo mit 16 erzählten Orten.
Gyeongju Sehenswürdigkeiten: Diese Orte solltest du sehen
Die historischen Gebiete von Gyeongju wurden im Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Über die Stadt verteilt finden sich Überreste der alten Hauptstadt Sillas: Tempel, Paläste, Königsgräber, Pagoden, Statuen und weitere Kulturgüter. Die Verbindung aus archäologischen Stätten und grünen Landschaften macht Gyeongju zu einem Ort, an dem Geschichte nicht auf ein einzelnes Museum beschränkt bleibt.
Daereungwon: Grabhügel mitten in der Stadt
Daereungwon ist eine weitläufige Grabanlage aus der Silla-Zeit. Die abgerundeten Hügel liegen in den Stadtteilen Nodong-dong, Noseo-dong und Hwangnam-dong und machen die Geschichte Sillas über die Ebene hinweg sichtbar. Zum Komplex gehören unter anderem Cheonmachong, Geomchong, das Grab von Hwangnamdaechong und das Grab von König Michu.
Cheomseongdae, der Sternbeobachtungsturm
Nordöstlich von Banwolseong steht Cheomseongdae, ein astronomisches Observatorium aus der Silla-Zeit. Der Name bedeutet „Sternbeobachtungsturm“. Das aus Stein errichtete Bauwerk entstand während der Regierungszeit von Königin Seondeok zwischen 632 und 647 und gilt weithin als das älteste erhaltene astronomische Observatorium Asiens. Seit 1962 ist es Nationaler Schatz Nummer 31 von Südkorea und gehört zu den Historischen Gebieten von Gyeongju.
Donggung-Palast und Wolji-Teich
Am nordöstlichen Rand des früheren Wolseong-Palasts liegen die Überreste des Donggung-Palasts und der künstlich angelegte Wolji-Teich. König Munmu ließ die Anlage im Jahr 674 errichten. Der ovale Teich ist etwa 200 Meter lang und 180 Meter breit; drei kleine Inseln prägen seine Gestaltung. Nach dem Ende Sillas wurde der Ort auch Anapji genannt. Archäologische Funde zeigten später, dass der Teich in der Silla-Zeit Wolji hieß.
Gyeongju National Museum und die Glocke von König Seongdeok
Das Nationalmuseum von Gyeongju widmet sich vor allem den Relikten des Silla-Königreichs. Es befindet sich in der Iljeong-ro 186 und ist deshalb ein wichtiger Ort, um die Geschichte der früheren Hauptstadt zu verstehen.
Zu den bedeutendsten Objekten gehört die Glocke von König Seongdeok. Die gewaltige Bronzeglocke wurde 771 in Gyeongju gegossen, ist 3,75 Meter hoch und misst am Rand 2,27 Meter im Durchmesser. Mit einem 1997 gemessenen Gewicht von 18,9 Tonnen gilt sie als größte erhaltene Bronzeglocke Koreas. Ihre Gestaltung umfasst einen Drachenkopf als Aufhängung, florale Muster, Lotus- und Grasmotive sowie himmlische Figuren.
Bunhwangsa und die Steinziegelpagode
Bunhwangsa, der „Duftende Kaiserliche Tempel“, wurde 634 unter Königin Seondeok gegründet. Die Ruinen von Hwangnyongsa liegen unmittelbar in der Nähe und verbinden den kleineren, weiterhin genutzten Tempel mit der größeren Geschichte Sillas.
Das auffälligste erhaltene Bauwerk ist die Pagode von Bunhwangsa, auch Steinziegelpagode genannt. Sie war ursprünglich neun Stockwerke hoch; heute steht noch ein dreistöckiger Bau. Zur Anlage gehören außerdem Bogwangjeon, eine Halle zu Ehren des Medizinbuddhas, sowie kleinere Tempelgebäude.
Bulguksa und Seokgatap
Bulguksa liegt am Tohamsan und gilt als Meisterwerk der buddhistischen Kunst aus dem goldenen Zeitalter des Silla-Königreichs. Im Tempelhof steht Seokgatap, eine dreistöckige Steinpagode von etwa 10,75 Metern Höhe. Sie befindet sich vor der Daeungjeon-Halle, der kunstvolleren Dabotap-Pagode gegenüber. Ihre schlichte, ausgewogene Form gilt als charakteristisch für die Steinarchitektur der Silla-Zeit.
Seokgatap ist auch als „Schattenlose Pagode“ bekannt. Der Name steht mit der Legende von Asadal und Asanyeo in Verbindung. Zusammen mit Bulguksa zeigt die Pagode, wie eng Architektur, buddhistische Tradition und Erzählungen in Gyeongju verbunden sind.
Seokguram-Grotte am Tohamsan
Die Seokguram-Grotte gehört zum Tempelkomplex Bulguksa und liegt am Berg Tohamsan etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel. Im Inneren befindet sich eine künstlich angelegte Granitgrotte mit einem sorgfältig gearbeiteten sitzenden Buddha als zentralem Werk. Die Anlage gilt als bedeutendes Beispiel buddhistischer Bildhauerkunst.
Der Bau begann 751, während der kulturellen Blüte des Vereinigten Silla-Reiches, und wurde 774 vollendet. In der Nähe des sitzenden Buddhas ist das Meer zu sehen. Auch der Sonnenaufgang über dem Ostmeer gehört zu den bekannten Erlebnissen an diesem Ort.
Gyeongju Hyanggyo
Das Gyeongju Hyanggyo war während der Goryeo- und Joseon-Zeit eine staatlich geführte Provinzschule. Hier wurden Bildung und konfuzianische Tradition miteinander verbunden. Der genaue Ursprung der Akademie ist unbekannt; an derselben Stelle befand sich ursprünglich Gukhak, die nationale Akademie Sillas, die 682 gegründet wurde.
Yangdong Folk Village
Das Volkskundedorf Yangdong zählt zu den am besten erhaltenen traditionellen Dörfern Koreas aus der Joseon-Zeit. Es liegt am Fluss Hyeongsan und ist vom Seolchang-Berg umgeben. Traditionelle Gebäude, die erhaltene Landschaft und die Verbindung zu den Yangban, der koreanischen Oberschicht, prägen das Dorf.
Zwei Familien, der Gyeongju-Son-Clan und der Yeoju-Yi-Clan, entwickelten Yangdong über mehr als sechshundert Jahre hinweg. 2010 wurde das Dorf gemeinsam mit dem Volkskundedorf Hahoe in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Weitere historische Orte
Etwas außerhalb der zentralen Sehenswürdigkeiten erinnern die Überreste von Gameunsa an einen buddhistischen Tempel, dessen Bau unter König Munmu begann und 682 unter seinem Sohn König Sinmun vollendet wurde. Erhalten sind die Grundmauern und zwei steinerne Pagoden.
Oreung ist ein bewaldeter Hain mit fünf Grabhügeln aus der frühen Silla-Zeit. Traditionell werden sie mit dem Gründungsmonarchen Hyeokgeose, Lady Aryeong und drei frühen Königen in Verbindung gebracht, doch ihre Identitäten sind nicht vollständig gesichert.
Wer sich für Wissenschaft und moderne koreanische Kultur interessiert, kann außerdem das Silla-Kunst- und Wissenschaftsmuseum oder das K-Pop-Museum besuchen. Das Silla-Museum erklärt historische Technologien anhand von Rekonstruktionen und Modellen. Das K-Pop-Museum im Bomun-See-Resort verfolgt die Geschichte der koreanischen Musik vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Was tun in Gyeongju? Die Stadt zu Fuß erkunden
Ein Gyeongju Stadtrundgang verbindet mehrere zentrale Stätten der früheren Silla-Hauptstadt. Besonders gut lässt sich die Abfolge von Daereungwon über Gyeongju Hyanggyo und Cheomseongdae bis zum Gyeongju National Museum und zum Donggung-Palast mit Wolji-Teich nachvollziehen. So begegnen dir Gräber, Bildungstradition, Wissenschaft, Kunst und höfische Geschichte auf einer Route.
Wenn du noch weitere Ziele in Südkorea planst, lassen sich historische Städte wie Gongju oder Jeonju gut als weitere kulturelle Stationen vormerken.
Gyeongju mit Neywo entdecken
Neywo bietet in Gyeongju einen kostenlosen Audioguide mit 16 erzählten Orten. Dazu gehört ein Rundgang zu Fuß: Er verbindet auf 5,13 Kilometern in etwa 118 Minuten sieben Stationen — Daereungwon, Gyeongju Hyanggyo, Cheomseongdae, das Gyeongju National Museum, die Glocke von König Seongdeok, den Donggung-Palast mit Wolji-Teich und Bunhwangsa.
Die App erzählt die Geschichte jedes Ortes, sobald du ihn erreichst. Du gehst in deinem eigenen Tempo, ohne Gruppe und ohne festen Zeitplan. Die Erzählungen sind in 11 Sprachen verfügbar.
Orte mit Audioguide in Gyeongju
8 Orte in Gyeongju mit Neywo-Audioguide. Jeder Ort beginnt seine Geschichte zu erzählen, sobald du ihn erreichst.
Touren auf eigene Faust in Gyeongju
1 Tour in Gyeongju, kostenlos in der Neywo-App. Jeder Stopp erzählt seine Geschichte, wenn du ihn erreichst.
- Zu Fuß
Zu Fuß durch Sillas Hauptstadt: Königsgräber, Sternturm und Mondteich
Gyeongju war fast tausend Jahre lang die Hauptstadt des Silla-Königreichs. Du gehst von den grasbewachsenen Königsgrabhügeln zum ältesten erhaltenen Observatorium Asiens, dann am Nationalmuseum und seiner riesigen Bronzeglocke vorbei zum Palastteich und einer antiken Backsteinpagode.
Daereungwon · Gyeongju Hyanggyo · Cheomseongdae · Glocke von König Seongdeok · Glocke von König Seongdeok · Wolji …
Tour öffnen: Zu Fuß durch Sillas Hauptstadt: Königsgräber, Sternturm und Mondteich
Gyeongju mit Neywo erkunden
Neywo macht aus Gyeongju einen Audioguide zum Selbstlaufen. Die Geschichten kommen, wenn du den Ort erreichst, zu dem sie gehören, und die Route passt sich an, wenn du von ihr abweichst.







